Börsengang der Bahn
Verkehrsclub fordert klare Trennung von Infrastruktur und Transport
Da die Deutsche Bahn AG dann allein über das Netz entscheidee, sei dieses Modell nichts anderes als ein "verschleierter integrierter Börsengang" mit all seinen Nachteilen. "Ein Modell, in dem der Staat auch aufgrund des Grundgesetzes die formale Verantwortung trägt, dafür jedes Jahr Milliarden ausgibt, aber dennoch nichts mehr auf der Schiene zu entscheiden hat, ist nicht nur aus verkehrspolitischer Sicht eine Bankrotterklärung", meint Gehrmann.
Der VCD sieht auch im Rückholrecht des Staates keine ausreichende Kontrollfunktion. Für die "Investoren" hingegen sei die Lösung eine Einladung, "kurzfristig hohe Erträge aus dem Netz zu erwirtschaften, ohne langfristige Investitionen übernehmen zu müssen". Das Beispiel der gescheiterten Privatisierung der Infrastruktur in Großbritannien habe bewiesen, dass ein vernachlässigtes Schienennetz nur unter großen finanziellen Anstrengungen durch den Staat wieder aufzubauen sei.
Für den VCD ist eine strikte Trennung von Infrastruktur und Betrieb zwingend notwendig. Nur diese Lösung verspreche verkehrspolitisch, wettbewerbsrechtlich, verbraucher- sowie haushaltspolitisch langfristig den größten Erfolg, vermutet Heidi Tischmann, Bahnexpertin des Verkehrsclubs." Auch beschäftigungspolitisch ist sie vielversprechend, da nur mehr Verkehr auf der Schiene langfristig Arbeitsplätze in der Bahnbranche sichert."
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Am 29. Sep. 2006 unter:
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