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Zahl der Studenten mit Depressionen soll wachsen

Bachelor & Master

Hochschulseelsorger melden eine zunehmende Zahl von Studenten mit Depressionen und Burn-Out-Syndrom. Die Zahl derer, die mit dem wachsenden Druck an den Universitäten nicht zurechtkämen, habe deutlich zugenommen, sagte der Koordinator der katholischen Hochschulseelsorge in München, Robert Lappy. In den vergangenen drei bis vier Semestern sei die Zahl dieser Fälle bei den katholischen Beratungsstellen in München um etwa 20 Prozent gestiegen. "Das hängt auch mit den Reformen an Universitäten zusammen", sagte der Theologe. Mit der verbreiteten Umstellung auf Bachelor- und Masterstudiengänge hätten die Belastungen für Studenten zugenommen.

Die Studiengänge seien stärker "verschult", es gebe mehr Anwesenheitspflicht und Zeitdruck, sagte Lappy. "Die eingeführten Studiengebühren verschärfen gleichzeitig den ökonomischen Druck", sagte er. "Manche halten das nicht aus". Insbesondere Studenten, die weder BAföG noch finanzielle Unterstützung von den Eltern bekämen, hätten mit großen Sorgen zu kämpfen. "Andere werden schlicht mit den Anforderungen und den Umbrüchen in der Lebensphase des Studiums nicht fertig."

So hätten auch viele Studenten Schwierigkeiten, selbstständig zu lernen und ihre Zeit einzuteilen. "Die Schulen bereiten darauf viel zu wenig vor", kritisierte Lappy. Experten von Hochschulen, Seelsorgestellen, Studentenwerken und aus der Politik diskutieren am Donnerstag (19. Juni) in München über die Frage: "Macht studieren krank?"

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