Atompläne E.ON
E.ON in Finnland
Widerstand gegen E.ONs finnische Atompläne
Fennovoima will sich Anfang kommenden Jahres für einen Standort entscheiden, momentan prüft das Unternehmen die Alternativen Pyhäjoki in Nordösterbotten und Simo in Lappland. “Hier soll unsere Natur und Sicherheit den kurzfristigen Interessen der Industrie geopfert werden", empört sich Kari Lunnas aus Kemi, nahe dem geplanten Standort Simo. “Denn zusätzlich zu den Unfallgefahren und dem ungelösten radioaktiven Abfallproblem wird das Kühlwasser aus dem Reaktor das Ökosystem der Ostsee schwerwiegend stören, ein Phänomen, das wir am AKW-Standort Loviisa schon beobachten können." Deshalb bildet sich Widerstand vor Ort: das Atomnetzwerk von See-Lappland (Meri-Lapin ydinverkosto) führt öffentliche Protestaktionen durch und schickte im Mai einen Vertreter zur Hauptversammlung von E.ON, um dort auf die Gefahren der Atomkraft und das unverantwortliche Verhalten von E.ON in Lappland aufmerksam zu machen.
“Inzwischen ist eine Mehrheit der Finnen gegen den Neubau von Atomkraftwerken, vor allem die Frauen und jungen Leute sprechen sich klar gegen Neubauten aus", erklärt Pirjo Roponen-Lunnas, ebenfalls aus Kemi. “Statt auf diesen wachsenden Widerstand zu hören, ist die einzige Lehre, die die Regierung aus dem Desaster von Olkiluoto zieht, diesmal Staatsgarantien für den Bau neuer Atomkraftwerke vorzuschlagen. Das ist unverantwortlich." Bei Olkiluoto 3 liegen die geschätzten Baukosten inzwischen etwa doppelt so hoch wie im Fixpreis versprochen und die Baudauer mehrere Jahre über der verabredeten Zeit.
“E.ON hat sich in den vergangenen Jahren immer wieder für ausländische Atomkraftwerke interessiert. Der Konzern torpediert nicht nur den Atomausstieg in Deutschland, sondern betreibt zudem europaweit eine unverantwortliche und aggressive Atompolitik, wie das Beispiel Finnland zeigt", erklärt Regine Richter, Energieexpertin bei der Umweltorganisation urgewald, die den Gast aus Finnland zur Hauptversammlung eingeladen hat.
Mehr Informationen: Regine Richter, urgewald. 0170 2930725
Zeige Deinen Kontakten bei Google und Facebook, dass Dir dieser Beitrag gefällt!
Am 02. Jul. 2010 unter:
energieStichworte:
« Ungeahntes Fair Play auf dem Feld der Energiewirtschaft
Rauchverbot in Bayern »
Unterstützen Sie uns, damit wir ohne störende Werbung gelesen werden können. Ihre freie kostenlose Internetzeitung!
Setzen Sie Banner und Links auf Ihre Seite. Bookmarken Sie uns, und helfen Sie so mit der Verbreitung der wichtigen Inhalte.
Wir suchen Journalisten bzw. Autoren, die Lust haben, die Internet-Zeitung ngo-online gemeinsam zu einer starken Alternative zu den Mainstream-Medien aufzubauen. Machen Sie mit ..MITMACHEN
Platzieren Sie
Ihre Werbung hier
- Christian Wulff - Wenn Machtmenschen menscheln
- Diskurs der Rechtspopulisten über Israel
- Photovoltaik-Zubau in Deutschland
- Versammlungsfreiheit - ausschlaggebende Grundlage der Verfassung
- „Cottbus Nazifrei!“ - DASS ist ein MUSS
- Arbeitsrecht: EuGH Urteil enttäuscht
- Finca Mallorca und andere Schnäppchen
- Windenergie wieder auf gutem Weg
- Erklärung Hans-Christian Ströbeles zum ISAF-Mandat
- Private Equity Engagement | Europäischen Investitionsbank in der Kritik
