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Frankfurt: Arbeitskampf bei Maredo

Lohnraub und Angriff auf Gewerkschaftsrechte in Frankfurt

Gewerkschaft kämpft für Arbeitsrechte bei Maredo in Frankfurt In der Filiale der Maredo Steakhauskette in der Freßgass mitten in der Frankfurter Innenstadt, sind Ende November 32 Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen, die fast alle zwischen 20 und 30 Jahre dort beschäftigt gewesen sind, auf die Straße gesetzt worden. Ihnen wird vorgeworfen den Betrieb bestohlen und betrogen zu haben. Um diese Vorwürfe konstruieren zu können, wurden zwei Privatdetektive in das Kollegium eingeschleust und Kameras im Restaurant installiert

Maredo Franfurt: Gewerschaft fordert Mindeslohn

Der Geschäftsleitung von Maredo geht es darum, den Betrieb gewerkschaftsfrei zu bekommen und die Löhne zu drücken. Der Organisationsgrad lag in der Filiale bei 80 %, sonst liegt er bei gerade einmal 5 % und auf Grund ihrer langen Betriebszugehörigkeit verdienten die Mitarbeiter dort 9 Euro in der Stunde. Die jetzt neu eingestellten Arbeitskräfte müssen sich mit 7,50 Euro zufrieden geben.

Um die Belegschaft einzuschüchtern, kam ein großer Teil der Führungsriege zusammen, einige waren sogar extra aus der Zentrale in Düsseldorf angereist. Ein vorgetäuschter Stromausfall sorgt dafür dass die letzten Gäste gingen und anschließend wurde das Restaurant abgesperrt. Keiner konnte raus und durfte telefonieren. Anschließend wurde mit dem angeblichen Beweismaterial und einer Anzeige gedroht, um gleichzeitig ganz gönnerhaft einen Ausweg anzubieten. Wer seine Eigenkündigung unterschrieb, dem wurde zugesagt bis zum Sommer 2012 weiter sein Gehalt zu beziehen. Ein Erpressungsmanöver, dem 13 der 32 Kollegen nicht standhielten. Die restlichen 19, unter ihnen die drei Betriebsräte, blieben standhaft. Die Staatsanwaltschaft ermittelt jetzt wegen Freiheitsberaubung.

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In Absprache und mit Unterstützung der Gewerkschaft Nahrung, Genuss und Gaststätten hat das von der LINKEN ins Leben gerufene Solidaritätskomitee begonnen, zusammen mit den Kollegen eine Öffentlichkeitsarbeit auf die Beine zu stellen. Jeden Samstag haben wir uns mit Flugblättern, Unterschriftenlisten und einem Transparent vor die Filiale in der Innenstadt gestellt. Der Zuspruch der Passanten ist sehr hoch. Viele berichten von ähnlichen Erfahrungen in ihrem Freundes- und Bekanntenkreis

Unser erstes Ziel haben wir bereits erreicht. Die gedemütigten Mitarbeiter von Maredo haben angefangen sich zu wehren und die gute Erfahrung gemacht, dass sie in der Öffentlichkeit Zuspruch erfahren.

Dem zweiten Ziel, für ihr Anliegen eine Öffentlichkeit herzustellen, sind wir ein ganzes Stück näher gekommen. Neben einer Solidaritätserklärung von Günther Wallraff, haben sich auch die OB-Kandidaten in Frankfurt an der letzten Kundgebung beteiligt, mit Ausnahme der CDU.

Wir wollen versuchen den Konflikt bundesweit bekannt zu machen und vielleicht leistet er damit auch einen Beitrag, den Kampf um Gewerkschaftsrechte und Mindestlöhne zu unterstützen.

Jürgen Ehlers

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