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Staatssekretär gibt Verbrauchertipp

Auf kurzen Strecken Fahrrad fahren

"Das Fahrrad ist das einzige Null-Emissionsfahrzeug und kann in Zukunft einen noch wichtigeren Beitrag für unsere Verkehrspolitik leisten." Das sagte der Parlamentarische Staatssekretär beim Bundesverkehrsminister, Ulrich Kasparick, am 13. September bei der Eröffnung der internationale Fahrradmesse IFMA in Köln. Jedes Jahr würden in Deutschland 30 Milliarden Kilometer mit dem Rad zurückgelegt. "Das ist ein gutes Ergebnis, das wir aber weiter ausbauen wollen", so Kasparick. Ziel der Bundesregierung sei es, das Fahrrad vor allem für kurze Strecken noch attraktiver zu machen.

Nationaler Radverkehrsplan gescheitert

"In der Klimadiskussion kommt das Fahrrad nicht vor"

Nach Auffassung des Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Club (ADFC) wird der Radverkehr in Deutschland unterbewertet "und muss deutlich stärker als bisher von der Politik gefördert werden". Anlässlich der Mitte Juni in München stattfindenden Fahrradkonferenz Velo-city kritisiert der Fahrrad-Club, dass der Anteil des Radverkehrs am Gesamtverkehrsaufkommen seit mehreren Jahren bei neun Prozent stagniere. Dabei habe der 2002 beschlossene Nationale Radverkehrsplan (NRVP) zu einer deutlichen Stärkung des Radverkehrs in Deutschland führen und seinen Anteil bis 2012 verdoppeln sollen.

"Interregio-Züge abgeschafft"

VCD fordert Ausbau des Intercity-Netzes

Statt ICE-Züge aufwändig für die Fahrradmitnahme umzubauen, sollte sich nach Ansicht des Verkehrsclubs Deutschland (VCD) Bundesverkehrsminister Wolfgang Tiefensee besser für den Ausbau der Kapazitäten in Intercitys einsetzen. Diese seien bereits auf die Fahrradmitnahme eingerichtet und verkehrten nicht wie der ICE nur zwischen Metropolen sondern hielten auch in kleineren Städten. Der VCD kritisierte den Trend bei der Deutschen Bahn, im Fernverkehr immer stärker auf ICEs zu setzen. Seit 2001 seien die auf die Radmitnahme eingestellten Interregio-Züge schrittweise abgeschafft worden, wodurch Tausende von Fahrradstellplätzen weggefallen seien. Dasselbe wiederhole sich derzeit mit den Intercitys, die immer häufiger durch ICEs ersetzt würden.

Oberlandesgericht Düsseldorf

Keine Mitschuld wegen fehlenden Fahrradhelms

Kinder erhalten einem Urteil des Oberlandesgerichts (OLG) Düsseldorf zufolge bei einem Fahrradunfall mit Kopfverletzungen auch dann vollen Schadensersatz, wenn sie keinen Schutzhelm getragen haben. Der Allgemeine Deutsche Fahrrad-Club (ADFC) begrüßte dieses Urteil, da der Vorwurf der Mitschuld nach Auffassung des Verbandes "auf die Einführung einer Helmpflicht durch die Hintertür" hinausgelaufen wäre.

"Vorne dabei"

Fahrrad-Club ermöglicht Positionsbestimmung von Fahrradfahrern per GPS

Der Allgemeine Deutsche Fahrrad-Club (ADFC) ermöglicht Fahrradfahren per Satellitennavigation. Anfang der 80er gab der Club das deutschlandweit erste Fahrrad-Kartenwerk heraus. Jetzt steigt der Fahrradclub in die Satellitennavigation ein: Auch heute sei der ADFC "vorne dabei und präsentiert die überarbeiteten ADFC-Radtourenkarten fürs Radeln auch mit GPS". Frisch erschienen sind die drei ADFC-Radtourenkarten Oberbayern/München, Fränkische Alb/Altmühltal und Rhein/Neckar. Die hochpräzise digitale Kartengrundlage sei speziell für diesen Maßstab konzipiert worden und durch ein UTM-Koordinatengitter auch für GPS-Navigation geeignet. "Einfach per GPS-Gerät Position bestimmen lassen, Werte auf der Karte abgleichen", und schon ist klar, wo der Radler ist.

Radmarathon im Gedenken an Hiroshima

Ex-Radprofi Udo Bölts unterstützt die Pacemaker-Tour am 6. August

Anlässlich der durch Deutschland führenden Tour-de-France-Etappen am Freitag und Samstag verkünden die Organisatoren der Pacemaker-Tour prominente Unterstützung. Der ex-Radprofi Udo Bölz konnte für den Radmarathon am 6. August gewonnen werden, der an die Atombombenopfer von Hiroshima erinnert.

Innere Sicherheit

Gute Beleuchtung am Fahrrad kann Leben retten

In Deutschland gibt es rund 80 Millionen Fahrräder mit weiter steigender Tendenz. Nach der Ende Oktober durchgeführten Zeitumstellung auf Winterzeit sind in den Abendstunden viele Radfahrer oft aus Unachtsamkeit mit unzureichender Lichtausstattung oder sogar ganz ohne Beleuchtung unterwegs. Der Allgemeine Deutsche Fahrrad-Club (ADFC) Herne weist darauf hin, dass durch ein solches Verhalten sowohl die Radfahrer selbst als auch andere Verkehrsteilnehmer unnötig gefährdet werden. "Insbesondere die Eltern von Schulkindern, die nun morgens in der Dunkelheit fahren, sollten auf gut beleuchtete Fahrräder achten", so Peter Pochodzala vom ADFC, "hier kann für wenig Geld ein Mehr an Sicherheit erreicht werden." Der Verband weist weiter darauf hin, dass inzwischen deutlich verbesserte Beleuchtungstechniken entwickelt worden seien.

Spaß und Fahrraddemo

"In die Stadt ohne mein Auto" am 18. September in Deutschland

Der Allgemeine Deutsche Fahrrad-Club (ADFC) erwartet am Samstag, den 18. September 2004 mehrere tausend Fahrradfahrer zu vierten Kreisfahrt durch Berlin - rund 5.000 Teilnehmer waren es im vergangenen Jahr. "Die Fahrraddemonstration ist Teil des europaweiten Aktionstages ,In die Stadt - ohne mein Auto‘", sagt Benno Koch, ADFC-Landesvorsitzender in Berlin. Der Aktionstag findet europaweit regulär erst am Mittwoch statt. "Wir wollen allen Berlinern und vor allem auch denjenigen die ihr Rad bisher selten nutzen die Gelegenheit geben, die Stadt mit dem Fahrrad neu zu erfahren. Die Kreisfahrt ist aber auch ein Appell an Entscheidungsträger in allen Bereichen der Gesellschaft, das Fahrrad bei ihren Planungen immer zu berücksichtigen."

Fahrradsicherheit

Gemeinsame Wege für Radfahrer und Fußgänger bergen Gefahren

Auf gemeinsamen Geh- und Radwegen kommt es immer wieder zu Konflikten zwischen Fußgängern und Radfahrern. Der Allgemeine Deutsche Fahrrad-Club (ADFC) befürwortet deshalb die Trennung des Rad- und Fußgängerverkehrs. "Fußgänger fühlen sich gestört und sind oftmals gefährdet, Radfahrer können nicht zügig, sicher und komfortabel vorankommen", sagte ADFC-Bundesvorsitzender Karsten Hübener. Die unterschiedlichen Sicherheitsinteressen lassen sich nur durch die klare Trennung der Verkehrsflächen vereinbaren. Wenn der Platz für gesonderte Radwege nicht ausreicht, sollten Radfahrer besser auf der Fahrbahn als auf dem Fußweg fahren.

Urteil

Freies Fahrradparken weiterhin erlaubt

Freies und ungeordnetes Fahrradparken bleibt weiterhin erlaubt. Das geht nach Berichten des Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Clubs (ADFC) aus einem Urteil des Bundesverwaltungsgerichts hervor, das am Beispiel des Bahnhofsvorplatzes Lüneburg das Fahrradparkverbot für unwirksam erklärt hatte. Gegen behindernd parkende Fahrräder seien bereits jetzt im Rahmen der Straßenverkehrsordnung (StVO) ausreichende Maßnahmen möglich, so der ADFC.

Neun Prozent der täglichen Wege mit dem Fahrrad zurückgelegt

Neue Broschüre "Mobilität in Deutschland - Fahrradverkehr"

Das Bundesministerium für Verkehr, Bau- und Wohnungswesen (BMVBW) hat am Donnerstag die Broschüre "Mobilität in Deutschland - Fahrradverkehr" veröffentlicht. Dies veranlasste Manfred Stolpe, Bundesminister für Verkehr, Bau- und Wohnungswesen, zu der Aüßerung: "Die Förderung des Radverkehrs ist integraler Bestandteil der modernen und innovativen Verkehrspolitik der Bundesregierung.“ Das Bundesministerium hat in der Broschüre die wichtigsten Ergebnisse zur Fahrradnutzung im Alltagsverkehr zusammengestellt.

Bebauungspläne

Fahrrad- und Autoparkplätze gleichgestellt

Flächen für Fahrradparkplätze sollen künftig in kommunalen Bebauungsplänen vorab festgelegt werden. Das sieht die gerade erfolgte Novellierung des Baugesetzbuchs des Bundes vor. Der Allgemeine Deutsche Fahrrad-Club (ADFC) sieht darin einen "großen Schritt in Richtung Stadt der kurzen Wege", die der Bund im Nationalen Radverkehrsplan als Leitbild verankert hat. "Die gleiche Vorsorge für Fahrrad- und Autoparkplätze ist überfällig", sagte der ADFC-Vorsitzende Ulrich Syberg. Die bisherige Rechtslage nach dem Baugesetzbuch (§ 9) sah es nicht ausdrücklich vor, in Bebauungsplänen Flächen für das Abstellen von Fahrrädern vorzusehen.

Radverkehrsplan

Bundesverkehrsministerium ruft Arbeitseinheit für Fahrradverkehr ins Leben

Das Bundes-verkehrs-ministerium richtet eine eigene Arbeitseinheit "Fahrradverkehr" ein. Das berichtet der Allgemeine Deutsche Fahrrad-Club (ADFC). Sie solle die Umsetzung des Nationalen Radverkehrsplans stärken und Kontakte mit den maßgeblichen Akteuren pflegen. "Bisher drohten gute Ideen im Dschungel der Zuständigkeiten unterzugehen", so Karsten Hübener, Bundesvorsitzender des ADFC.

Toter Winkel

Weitwinkelspiegel für Lastwagen soll Pflicht werden

Für alle Lastwagen über 3,5 Tonnen soll ein zusätzlicher Weitwinkelspiegel auf der Beifahrerseite verpflichtend eingeführt werden. Das berichtet der Allgemeine Deutsche Fahrrad-Club (ADFC). Einen entsprechenden Entwurf zur Änderung der Straßenverkehrs-Zulassungs-Ordnung habe das Bundesministerium für Verkehr, Bau und Wohnungswesen jetzt vorgelegt. Damit erweitert das Ministerium eine Richtlinie der Europäischen Union, laut der ab Oktober 2006 nur alle Neufahrzeuge über 7,5 Tonnen den toten Winkel durch zusätzliche Spiegel oder Kameras verringern müssen.

Fahrradverkehr

Zusätzlicher Rückspiegel könnte 300 Unfalltote im Jahr vermeiden

Der Allgemeine Deutsche Fahrrad-Club (ADFC) in Berlin präsentierte am Montag erstmals den "Toter-Winkel-Spiegel" (DOBLI), mit dem die Zahl der schweren und tödlichen Fahrradunfälle im "Toten Winkel" in den Niederlanden um 42 Prozent gesenkt werden konnte. Initiator des DOBLI-Spiegel ist der niederländische Projektentwickler Wilbert van Waes. Gemeinsam mit dem Fahrlehrer Sjaak de Connick entwickelte van Waes diesen Spiegel, nachdem sein 13-jähriger Sohn 1997 auf dem Fahrrad im "Toten Winkel" eines Lkw sinnlos sterben musste.

Fahrrad auf Reisen

Radurlaub weiter mit starken Zuwachsraten

Fahrradtourismus verzeichnet weiterhin starke Zuwächse: 2,25 Millionen Deutsche verbrachten im Jahr 2003 ihren Urlaub im Fahrradsattel. Dies entspricht einer Zunahme von 12,5 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Dabei bleiben Deutschlands Radler vorwiegend im eigenen Land. 43,5 Prozent aller Deutschen sind im Urlaub mit dem Fahrrad aktiv, und für 78 Prozent der Radreisenden ist der Fahrradurlaub die Haupturlaubsreise. Zu diesen Ergebnissen kommt die Radreiseanalyse 2004, die der Allgemeine Deutsche Fahrrad-Club (ADFC) jetzt im Rahmen der Internationalen Tourismus-Börse in Berlin (ITB) vorstellte.

Fahrradklimatest 2003

Münster ist fahrradfreundlichste Großstadt

Die Gewinner des Fahrradklimatests 2003 stehen fest: Fahrradfreundlichste Großstadt ist Münster, das mit einer Durchschnittsnote von 1,88 auch klarer Gesamtsieger wurde. In der Gruppe bis 200.000 Einwohner geht der erste Preis an Erlangen, und bei den Städten bis 100.000 Einwohner siegte Bocholt. In einer großen bundesweiten Umfrage hatten der Allgemeine Deutsche Fahrrad-Club (ADFC) und der Bund für Umwelt und Naturschutz (BUND) gefragt, wie fahrradfreundlich Deutschlands Städte sind.

Nationaler Radverkehrsplan 2002-2012

Kampagne leidet an Imagemangel - Größte Fahrrad-Sternfahrt 2004 soll helfen

Der Nationale Radverkehrsplan 2002-2012 der Bundesregierung braucht mehr Schub. Das forderten Spitzenvertreter aus der mit dem Radverkehr befassten Politik, der Fahrradindustrie und Verwaltungen bei dem Workshop Imagekampagne "Fahrrad!" am 27. Oktober 2003 im Umweltbundesamt in Berlin. Eingeladen hatten das Bundesverkehrsministerium, das Umweltbundesamt, der Bund-Länder-Arbeitskreis "Radverkehr" und Bike-Brainpool, eine Organisation der Fahrradbranche. Die rund 50 Experten berieten und entwarfen gemeinsam Strategien für eine breite, bundesweite Öffentlichkeitsarbeit. Dabei soll ein zentrales Großereignis im kommenden Jahr helfen: die weltweit größte Fahrrad-Sternfahrt. Sie soll in einer noch auszuwählenden Stadt eine Viertel Million Radfahrer mobilisieren.

Trauer um Verkehrstote

Fahrraddemo und Mahnandacht der Grünen Radler am Sonntag

Die Grünen Radler demonstrieren am Sonntag, dem 2. November mit einer Fahrrad-Skater-Demonstration ab 14:00 Uhr vom Berliner Rathaus unter dem Thema: "Wir trauern um die Verkehrstoten". Als Abschlussveranstaltung findet um 16:00 Uhr an der Neuen Späthstraßen-Brücke eine Mahnandacht mit dem Umweltbeauftragten der Evangelischen Kirche in Berlin-Brandenburg Pfarrer Reinhard Dalchow und Mitgliedern des VCD Brandenburg statt.

Verkehr

Fahrradklimatest - Testen Sie die Fahrradfreundlichkeit Ihrer Stadt bis 16.11.

Trotz eines Anteils von neun Prozent an allen Wegen ist das Fahrrad in Politik und Öffentlichkeit weiterhin das am meisten unterschätzte Verkehrsmittel. Um dies zu ändern, hat die Bundesregierung nach langjähriger Lobbyarbeit der Fahrrad- und Umweltverbände im letzten Jahr den "Nationalen Radverkehrsplan 2002-2012" verabschiedet. Die in diesem Plan festgeschriebenen Ziele einer Stärkung der Fahrradpolitik müssen nun in konkrete Maßnahmen auf Bundes-, Landes- und kommunaler Ebene umgesetzt werden.