Ackerbewirtschaftung ohne Pflug führt zu besserem Boden ohne Ertragseinbußen

Landwirtschaft

Zur sechsten Jahrestagung trafen sich am 29.01.2004 250 Mitglieder und Gäste der Gesellschaft für konservierende Bodenbearbeitung im Forum der FAL in Braunschweig. Unter dem diesjährigen Schwerpunkt ?Systemorientiertes Management für konservierende Bodenbearbeitung? wurden Ergebnisse und Erfahrungen zur langjährigen Anwendung pflugloser Bodenbearbeitung von Wissenschaftlern, Beratern und praktischen Landwirten vorgestellt. Demnach würden nach der Ackerbewirtschaftung ohne Pflug keine Ertragsrückstände zu verzeichnen sein. Nach einer Umstellungsphase von 2-4 Jahren (je nach Standort) kommen die Vorteilswirkungen, wie verbesserte Bodenstruktur, bessere Wasserinfiltration, höherer Regenwurmbesatz, bessere Befahrbarkeit usw. zum Tragen.

Diese Feststellungen wurden von mehreren Referenten anhand von Betriebsbeispielen und Forschungsergebnissen aktuell belegt. So zeigte G. Teichmann, ein Betriebsleiter aus Niedersachsen, dass es nach neun Jahren ohne Pflugbearbeitung zu keinen Ertragsrückgängen gekommen ist und dass die Kosten, vor allem beim Dieselverbrauch und bei der Arbeitserledigung deutlich gesenkt werden konnten. Ein weiterer Beweggrund für ein Festhalten an der innovativen Art der Bodenbearbeitung war für den engagierten Landwirt der Bodenschutz: Im Zuckerrübenanbau schützt die Strohmulchdecke den Boden vor Abtrag durch Wasser, was auf einigen kupierten Flächen des Betriebes von enormer Bedeutung ist.