Kesselwagen mit Propangas bei Osnabrücker Hauptbahnhof explodiert

Keine Verletzten

Die Stadt Osnabrück ist nur knapp einer Katastrophe entgangen. Etwa 500 Meter vom Hauptbahnhof entfernt waren nach Angaben der Deutschen Bahn in der Nacht zu Donnerstag 20 der 35 Wagen eines Güterzuges aus bislang unbekannter Ursache entgleist. Ein mit 50 Tonnen Propan-Butangas-Gemisch beladener Waggon explodierte und brannte aus. Die Stichflamme war etwa 80 Meter hoch. Wie durch ein Wunder wurde niemand verletzt.

Das Feuer griff auf die ebenfalls entgleiste Lokomotive des Güterzuges über, die vollständig ausbrannte. Beide Lokführer konnten sich retten. Sie erlitten einen Schock und mussten in einem Krankenhaus ärztlich betreut werden. Die Männer konnten vorerst nicht zum Unfallgeschehen befragt werden, sagte ein Sprecher des Bundesgrenzschutzes (BGS) in Osnabrück.

Während ein Waggon explodierte, blieben zwei weitere mit jeweils 50 Tonnen explosivem Propan-Butangas-Gemisch beladene Kesselwagen sowie ein Waggon mit 50 Tonnen brennbarem Propylen-Gas unversehrt. Die übrigen Wagen des Zuges hatten nach Angaben der Bahn kein Gefahrgut geladen.

Das Unfallgebiet wurde weiträumig abgesperrt. Anwohner mussten ihre Häuser verlassen, konnten am Morgen aber wieder in ihre Wohnungen zurückkehren, teilte der BGS-Sprecher mit. Bis zu 200 Rettungskräfte von Feuerwehr, Technischem Hilfswerk, Polizei und BGS waren im Einsatz.

Der nach der Explosion entstandene Brand konnte nach mehreren Stunden gelöscht werden. Das aus einem beschädigten Kesselwagen austretende Propan-Butangas sei gezielt abgebrannt worden, damit es nicht ins Erdreich gelangte, sagte der BGS-Sprecher. Der Waggon wurde ebenso wie die anderen entgleisten Gefahrgutwagen von der Feuerwehr gekühlt. Explosionsgefahr bestehe jedoch nicht mehr.