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Solar- und Windstrom

"Speichertechnologien werden die Energiemärkte revolutionieren"

Unaufhörlich werde "von einschlägiger Seite die Behauptung wiederholt, dass Solar- und Windstrom nicht grundlastfähig seien und sich nicht speichern ließen, weshalb diese Lücken von atomaren und/oder fossilen Großkraftwerken gefüllt werden müssten." Für den Präsidenten der Europäischen Vereinigung für Erneuerbare Energien (EUROSOLAR), Hermann Scheer, sind das nichts anderes als "Techniklügen" mit denen "das Festhalten an konventionellen Kraftwerken begründet werden soll. Sie werden in Hessen vor allem von der CDU verbreitet", kritisierte Scheer, der im Falle eines Wahlsieges der SPD-Spitzenkandidatin Andrea Ypsilanti hessischer Minister für Wirtschaft und Umwelt werden soll, am 24. Oktober in Frankfurt. "Tatsächlich gibt es eine breite Palette technischer Lösungsansätze für eine ausschließlich auf erneuerbare Energien gründende Stromversorgung, bei der sich die Quellen erneuerbarer Energien wechselseitig ergänzen und mit denen ein breiter Ausbau von Solar- und Windkrafterzeugung realisiert werden kann", so Scheer.

Fusionsreaktor

Statt unrealistischer atomarer Blütenträume Sonnenenergie direkt nutzen

Zur Ankündigung der sechs Partner des ITER-Projektes (EU, Japan, Russland, die USA, China und Südkorea), die Sonne auf der Erde nachzubauen, um der Menschheit eine unerschöpfliche Energiequelle zu sichern, erklärte Irm Pontenagel, Geschäftsführerin EUROSOLAR: "Statt den 'Fusionsreaktor Sonne' auf der Erde nachzubauen, sollte die Energie der existierenden Sonne auf der Erde genutzt werden - als Licht- und Wärmestrahlung, in Form von Wind- und Wasserkraft, Biomasse und Geothermie. In 150 Millionen Kilometern Entfernung befindet sich nämlich bereits ein wunderbarer Fusionsreaktor, der auch schon lange in Betrieb ist - störungsfrei, für uns alle konzipiert, ohne radioaktive Abfälle, als dezentrale Energieversorgung."

Erneuerbare Energie

Neuer Typ von Windrädern in Betrieb

In Bremerhaven wurde am Freitag ein neuer Typ von Windrädern eingeweiht. Dies meldete das Bundesumweltministerium. Bei der Anlage "M5000" handele es sich um einen "Prototyp einer neuen Generation". Sie werde im Jahr über 15 Millionen Kilowattstunden Strom produzieren und so über 4.500 Haushalte versorgen können. Eine dieser Anlagen "erspare der Atmosphäre" so fast 10.000 Tonnen Kohlendioxid pro Jahr. Das Modell sei nach Angaben des Herstellers "Multibrid" speziell für den "Offshore-Windparks"-Einsatz auf See gedacht.

Erneuerbare Energiegewinnung

Getreide soll auch als Energielieferant dienen

Getreide soll als Bio-Brennstoff zugelassen werden und im kleinen Rahmen die Haushalte der Bauern versorgen, fordert das Hessische Umweltministerium. Hessen werde eine entsprechende Initiative im Bundesrat einbringen, sagte der Staatssekretär des Ministeriums Karl-Winfried Seif. Durch eine Änderung der Verordnung über kleine und mittlere Feuerungsanlagen soll es Landwirten möglich sein, Getreide in Kleinfeuerungsanlagen zu verbrennen, das wegen Pilzgiften nicht mehr verzehrt werden kann. Die neue Rechtslage würde die Bauern motivieren, spezielle Getreidesorten anzubauen, die extra für die Energieversorgung gezüchtet wurden.

Energie

Primärenergieverbrauch in Deutschland lag 2004 auf Vorjahresniveau

Der Primärenergieverbrauch in Deutschland blieb nach ersten Berechnungen der Arbeitsgemeinschaft Energiebilanzen im Jahr 2004 - trotz eines gesamtwirtschaftlichen Wachstums von 1,7 Prozent - mit rund 493 Mill. t SKE (14438 PJ) auf dem Niveau des Vorjahres. Der Mineralölverbrauch unterschritt mit rund 179 Mill. t SKE nur knapp die Vorjahresmenge. Die Entwicklung verlief bei den einzelnen Produkten unterschiedlich.

Energie 2005

Ab 10. Januar Deutsche Hauptstadt der Energiesparer gesucht

Am 10. Januar 2005 ruft Bundesumweltminister Jürgen Trittin als Schirmherr zum bundesweiten Wettbewerb "Energiesparkommune" auf. Der hohe Energieverbrauch ist hauptverantwortlich für Treibhauseffekt und andere Umweltbelastungen. Jede eingesparte Kilowattstunde bedeutet einen Gewinn für den Klimaschutz. Viele Städte und Gemeinden haben bereits wirksame Schritte unternommen, um den Energieverbrauch einzudämmen und durch mehr Effizienz knappe Ressourcen wie Kohle, Öl und Gas zu schonen. Mit dem Wettbewerb "Energiesparkommune" will die Deutsche Umwelthilfe (DUH) die vielfältigen Spar- und Effizienzansätze von Städten und Gemeinden bundesweit bekannt machen und zur Nachahmung empfehlen.

Erneuerbare-Energie-Gesetz

Novellierung des EEG bringt Licht an den trüben Klimahorizont

Der vorgelegte Entwurf zur Novellierung des Erneuerbare Energien Gesetzes (EEG) stößt bei den Umweltorganisationen BUND, Forum Umwelt und Entwicklung, Germanwatch, Greenpeace, NABU und WWF auf Zustimmung. Das EEG habe sich als erfolgreiches Instrument zur Förderung der erneuerbaren Energien erwiesen und sei zu einem essenziellen Standbein der deutschen Klimaschutzpolitik geworden. Nach Einschätzung der Verbände gehe von dem Gesetzentwurf ein wichtiges Signal für eine nachhaltige Energieversorgung aus. Deutschland könne seine Klimaschutzziele nur erfüllen, wenn der Ausbau der erneuerbaren Energien konsequent vorangetrieben werde.

Beratungen in Montecatini

Ein Prozent weniger Energieverbrauch in der EU

Am heutigen Mittwoch treffen sich im italienischen Montecatini die Wirtschafts- und Umweltminister der EU-Länder, um die künftige europäische Klimaschutzstrategie zu besprechen. Die Umweltorganisation WWF begrüßt das Treffen. Die EU müsse alles tun, um den weltweiten Temperaturanstieg in diesem Jahrhundert auf unterhalb von zwei Grad Celsius zu begrenzen. Entscheidend sei es, die erneuerbaren Energie weiter konsequent auszubauen und endlich mit der Energieeinsparung Ernst zu machen. Darüber hinaus müsse der Energieverbrauch innerhalb der EU jährlich um mindestens ein Prozent gedrosselt werden.

Alternative Energien

Mehr Windenergie in Österreich

Windenergie gewinnt auch in Österreich an Beliebtheit. Der größte Windstromproduzent, die WEB Windenergie AG, stehe vor einem erneuten Wachstumsschub. Nach eigenen Angaben wird im Rahmen der fünften Kapitalerhöhung 12,5 Millionen Euro zusätzliches Eigenkapital für neue Projekte geholt. Damit wolle der Windkraftstromproduzent, der in Österreich und Deutschland Windparks betreibt, weitere zwei Parks mit 17 Windkraftanlagen errichten.

Gegen Kohlesubventionen

Alternative Energie schafft Arbeitsplätze

Das Umweltbundesamt (UBA) fordert einen deutlich schnelleren Abbau der Steinkohlesubventionen, als es die Spitzen der rot-grünen Koalition in Nordrhein-Westfalen Anfang der Woche beschlossen haben. Das würde "die Wirtschaft ankurbeln, Arbeitsplätze schaffen und zudem ökologisch positive Wirkungen erbringen", zitiert DIE ZEIT eine noch unveröffentlichte UBA-Studie. Mit immerhin 9.000 zusätzlichen Arbeitsplätzen sei zu rechnen, wenn statt des Kohleabbaus die Wärmeerzeugung aus Sonnenenergie und Biomasse gefördert würde.

Alternative Energien

Weintrauben geben Strom

Forscher der University of Texas/Austin haben aus Weintrauben elektrische Energie extrahiert. Die Energie stamme aus dem Elektronentransfer von Glukose zum Sauerstoff bei der Umwandlung in Kohlendioxid und Wasser. In der Fachsprache wird die diesbezügliche Anordnung als Bio-Brennstoffzelle bezeichnet. Bislang produziere die Zelle eine Leistung von 2,4 Mikrowatt. Um eine Glühbirne zum Leuchten zu bringen wären Millionen Weintrauben nötig, so die Forscher. Für den Antrieb eines Silizium-Chips in einem Minisensor würde die Bio-Brennstoffzelle aber bereits ausreichen.

Alternative Energien

Mehr Sonnenstrom in Marokko

In Marokko wird am heutigen Dienstag mit der 100. Photovoltaik-Anlage eines der größten Projekte dieser Art weltweit eingeweiht. Das Gesamtvorhaben, das von der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) mit rund fünf Millionen Euro unterstützt wird, sehe die Ausstattung von 16000 Familien in ländlichen Regionen mit photovoltaischen Haushaltssystemen vor. Diese Familien hätten bisher keinerlei Zugang zu Strom, so die KfW. Die Bedeutung von photovoltaischen Anlagen in ländlichen Regionen Marokkos sei enorm, da nur 40 % der ländlichen Bevölkerung bisher Zugang zu Elektrizität hätten.

Alternative Energien

Neue Technik soll Solarzellen konkurrenzfähig machen

Da Solarzellen aus äußerst reinem und damit in der Produktion teurem Silizium bestehen, kann Solarstrom bisher wirtschaftlich noch nicht mit konventionellen Energiearten konkurrieren. Wissenschaftler der University of California/Santa Barbara haben jetzt eine laut eigenen Angaben kostengünstige Alternative zu herkömmlichen Solarzellen entwickelt. Der Trick: Die Aufgaben des Siliziums in der Solarzelle wurden auf ein mehrschichtiges Material verteilt. Bislang betrage die Effizienz, mit der das vielschichtige Material Sonnenlicht in elektrischen Strom umwandele, allerdings weniger als ein Prozent. Im Vergleich dazu erreichen Silizium-Solarzellen rund 15 Prozent. Die Forscher rechnen jedoch damit, dass durch eine Vergrößerung der Oberfläche die Effizienz gesteigert werden kann.

Alternative Energien

Leistungsfähige Solarzellen sind nur Millimeter dünn

"PowerFilm" nennt sich eine neue Art von Solarzellen, die am 12. Januar bei der International Consumer Electronics Show in Las Vegas vorgestellt wird. Nach Angaben der Herstellerfirma Iowa Thin Film Technologies (ITFT) sollen die papierdünnen Stromerzeuger gerollt und verbogen werden könne. Auch freier Fall oder das Betereten der Flächen, wie auch die Durchlöcherung mit Kugeln solle die prinzipielle Funktionsfähigkeit nicht beeinträchtigen.

Alternative Energien

Deutschland bei Windkraftnutzung an der Spitze

Deutschland behauptet sich bei der Nutzung von Windkraft zur Stromgewinnung weiter mit Abstand an der Weltspitze. Ende 2002 werden rund um den Globus voraussichtlich mehr als 30 000 Megawatt Windkraftleistung installiert sein, sagte Norbert Allnoch, Leiter des Internationalen Wirtschaftsforums Regenerative Energien (IWR), am Mittwoch auf einer Fachtagung in Grevenbroich. Im vergangenen Jahr seien es rund 25 000 Megawatt gewesen. Allein in Deutschland würden zum Jahresende Windenergieanlagen mit einer Leistung von rund 12 000 Megawatt Strom erzeugen, nach 8712 Megawatt im Dezember 2001. Laut Branchenangaben seien derzeit bundesweit bereits rund 40 000 Arbeitnehmer im Bereich der Windenergie tätig.

Energy Globe 2003 ausgeschrieben

10.000 Euro für Energieprojekte

Der oberösterreichische Energiesparverband hat den Energy Globe 2003 ausgeschrieben. Der Preis ist in jeder Kategorie mit 10.000 Euro dotiert und wird am 5. März zum vierten Mal im Rahmen einer internationalen Gala verliehen. Die Siegerprojekte werden auf der internationalen Konferenz "Weltenergiespartag 2003" und auf der Energiesparmesse vom 6. bis 9. März 2003 in Wels vorgestellt.

Internationale Sonnenenergie-Messe Intersolar 2002

240 Aussteller zeigen Neuheiten der Solartechnik

In Freiburg hat am Freitag die internationale Sonnenenergie-Messe Intersolar 2002 begonnen. Bis zum Sonntag präsentieren auf der Fachmesse rund 240 Aussteller aus 17 Ländern Trends und Produkte der Solartechnik. Eröffnet wurde die nach Veranstalterangaben wichtigste europäische Solar-Messe von Bundesumweltminister Jürgen Trittin (Grüne). Trittin verwies darauf, dass die Solarbranche ihren Umsatz seit 1998 versechsfacht habe. Sie trage nicht nur zum Klimaschutz bei, sondern sei mit 120.000 Beschäftigten auch ein wichtiger Arbeitgeber.

Müllverwertung

Kontainergroße Anlage verwandelt Müll in Energie

Im südafrikanischen Kapstadt sollen künftig Klärschlamm und Müll in Elektrizität, Brennstoffe und Ziegel für Billighäuser umgewandelt werden. Zu diesem Zweck haben das US-Unternehmen Solid Waste Technologie und das auf den Bahamas angesiedelte Biotech-Unternehmen Kwikpower International ein Joint Venture gegründet.

Klimaschutz

Ineffiziente Kühlgeräte verschwenden soviel Strom wie alternative Energie bringt

Optimierte Elektromotoren in Kühlgeräten könnten Strom in Höhe von 28 Milliarden Kilowattstunden sparen. Das entspricht der gesamten deutschen Stromerzeugung aus regenerativen Energien oder dem Verbrauch von sieben Millionen Haushalten, in denen vier Personen leben.