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Dramatische Beschleunigung der Klimakatastrophe – erstmals CO2-Konzentration auf 400 ppm

Hawaii Klimakatastrophe – erstmals CO2-Konzentration auf 400 ppm

Hawaii KlimakatastropheErstmals wurden in Mauna Loa letzte Woche auf Hawaii eine CO2 Konzentration von über 400 parts per million (ppm) gemessen. Ein Rekordhoch, welches letztmals vor etwa drei Millionen Jahren im Pliozän vorkam. Damals waren Grönland und die Arktis eisfrei, in Kanada gab es tropische Wälder und der Meeresspiegel war etwa 40 Meter höher als heute. Da die Erdtemperatur zeitverzögert dem Anstieg des CO2-Gehaltes folgt, kann man nur ahnen wohin die Mutter Erde steuert.

Globale Abkühlung ist notwendig und erreichbar

Wetter: Die Klimafrage und die Politik der Kanzlerin

Hans-Josef-Fell zur Klimaveränderung Die pessimistischen Ausblicke der Umweltminister und der Kanzlerin auf dem 3. Petersberger Klimadialog sind verantwortungslos. So forderte Merkel lediglich, dass ein „Temperaturanstieg stärker als 2 Grad Celsius" vermieden werden muss. Die Weltgemeinschaft darf eine Erderwärmung auf 2 Grad Celsius nicht einfach akzeptieren. Wenn wir uns anschauen, wie massiv und stark die Klimaschäden bereits bei der erreichten Welterwärmung von 0,8 Grad Celsius sind, ist jede weitere Erwärmung verantwortungslos. Solche pessisimistischen Forderungen können nur damit erklärt werden, dass selbst die Umweltminister die Klimafrage immer noch durch die Interessensbrille der fossilen Energiewirtschaft betrachten. Es gibt keinen vernünftigen Grund anzunehmen, warum das Wachstum der Erneuerbaren Energien - als wichtigste und erfolgreichste Klimaschutzmaßnahme - nach den erfolgten immensen Kostensenkungen sich nun weltweit verlangsamen soll. Sogar eine Abkühlung der Welttemperatur ist in einigen Jahrzehnten machbar, wenn nur ein Teil der Weltgemeinschaft an einem Strang zieht. Ein weltweites Klimaschutzabkommen ist dafür nicht machbar. Aufgezeigt ist dies in meinem gerade in San Francisco veröffentlichten Neuen Buch „Global Cooling – Strategies for Climate Protection“. Wesentliche Bausteine für eine Strategie der globalen Abkühlung sind die Beendigung der Nutzung der fossilen Rohstoffe genauso, wie eine Kohlenstoffreinigung der Atmosphäre. Beides ist machbar und ökonomisch vorteilhaft. Im Zentrum steht die weltweite Umstellung auf 100% Erneuerbare Energien und eine Umstellung der weltweiten Landwirtschaft auf nachhaltige Anbaumethoden.

Sonnenaktivitäten werden Erdtemperatur zusätzlich aufheizen

NASA meldet Sonneneruption

Die Sonne hat eine jahrelange Phase mit geringer Energieabstrahlung hinter sich gelassen. Die heutige, von NASA gemeldete extreme Sonneneruption wird nicht nur zu einer Störung von Telekommunikation und Stromversorgung führen können; sie zeigt vor allem, dass die solare Energieabstrahlung wieder zunehmen wird. Dies wird eine erhebliche beschleunigende Wirkung auf die von den Menschen verursachte Erderwärmung haben - mit all den fatalen Folgen von zusätzlicher und stärkerer Wetterextreme, wie Stürme, Überflutungen, Dürren u.a.

Klima

Jahresrückblick 2010 - Dezember

Wüste

Der Klima-Kongress in Cancún
verkündet: Es gibt was zu tun.
Wie Klimaschutz geht,
wird dort nicht konkret.
Ergebnis: Die Welt kann noch ruh’n.“

Sachverständigenrat für Umweltfragen

Atomkraft trägt laut Hohmeyer kaum zum Klimaschutz bei

Die Forderungen nach längeren Laufzeiten deutscher Atomkraftwerke stoßen bei dem Energieexperten Olav Hohmeyer auf deutliche Kritik. Man wisse sehr genau, dass die Kernenergie "keinen wesentlichen Lösungsbeitrag" beim Klimaschutz leisten könne, sagte das Mitglied im Sachverständigenrat für Umweltfragen am Donnerstag (10. Juli) nach der konstituierenden Sitzung des neu zusammengesetzten Gremiums in Berlin. Dies sei durch vielfältige Studien aufgezeigt worden. Das Interesse an Laufzeitverlängerungen für die Atommeiler habe mit dem Klimawandel wenig zu tun, bemängelte Hohmeyer, der auch Mitglied des Weltklimarates (IPCC) ist. Der Grund liege vielmehr darin, "dass man mal in eine bestimmte Technologie investiert hat und gerne möglichst lange mit dieser Technologie Geld verdienen möchte". Weder die Kernenergie noch Kohlekraftwerke könnten tragfähige Lösungen beim Klimaschutz bieten, sagte der Professor für Energie- und Ressourcenwirtschaft.

"Industrie rechnet sich künstlich arm"

Umweltbundesamts weist BDI-Studie zu Klimaschutzkosten zurück

Der Präsident des Umweltbundesamts, Andreas Troge, weist die Einschätzung des Bundesverbands der Deutschen Industrie (BDI) zu den Möglichkeiten einer Reduzierung von Treibhausgasen zurück. Eine Studie, nach der bis 2020 allenfalls eine Reduzierung der Treibhausgase um 31 statt wie von der Bundesregierung gefordert um 40 Prozent möglich ist, berücksichtige kostengünstige Möglichkeiten zur Kohlendioxideinsparung nur unzureichend, sagte Troge der "Passauer Neuen Presse". So gehe der BDI für die nächsten Jahre lediglich von einem relativ geringen Anteil der Energieerzeugung aus Kraft-Wärme-Kopplung sowie von relativ wenig Einsatz erneuerbarer Energien aus. Auch unterstelle der BDI einen viel zu niedrigen Ölpreis.

"Falscher Ölpreis"

Treibhausgasemissionen - BDI-McKinsey-Klimastudie in der Diskussion

Der Bundesverband der Deutschen Industrie (BDI) und die Unternehmensberatung McKinsey & Company haben am 25. September gemeinsam in Berlin eine Studie mit dem Titel "Kosten und Potenziale der Vermeidung von Treibhausgasemissionen in Deutschland" veröffentlicht. Nach Darstellung der Herausgeber handelt es sich um die weltweit erste umfassende betriebswirtschaftliche Analyse aller wesentlichen Klimaschutztechnologien einschließlich der Angaben zu den Kosten "aus Sicht der Entscheider" in Euro pro eingesparte Tonne Treibhausgas. "Mit der Studie liefern wir einen essenziellen Beitrag zur Bewertung der klima- und energiepolitischen Pläne der Bundesregierung. Wir verstehen die Studie als ein Angebot zur Zusammenarbeit mit der Bundesregierung", so BDI-Präsident Jürgen Thumann. Der Bundesverband Erneuerbare Energie (BEE) hält die Studie für grob fehlerbehaftet: Es sei mit einem "falschen Ölpreis" gerechnet worden, der sogar den eigenen Annahmen in anderen Studien widerspreche.

Lageentwicklung

BKA-Chef warnt vor Klima der Gewalt beim G8-Gipfel

Der Chef des Bundeskriminalamtes (BKA), Jörg Ziercke, will ein Klima der Gewalt beim G8-Gipfel im mecklenburgischen Heiligendamm verhindern. "Wir müssen ausschließen, dass es zu Ausschreitungen und Anschlägen kommt und die Konferenz dadurch gestört wird", sagte Ziercke der Zeitung "Die Welt". Ziercke äußerte sich besorgt darüber, dass die Sicherheitsbehörden seit Anfang des Jahres eine verstärkte Zunahme von Straftaten aus einem linksextremistischen, militanten Umfeld in Deutschland registrierten. "Wir können nicht zulassen, dass sich diese Lageentwicklung weiter verschärft", sagte er.

"Politischer Kompromiss auf niedrigem Niveau"

Kurzfassung des UN-Klimaberichts soll "wahre Gefahr" verschleiern

Die Kurzfassung des vergangene Woche veröffentlichten neuen UN-Klimaberichts verschleiert nach Ansicht eines der Autoren der Studie das wahre Bedrohungspotenzial durch den Temperaturanstieg. Nur "die Spitze des Eisbergs" der drängenden Fakten zum Klimawandel seien in die jetzt beschlossene Zusammenfassung für politische Entscheidungsträger eingegangen, behauptet der Umweltwissenschaftler der Universität Kassel, Joseph Alcamo.

20 oder 30 Prozent Minderung

EU-Umweltministerrat verabschiedete Klimaschutzziele

Der Rat der europäischen Umweltminister hat am 20. Februar in Brüssel Klimaschutzziele bis 2020 und ein Verhandlungspaket der EU für ein Klimaschutzabkommen nach 2012 verabschiedet. Nach dem Beschluss will sich die EU im Rahmen eines internationalen Klimaschutzabkommens verpflichten, ihre Treibhausgasemissionen gegenüber dem Bezugsjahr 1990 bis 2020 um 30 Prozent zu senken. Bis und sofern ein neues Abkommen vereinbart ist und unabhängig von ihrer Position in den internationalen Verhandlungen, will die EU ihre Emissionen lediglich um mindestens 20 Prozent mindern.

Selbstverpflichtung

Brandschützer wollen auf klimaschädliches Löschmittel verzichten

Nach Mitteilung des Bundesumweltministeriums will "der Bundesverband Technischer Brandschutz" (bvfa) künftig in Deutschland auf den Einsatz des klimaschädlichen Gases HFKW R 23 in Löschmitteln verzichten. R23, das zur Gruppe teilfluorierter Kohlenwasserstoffe gehöre, habe ein 12.000 Mal größeres Treibhauspotenzial als Kohlendioxid. Wie das Ministerium weiterhin mitteilt, gehört R 23 zwar zu den vom Kyoto-Protokoll erfassten Treibhausgasen. Dennoch könnten klimaschädliche Löschmittel in Deutschland die Zulasssung erhalten. Daran soll sich offenbar auch in Zukunft nichts ändern.

Prognose

2050 könnten zwei Milliarden Autos das globale Klima aufheizen

Auf dem internationalen "Zukunftspodium Automobil" in Luzern diskutierten am Mittwoch Experten die Zusammenhänge von Klimawandel, Ölreserven sowie notwendige neue Denkansätze zur Mobilität in Industrie und Gesellschaft. Nach Prognosen von British Petroleum werde der weltweite Fahrzeugbestand von heute rund 800 Millionen Autos bis zum Jahr 2050 auf rund 2 Milliarden Fahrzeuge steigen. Noch vor gut 40 Jahren betrug der globale Fahrzeugbestand erst 60 Millionen Autos. Zugleich werde die weltweite Energienachfrage bis zum Jahr 2030 um 60 Prozent zunehmen. Nach wie vor werde Erdöl dabei den größten Teil des globalen Energiebedarfs decken.

Afrika

Klimaänderungen führen offenbar zu Hungersnöten

Im Sahelstaat Niger sind Angaben der Hilfsorganisationen "Ärzte ohne Grenzen" und "World Vision" zufolge bis zu vier Millionen Menschen vom Hungertod bedroht. Auch im Sudan herrscht eine Hungersnot. Veränderte klimatische Bedingungen, insbesondere langanhaltende Trockenheit und die Heuschreckenplage im Vorjahr, haben verheerende Schäden an der Landwirtschaft verursacht, berichtet BBC-Online.

Unliebsame Ergebnisse

US-Klimaforscher unter politischem Druck

Drei amerikanische Klimaforscher sind durch einen republikanischen Kongressabgeordneten aufgefordert worden, ihre gesamte Karriere und die Erkenntnisse ihrer Forschung offen zu legen. Führende Wissenschaftsverbände der Vereinigten Staaten haben gegen dieses Vorgehen protestiert, weil sie darin den Versuch sehen, unerwünschte wissenschaftliche Daten zu unterdrücken. Weil der republikanische Kongress-Abgeordnete Joe Barton die Studien von Klimaforschern anzweifelte, hatte er das Privatleben inklusive der finanziellen Hintergründe der drei Klimaexperten Michael Mann, Raymond Bradley und Malcolm Hughes durchleuchtet.

G8-Gipfel

Europa soll Tempo beim Klimaschutz vorgeben

Die Europäer müssen beim G8-Gipfel in Schottland das Tempo beim Klimaschutz vorgeben, fordert der WWF. Schon vor dem offiziellen Beginn des Gipfels laufen hinter den Kulissen die Verhandlungen über den Text des Abschlußkommuniqués. "Es besteht die Gefahr, dass sich die Europäer von der Bush-Administration über den Tisch ziehen lassen", fürchtet Jennifer Morgen, Leiterin des internationalen Klimaprogramms des WWF. Die bisher bekannt gewordenen Formulierungen seien windelweich und blieben weit hinter den notwendigen Maßnahmen zurück.

CO2-Minderung

Deutsche Firmen können Klima auch im Ausland schützen

Deutsche Firmen sollen ihre Klimaschutz-Verpflichtungen künftig auch im Ausland erfüllen können. Nach einem Beschluss der Bundesregierung vom Mittwoch soll es den Unternehmen künftig ermöglicht werden, Klimaschutzprojekte gemeinsam mit Firmen in mittel- und osteuropäischen Staaten umzusetzen oder in Entwicklungsländern zu realisieren. Derartige Klimaschutzprojekte können nach Angaben des Umweltministeriums deutlich niedrigere Kosten für die Minderung von Treibhausgasemissionen erzeugen als Maßnahmen in Deutschland oder der Kauf von Emissionszertifikaten im europäischen Emissionshandel.

Kyoto als Anfang

Klima-Baustelle vor dem Bonner Rathaus

Das Klimaschutzabkommen von Kyoto, das am Donnerstag in Kraft tritt, ist für die Greenpeace-Jugendlichen erst der Anfang eines wirkungsvollen Klimaschutzes. Zum Festakt errichteten daher 30 Greenpeace-Jugendliche in Bauarbeiter-Montur vor dem Alten Rathaus in Bonn ein Fundament aus Ytongsteinen für die vom Klimawandel bedrohte Erdkugel. Die Steine sind versehen mit den Flaggen der Staaten, die das Kyoto-Protokoll unterzeichnet haben. In dem Fundament klafft eine große Lücke: Der Stein der USA liegt daneben - das Land verweigert sich nach wie vor der einzigen internationalen Anstrengung, den Klimawandel aufzuhalten.

Temperaturerhöhung

Klimawandel beeinflusst biologische Vielfalt

Nachdem der Klimawandel durch Temperaturerhöhungen und CO2-Zunahme in der Atmosphäre bereits messbar ist, lässt er sich auch an Pflanzen und Tieren in der heimischen Natur nachweisen. Das berichtet das Bundesamt für Naturschutz (BfN). So würden Pflanzen früher blühen und fruchten, Zugvögel im Winter nicht mehr fortziehen und die Bewohner der Meere ihr Wanderungsverhalten verändern. Viele Arten reagierten bereits auf die Klimaveränderungen, indem sie ihr Verhalten verändern, ihren Lebensrhythmus anpassen oder sich ihre Verbreitungsgebiete verschieben würden. Die Auswirkungen dieser Veränderungen seien dabei kaum vorhersagbar.

Klimaschutz

Wirkung von Klimaänderungen in Europa bereits erkennbar

Die Ergebnisse einer Studie der Europäischen Umweltagentur in Kopenhagen zeigen, dass sich auch in Europa das Klima in den vergangenen hundert Jahren deutlich verändert hat und dass in vielen Bereichen bereits Auswirkungen des Klimawandels erkennbar sind. Beispielsweise nehmen die Verluste der Versicherungsbranche - auch durch häufigere extreme Wetterereignisse verursacht - deutlich zu. Steigende Temperaturen und Hitzewellen führen zu Gesundheitsproblemen.

Erwärmung lässt Spezies verschwinden

Klimaänderung stört auch Leben der Tiefsee

Wissenschaftler der Scripps Institution of Oceanography in La Jolla/Kalifornien haben nun nachgewiesen, dass der Klimawandel auch Einfluss auf die Organismen der Tiefsee hat. Demnach reagieren die Lebewesen am Meeresgrund extrem empfindlich auf Temperaturschwankungen, berichten die Wissenschaftler in der jüngsten Ausgabe des Wissenschaftsmagazins Science. Bisher, haben Wissenschaftler angenommen, sei das Leben in Tiefen von 4.000 Metern und darunter von der Veränderung des Oberflächenklimas verschont geblieben.