Alarmwert wurde dieses Jahr nicht überschritten

Ozon-Belastung

Der EU-weit geltende Alarmwert von 360 Mikrogramm pro Kubikmeter Luft wurde in Deutschland nicht überschritten, wie das Umweltbundesamt am Freitag in Berlin mitteilte. Der Wert von 180 Mikrogramm pro Kubikmeter, ab dem erste gesundheitliche Beeinträchtigungen auftreten können, wurde an 151 der bundesweit 362 Messstellen überschritten. Verteilt auf 27 Tage wurden 634 Stunden mit erhöhten Ozonwerten registriert. Die Ozonbelastung gehe jedoch seit Anfang der 90er Jahre kontinuierlich zurück.

Die höchste Ozonkonzentration wurde zwischen dem 17. und 19. Juli im hessischen Gießen mit 292 Mikrogramm pro Kubikmeter gemessen. Zu dieser Zeit lag die Konzentration zwischen Mittelhessen und dem Rheingraben durchweg bei über 240 Mikrogramm pro Kubikmeter.

US-Agency überprüft zur Zeit Standards

Kurzfristige Anstiege in der Ozonimmission führen in Städten zu höheren Sterberaten. Zu diesem Ergebnis ist die größte je zu diesem Thema durchgeführte Studie der Yale University gekommen. Diese Untersuchung könnte einen wichtigen Einfluss auf zukünftige Entscheidungen in Hinblick auf die Ozonstandards haben. Die US Environmental Protection Agency überprüft derzeit ihre Standards für die maximalen täglichen Ozonwerte. Bodennahes Ozon wird zum Großteil durch den Menschen verursacht. Die Ozon-Gesamtmenge hat sich seit 1900 verdoppelt.

Das gasförmige Ozon entsteht, wenn Sonnenlicht mit den Abgasen von Fahrzeugen und Kraftwerken interagiert. Bei hohen Lufttemperaturen kommt es zu einem Anstieg der Ozonbelastung.

Das Team um Michelle Bell analysierte für seine Studie die Todesstatistiken aus 95 US-Städten und konnte damit rund 40 Prozent der Verschmutzung für einen Zeitraum von 14 Jahren abdecken. Es zeigte sich, dass die Wahrscheinlichkeit an einem bestimmten Tag zu sterben um 0,52 Prozent steigt, wenn die Ozonwerte in der vorherigen Woche um zehn Teile pro Milliarde (ppb) anstiegen. Bell erklärte gegenüber NewScientist, dass eine Verringerung der Ozonwerte um zehn ppb in den USA das Leben von 4.000 Menschen retten würde. Die Vorteile könnten sogar noch größer sein, wenn man den gesamten Einfluss von Ozon auf die Sterblichkeit berücksichtigte. Die Auswirkungen eines lebenslangen Kontaktes mit Ozon seien dabei nämlich noch nicht eingerechnet, so Bell.

Untersuchungen zu den negativen gesundheitlichen Auswirkungen von Ozon führten 1997 zu einer Verringerung der in den Vereinigten Staaten erlaubten Werte von 120 ppb für die am stärksten belastete Stunde eines Tages auf 80 ppb über einen Zeitraum von acht Stunden. Diese Werte könnten nochmals gesenkt werden. Die aktuelle Studie zeigte, dass ein Ansteigen des Ozon um zehn ppb, auch wenn es unterhalb der derzeitigen Höchstwerte lag, das Todesrisiko am folgenden Tag noch immer um 0,15 Prozent erhöhte. Frühere Studien haben nachgewiesen, dass Ozon eine Entzündung der Lunge verursacht und sowohl die Anzahl der Krankenhausaufenthalte als auch der Asthmaanfälle erhöht.

Am 17. Nov. 2004

20 Prozent unter Durchschnitt

Die Region der Arktis, die von Treibeis bedeckt ist, wird nach jüngsten Forschungsergebnissen des amerikanischen National Snow and Ice Data Center (NSIDC) in Boulder/Colorado immer kleiner. Die Werte für September 2005 haben nach Angaben des NSIDC einen neuen Tiefstand erreicht. Demnach war in den vergangenen 100 Jahren noch nie so wenig Eis in der Region.

Das Klima in der Arktis unterliege natürlichen jährlichen Schwankungen. Dennoch machen die Forscher die globale Erwärmung, die von Menschenhand verursacht sei, teilweise für den Rückgang des Eises verantwortlich. Die Wissenschaftler befürchten, dass das Abschmelzen der Polkappen in den kommenden Jahren noch weitergehen wird.

"Der September 2005 ist ein neuer Rekord: Das ist die kleinste Eisfläche, seit 1978 die ersten Satellitenmessungen erfolgt sind. Außerdem ist es die Fortsetzung von vier aufeinander folgenden Jahren, in denen das Eis stetig abgenommen hat", so NSIDC-Forscher Mark Serreze.

Im September sei die Eisfläche in der Arktis immer am geringsten. Am 19. September war die eisbedeckte Fläche laut NSIDC 5,35 Millionen Quadratkilometer groß. Das sind offenbar 20 Prozent weniger als im Durchschnitt der Jahre 1978 bis 2000.

Wenn das Eis mit einer solchen Geschwindigkeit weiter abnimmt, wird es nach Einschätzung der NSIDC-Forscher im Sommer 2060 kein Eis mehr am Nordpol geben.

Die derzeitige Fläche sei geringer ist als während der Wärmeperioden in den 1930er und 1940er Jahren. Für Serreze ist das ein Beweis für eine Klimaänderung, die aufgrund menschlicher Aktivität einsetzt. "Das ist immer noch eine kontroversielle Meinung, da es permanent Unsicherheiten gibt. Das Klimasystem hat viele natürliche Schwankungen und daher gibt es viele Unklarheiten, insbesondere in der Arktis", sagte der Klimaforscher. Der Beweis, dass durch menschliche Aktivitäten der Treibhauseffekt angeheizt wird, werde immer evidenter.

Einer der größten Nachteile des Messsystems sei jedoch, dass damit nur die Ausdehnung des Eises, nicht aber das Volumen gemessen werden könne.

Für den Fall, dass das arktische Eis schmilzt, erwarten die Forscher weitere negative Folgen: "Wenn das Eis geschmolzen ist, wird das dunkle Wasser des nördlichen Eismeers die Erwärmung zusätzlich anheizen, da die dunkle Wasserfläche die Wärme besser absorbiert als etwa das helle Eis", so Serreze. Die Ozeane würden sich daraufhin aufheizen. Das würde dann auch eine Eisbildung im Spätherbst und im Winter erschweren.

Am 29. Sep. 2005

Stuttgart 21

<<Wunderliche Welten>>

Die ultimative Problemlösungsstrategie für Politik, Wut- und Mutbürger! Im Kleinen wie im Großen, wobei die Einsparmöglichkeiten beim Miniaturformat enorm sind. Konstruktivität und Phantasie sind gefragt. Von Loriot über die Augsburger Puppenkiste, wir schöpfen unser Potential bei weitem nicht aus!

Stuttgart-21

Gestern war es soweit, die Deutsche Bahn wollte den Bau-Stopp am Stuttgarter Bahnhofsprojekt beenden und schon formierten sich die Bahnhofsgegner und ließen die Bauarbeiter nicht passieren.

Bevor sich alle jetzt wieder in unendliche Querelen stürzen, wollte ich eben ein Konzept vorschlagen, das Zeit, Geld und Nerven erspart.

Was ist mit der guten alten Modelleisenbahn?

Damit könnte ein Stresstest im Kleinen nachgespielt werden. Gleichzeitig werden Zinnsoldaten wieder aus alten Spielzeugkisten hervor gekramt. Ein Teil der Krieger steht für die Befürworter, der andere für die Gegner des Bauvorhabens. Die Zinnmänner müssten in unterschiedlichen Farben lackiert sein, damit man auch erkennt, wer zu welcher Truppe gehört.

Damit sind die Möglichkeiten meiner Vorgehensweise noch lange nicht erschöpft.

Hier käme jetzt der Spielbaukasten von Loriot „Wir bauen uns ein Atomkraftwerk“ zum Einsatz.

Man stellt das AKW mitten zwischen die rivalisierenden Gruppen, schaltet es ständig an und ab und beobachtet, welche Auswirkungen dies auf die Kontrahenten hat.

Es geht noch weiter!

Man fragt bei der „Augsburger Puppenkiste“ nach, ob dort noch ein Vulkan im Kulissenfundus existiert.

Hatte die Insel Titiwu nicht einen Vulkan?

Dieser Vulkan stößt unaufhörlich Aschewolken aus. Modellflugzeuge werden wieder und wieder durch diesen Auswurf geschickt und man erfährt kostengünstig, was zu tun ist, wenn die isländischen Vulkane launisch werden.

Als nächstes kommt der Klimawandel!

Wir setzten unsere Modelllandschaft in die Mitte eines künstlichen Meeres, dessen Spiegel langsam aber unaufhaltsam steigt, wobei wir feststellen werden, dass damit alle Probleme auf einmal gelöst sind.

-Im wahrsten Sinne des Wortes!-

Bahnhof, Zinnsoldaten, das AKW, der Vulkan, alles versinkt in den Fluten und wir fragen uns, warum wir uns überhaupt mit derartigen Sorgen belastet haben.

Jetzt muss ich diesen Text dringend beenden, denn ich will noch zum Patentamt, bevor noch jemand anderer einen ähnlich genialen Einfall hat!

Am 15. Jun. 2011