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Kindergarten-Pflichtjahr für Integration ausländischer Kinder

"Disziplin, Fleiß und Ordnung"

Bundesfamilienministerin Christine Bergmann plädiert weiterhin für ein Kindergarten-Pflichtjahr zur Verbesserung der sprachlichen Entwicklung von ausländischen Mädchen und Jungen. sagte am Wochenende in Berlin: "Integration beginnt nicht erst in der Schule, sondern im Kindergarten und in der Kita." Der Deutsche Lehrerverband verlangte hingegen eine frühere Einschulung und vermehrte Sprachkurse.

Bayerns Bildungsministerin Monika Hohlmeier (CSU) hatte der "Welt am Sonntag" gesagt: "Ich halte ein verpflichtendes Kindergartenjahr für überlegenswert." Besonders wichtig sei dies für Mädchen und Jungen aus ausländischen Familien. Wer seine Kinder nicht in den Kindergarten schicke, verhindere, dass sie Deutsch lernen. Bundespräsident Johannes Rau appellierte derweil an die Muslime, dafür zu sorgen, dass ihre Kinder gut Deutsch sprechen. Dies sei Voraussetzung für die Schule, die Ausbildung, den Beruf und damit letztlich für eine gelungene Integration.

Beim Deutschen Lehrerverband stieß dagegen die Forderung nach einem Kindergarten-Pflichtjahr auf strikten Widerstand. Präsident Josef Kraus verlangte stattdessen eine frühere Einschulung der Mädchen und Jungen. Statt der Kindergarten-Pflicht müsse es spezielle Sprachkurse ab dem Alter von fünf Jahren geben. Um den Altersdurchschnitt der Erstklässler von bisher 6,8 Jahren zu senken, schlug Kraus vor, den Stichtag für das Einschulungsalter vom 30. Juni auf den 30. Dezember vorzuverlegen. Bislang sei es so, dass Kinder, die erst nach der Jahresmitte sechs Jahre alt werden, ein Jahr später eingeschult werden. Kraus beklagte, dass sich viele Kinder dann im Kindergarten bereits langweilten.

CSU-Chef Edmund Stoiber plädierte unterdessen vor dem Hintergrund des schlechten Abschneidens deutscher Schüler in der Bildungsstudie PISA für die Rückbesinnung auf Tugenden wie Disziplin, Fleiß und Ordnung.

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