Gartenmöbel besser aus regionalen Hölzern
Für Tropenholzmöbel wird weiterhin Raubbau in Wäldern und Plantagen betrieben
Um Bedenken der KäuferInnen wegen der Zerstörung von Urwäldern zu zerstreuen, würden insbesondere Teakmöbel häufig mit dem Hinweis angeboten, das Holz stamme aus Plantagen. Vom Kauf dieser Möbel rät Robin Wood ab. Denn tatsächlich komme Teak überwiegend aus völlig übernutzten Plantagen auf der Insel Java. Zusätzlich zum Problem des massiven illegalen Holzeinschlags gebe es dort Landrechtskonflikte zwischen der lokalen Bevölkerung und dem staatsnahen Unternehmen PT Perhutani, das die Teakflächen auf Java bewirtschafte. Die ehemalige holländische Kolonialmacht habe die lokale Bevölkerung enteignet und auf diesen Flächen Teak angepflanzt. Aus Sicht indonesischer Umwelt- und Menschenrechtsgruppen setzt nun PT Perhutani an Stelle der Kolonialherren diese Unrechtspraxis fort. "Wenn deutsche Gartenmöbelhändler jetzt Teakmöbel mit Ökomärchen als unbedenklich anpreisen, grenzt das an Betrug", kommentiert Robin Wood-Tropenwaldexperte Peter Gerhardt. "Robin Wood wird auch in diesem Jahr die Öffentlichkeit bei VerbraucherInnentäuschung alarmieren."
Nach den Richtlinien des FSC, der von vielen Umweltschutzorganisationen unterstützt wird, können weltweit Wälder und Plantagen begutachtet werden. Das Siegel des FSC ist kein Öko-Siegel, denn die Richtlinien werden zu gleichen Teilen von Vertretern der Forst- und Holzwirtschaft, der Umweltorganisationen und der sozialen Gruppierungen festgelegt. Es handelt sich aus ökologischer Sicht daher nur um einen akzeptablen Mindeststandard. Dennoch könne der FSC einen wichtigen Beitrag für eine bessere Bewirtschaftung auch der tropischen Wälder dieser Erde leisten. Robin Wood ist Mitglied im FSC.
Die Robin Wood-Gartenmöbelkampagne war in den vergangenen Jahren bereits sehr erfolgreich: Bundesweit beachtete Robin Wood-Aktionen konnten große Unternehmen wie den Metro-Konzern und verschiedene Baumarktketten schließlich dazu bewegen, ihre Holzeinkaufspolitik zu korrigieren.
VerbraucherInnen, die sich beraten lassen möchten, können sich an Robin Wood wenden.
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Am 15. Mär. 2002 unter:
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Robin Wood fordert Absage des Atommülltransports aus Krümmel »
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