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Verschleppte Entwicklungshelfer zurück in Deutschland

Entführung im Sudan

Die beiden im Südsudan verschleppten deutschen Entwicklungshelfer sind wieder zurück in Deutschland. Sie trafen am Dienstag auf dem Frankfurter Flughafen ein. Forberg und sein Kollege Horstmeier von der internationalen Entwicklungshilfe-Organisation "World Vision" sagten nach ihrer Ankunft, sie seien "überglücklich", wieder zu Hause zu sein. Die Folgen der mehrtägigen Gefangenschaft waren beiden noch anzusehen: Horstmeier lief auf wunden Füßen, Forberg saß wegen offener Wunden an den Füßen sogar im Rollstuhl. Vor Ort waren sie in einem Projekt zur Konfliktbearbeitung beschäftigt.

Das Auswärtige Amt machte nur vage Angaben zu den Hintergründen der Geiselnahme. Die "World Vision"-Mitarbeiter hatten nach der Verschleppung durch sudanesische Rebellen lange Märsche barfuß durch die Savanne zurücklegen müssen. Horstmeier befand sich drei, Forberg fünf Tage in der Hand der Rebellen. Trotz der äußeren Umstände sei die Situation "nicht lebensbedrohlich" gewesen, sagte Forberg, der den Anführer der Rebellen als "Psychopathen" einstufte. Zum Motiv der Entführer machte Wolfgang Trautwein vom Auswärtigen Amt nur vage Angaben. "Es ist den Rebellen wohl um einen Gefangenenaustausch gegangen", sagte der Leiter des Krisenstabs Südsudan. Nach Angaben Trautweins sei auch kein Lösegeld an die Entführer gezahlt worden. Betroffen zeigten sich die beiden Heimkehrer über den Tod eines kenianischen Kollegen während des Überfalls auf ihr Camp am 29. Juli. Horstmeier will in zwei Wochen nach Nairobi reisen, um seine Arbeit wieder aufzunehmen. Die Mitarbeiter der Entwicklungsorganisation "World Vision" waren am 29. Juli im Südsudan in die Gewalt der Rebellengruppe SSLM (South Sudan Liberation Movement) geraten. Die nichtstaatliche Organisation "World Vision" versorgt die Bevölkerung im Sudan seit vielen Jahren mit Lebensmitteln und Medikamenten. Weltweit sind nach Angaben der Organisation 14 000 Mitarbeiter im Einsatz.

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