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Springer und Ringier planen Fusion

Europas größter Printkonzern

Der Axel Springer Verlag verhandelt mit dem Schweizer Verlagshaus Ringier über eine Fusion der beiden Unternehmen. Springer ist die Nummer eins in Deutschland, Ringier in der Schweiz, zusammen wären die beiden Verlagshäuser der größte Printkonzern Europas, berichtet das Handelsblatt. Demnach liegen der Wirtschaftszeitung Informationen aus Verhandlungskreisen vor, wonach Springer an eine völlige Übernahme der Ringier-Gruppe denkt. Dies solle Gesellschafter und Verlagschef Michael Ringier das Kapital liefern, um den 40-prozentigen Springer-Anteil von Leo Kirch zu kaufen.

Die zentrale Frage sei, ob Ringier genügend Kapital auftreiben kann, um Kirchs Springer-Anteil zu kaufen. Der Schweizer Verlag kam im vergangenen Jahr auf einen Umsatz von rund 725 Mio. Euro und einen Nachsteuergewinn von rund 24 Mio. Euro. Das Aktienpaket von Kirch wird auf einen Wert von etwa 800 Mio. Euro geschätzt. Ringier soll allerdings nur 35 Prozent der Aktien übernehmen, die restlichen fünf Prozent will Friede Springer zur Absicherung ihrer Mehrheit. Ein weiterer Knackpunkt bei den Verhandlungen soll laut Handelsbaltt auch der Einfluss des künftigen Springer-Gesellschafters Ringier sein, der einen Sitz im Vorstand verlangt.

Kirch muss der Deutschen Bank bis heute, Freitag, einen Käufer präsentieren. Anderenfalls fällt das Aktienpaket an die Bank als Sicherheit für einen Kredit. Es ist aber noch unklar, ob die Deutsche Bank ihr Pfandrecht auch durchsetzen wird. Die Deutsche Bank ist die Hausbank des Springer Verlages.

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