Afrika
Landmine tötet sechs CARE-Mitarbeiter in Angola
"Wir trauern über den Verlust von sechs wertvollen Freunden, Kollegen und Mitarbeitern und verstärken gleichzeitig unser Engagement für die Menschen in Angola", sagt Manuela Roßbach, Geschäftsführerin von CARE Deutschland. "Tragische Unfälle wie diese machen deutlich, wie wichtig es ist, Menschen in Nachkriegsregionen aktiv dabei zu unterstützen, die langwierigen Folgen kriegerischer Konflikte zu überwinden."
Angola ist weltweit eines der weitflächig vermintesten Länder der Welt: ein Erbe des Jahrzehnte langen Bürgerkriegs, der erst im vergangenen Jahr beendet wurde. "Die Explosion von Landminen zählt zu den größten Gefahren, denen CARE-Mitarbeiter hier und in allen afrikanischen Ländern ausgesetzt sind", sagt Doug Steinberg, Leiter des CARE-Büros in Angola.
Mindestens 15.000 bis 20.000 Menschen werden jedes Jahr durch die Explosion einer Landmine getötet, so die Schätzungen der International Campaign to Ban Landmines (ICBL). Über 70 Länder der Welt sind durch Landminen verseucht, meist in ihren ärmsten Regionen, in denen Menschen durch Feldarbeit und Landwirtschaft überleben. Viele der hier getöteten Minenopfer werden nicht registriert.
Die "Ottawa-Konvention" (1997) über das Verbot des Einsatzes, der Lagerung, Herstellung und Weitergabe von Antipersonen-Minen sowie über deren Vernichtung wurde bisher von 141 Ländern ratifiziert und von neun weiteren Ländern unterzeichnet. 44 Länder, darunter die USA, haben der Konvention noch nicht zugestimmt. CARE kämpft in 70 Ländern der Welt für die Überwindung von Not und Armut, und fordert alle Regierungen der Welt dringend dazu auf, die Ottawa-Konvention nicht nur zur unterzeichnen, sondern auch konsequent umzusetzen.
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Am 19. Dez. 2003 unter:
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