CDU-Minister kritisiert RWE scharf
Erneut Störfall im Atomkraftwerk Biblis
Dietzel betonte, er erwarte nicht nur "glasklare Erklärungen", sondern auch "Konsequenzen" vom Vorstand. Das Bundesumweltministerium verlangte seinerseits von der hessischen Atomaufsicht einen detaillierten Bericht über die Vorfälle und ihre Ursachen.
In dem 28 Jahre alten Block B war es am Sonntag gleich zu zwei meldepflichtigen Vorfällen gekommen. Nach einem witterungsbedingten Schaden an zwei zum Kraftwerk führenden Leitungen hatte sich der Reaktor automatisch abgeschaltet. Zeitgleich fiel eine Turbine aus, die den Eigenbedarf des Kernkraftwerks an Strom sicherstellen soll. Als Folge der Störung war die Notstromverbindung zwischen Block B und Block A für etwa zwei Stunden teilweise unterbrochen. Ein Dieselgenerator musste das Kraftwerk mit Strom versorgen.
Das Landesumweltministerium als Aufsichtsbehörde wurde nach Darstellung Dietzels zunächst nur über den Ausfall der Turbine informiert, der laut RWE in die Meldekategorie "Normal" fällt. Die wichtigere "Eilt"-Meldung über den Ausfall der Notstromverbindung zwischen Block A und B ließ dagegen laut Dietzel auf sich warten.
Obwohl die formalen Fristen eingehalten worden seien und sich das Atomkraftwerk zu keinem Zeitpunkt in einem sicherheitstechnisch unzulässigen Zustand befunden habe, müsse das Zurückhalten einer "Eilt"-Meldung scharf kritisiert werden, sagte Dietzel. Zur Sicherheit von Biblis gehöre unablässig auch ein "konsequent transparentes Meldeverhalten" der Betreiberfirma RWE. Dieses sei jedoch zuletzt nicht gegeben gewesen.
Zeige Deinen Kontakten bei Google und Facebook, dass Dir dieser Beitrag gefällt!
Am 10. Feb. 2004 unter:
arbeitStichworte:
« Kritik an Rentengesetzen aus allen Ecken
Familienministerin will Kinderbetreuung auf Mittelmaß heben »
Unterstützen Sie uns, damit wir ohne störende Werbung gelesen werden können. Ihre freie kostenlose Internetzeitung!
Setzen Sie Banner und Links auf Ihre Seite. Bookmarken Sie uns, und helfen Sie so mit der Verbreitung der wichtigen Inhalte.
Wir suchen Journalisten bzw. Autoren, die Lust haben, die Internet-Zeitung ngo-online gemeinsam zu einer starken Alternative zu den Mainstream-Medien aufzubauen. Machen Sie mit ..MITMACHEN
Platzieren Sie
Ihre Werbung hier
- Nachhaltige Geldanlage - Grünes Geld Berlin
- Griechenlands Insolvenz
- Burnout Symptome erkennen - Checkliste als Hilfe
- NRW Justiz: Die Landesregierung ist gefordert
- Senioren: Alt ist, wenn man Seniorenresidenz googelt
- Christian Wulff - Wenn Machtmenschen menscheln
- Diskurs der Rechtspopulisten über Israel
- Photovoltaik-Zubau in Deutschland
- Versammlungsfreiheit - ausschlaggebende Grundlage der Verfassung
- „Cottbus Nazifrei!“ - DASS ist ein MUSS
