artenschutz

Halbherzigkeit beim Atomausstiegs

Atomausstieg: falsches Spiel der Bundesregierung

Die Bundesregierung hat auf die schriftliche Frage des Grünen Bundestagsabgeordneten Sven-Christian Kindler mitgeteilt, dass es Anfragen für Bürgschaften für die Atom-Projekte Wylfa in Großbritannien, Pyhäjoki in Finnland und Jaitapur in Indien gibt. Darüber hinaus gibt es Anträge für Zulieferungen zu einem AKW-Neubau in China und bereits eine Grundsatzzusage für das Atomkraftwerk Angra 3 in Brasilien.

Rettet den Regenwald, ROBIN WOOD und Watch Indonesia

Occupy Unilever | Palmöl Demo in Hamburg

Regenwaldschützer und Palmölopfer aus Indonesien protestieren seit heute Morgen vor der Deutschlandzentrale des Unilever-Konzerns in der Hamburger Hafencity. Vor dem Eingang haben sie Transparente entrollt und eine provisorische Hütte errichtet. Unterstützt werden sie von AktivistInnen der Organisationen ROBIN WOOD, Rettet den Regenwald und Watch Indonesia. Gemeinsam fordern sie, den Landraub für Palmöl und die Zerstörung von Wäldern für Palmöl-Monokulturen zu stoppen. Unilever verwendet das Palmöl für seine Markenprodukte wie Rama-Margarine. Als einer der größten Palmöl-Verbraucher weltweit ist Unilever maßgeblich mitverantwortlich für das Desaster in den Tropen.

Sommer ist für auffälligen Auenvogel vorbei

Vögel: Pirol zurück nach Afrika

Rückflug des Pirol nach Afrika Warmen Sommertagen und reichhaltigem Nahrungsangebot zum Trotz: Für den Pirol, einem Charaktervogel der Rheinauen zwischen Mainz und Bingen, ist der Sommer vorbei. „Im August treten diese etwa amselgroßen Vögel langsam ihren Flug Richtung Süden an“, erläutert Michael Markowski, Leiter des Auenservice am NABU-Naturschutzzentrum Rheinauen. Zusammen mit ehrenamtlichen Helfern hat der Diplom-Biologe die Vogelwelt der Rheinauen im Blick. Im Winter werden rastende Wasservögel gezählt und im zeitigen Frühjahr die Reviere von Mittel- und Kleinspecht untersucht. Außerdem werden die Horste von Schwarzmilan und Weißstorch betreut.

Vogeltod an Fensterscheiben

Vögel mit dem den "birdpen" schützen

Jeden Tag fliegen sich nach Expertenschätzungen rund 250.000 Vögel in Europa an Fenstern und anderen transparenten oder spiegelnden Flächen zu Tode. Das ist eine unglaublich große Zahl von Todesopfern.

Ehrung von Jane Goodall als Hamburger Umweltbotschafterin

ROBIN WOOD fordert:

Mit einem offenen Brief hat ROBIN WOOD heute die Stadt Hamburg aufgefordert, die weltberühmte Affenforscherin Jane Goodall nicht ausgerechnet bei Unilever zur Botschafterin der „Umwelthauptstadt“ zu küren. Goodall soll am 3. September in der Deutschland-Zentrale des Konsumgüter-Konzerns in der Hamburger Hafen-City öffentlich geehrt werden. Unilever ist als einer der weltweit größten Palmölverbraucher maßgeblich dafür verantwortlich, dass die Lebensräume des Orang Utans in den Tropen zerstört werden.

Nach Blauhelm-Einsatz ins Wattenmeer

Urlaubsort Sylt

Daegeon Hyun als glücklicher Urlauber auf Sylt Kurz zuvor hat Daegeon Hyun als Soldat der Vereinten Nationen mitgeholfen, im erdbebengeschüttelten Haiti zerstörte Häuser wieder aufzubauen. Nun zieht der Südkoreaner als Freiwilliger bei der Schutzstation Wattenmeer in Hörnum auf Sylt Zäune und bringt Schilder an, um Brutgebiete seltener Vogelarten zu schützen. Zwei Monate lang ist „Hyundai“, wie er von seinen Freunden genannt wird, im Weltnaturerbe Wattenmeer, um im Naturschutz zu arbeiten und seine Sprachkenntnisse zu verbessern.

Feuchtgebiet internationaler Bedeutung im Focus von Chinesen

NABU fordert verbesserten Schutz für Gebiet zwischen Mainz und Bingen

 Insel Fulder Aue Idyllische Sandbänke, waldbestandene Inseln und große Wasserflächen prägen das „Feuchtgebiet internationaler Bedeutung Rhein zwischen Bingen und Eltville“. Als einziges Gebiet in Rheinland-Pfalz wurde es gemäß der Ramsar-Konvention von der Bundesrepublik Deutschland gemeldet. Auf Einladung der Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) hat nun eine Delegation von Experten aus China dieses Gebiet vor den Toren der Städte Mainz und Wiesbaden besucht.

Ethik-Ranking deutscher Hochschulen

Studieren ohne Tierverbrauch kaum möglich

Studieren ohne eigens dafür getötete Tiere – das ist in Deutschland in den Studiengängen Biologie, Human- und Tiermedizin kaum möglich. Obwohl es alternative Lehrmaterialien gibt und Rechtsvorschriften, diese bevorzugt einzusetzen. Wie die deutsche Hochschullandschaft hinsichtlich ihrer Lehrmethoden derzeit aussieht, wird jetzt erstmalig durch ein Ethik-Hochschulranking transparent. Veröffentlicht wird die nach ethischen Kriterien beurteilte Umfrage durch SATIS, dem Projekt für humane Ausbildung des Bundesverbandes Menschen für Tierrechte, und ist ab heute verfügbar unter www.satis-tierrechte.de

Labour Party hält historische Abstimmung zur Abschaffung von Pelzfarmen ab

Norwegen will Pelzfarmen verbieten

In Norwegen werden die Pelztiere in Farmen gehalten Die norwegische Arbeiterpartei (Labour Party) hat dafür gestimmt, Pelzfarmen in Norwegen auslaufen zu lassen. Die Entscheidung kommt nach jahrelanger Recherche- und Kampagnenarbeit von verschiedenen norwegischen Tierrechtsgruppen. PETA Deutschland e.V. begrüßt den Vorstoß der Partei und hofft, dass damit das Ende der Pelzfarmen in Norwegen eingeläutet wird.

Aktuelle Bestandszahlen: Rund 1.700 Tiger auf dem Subkontinent. / WWF lobt Schutzbemühungen.

Mehr Tiger in Indien

Nach einer aktuellen Bestandsschätzung hat sich die Zahl der Tiger in Indien seit 2007 um etwa 300 Tiere auf insgesamt rund 1.700 erhöht. Die Umweltschutzorganisation WWF bezeichnete die am Montag veröffentlichten Daten als äußerst ermutigend und lobte die Schutzbemühungen. "Indien erntet heute den Erfolg jahrelanger Arbeit", freut sich Volker Homes, Leiter Artenschutz beim WWF Deutschland. "Der Zuwachs zeigt, dass es auch in einem aufstrebenden und dicht besiedelten Schwellenland möglich ist, Naturreservate für große Beutegreifer wie den Tiger zu bewahren." Das Schutzgebietmanagement durch die Behörden habe sich deutlich verbessert und die einzelnen Tiger-Regionen seien mit Wildtierkorridoren verbunden worden, um einen Austausch der bisher voneinander isolierten Inselpopulationen zu gewehrleisten, so der WWF-Experte.

Rettet den Regenwald e.V.

Atomenergie ist tödlich, Agraranergie ebenso!

Die Explosionen an den japanischen Kernkraftwerken zeigen, dass Atomenergie unbeherrschbar ist und eine tödliche Bedrohung darstellt. „Aber auch Agrarenergien bringen den Tod“, erklärt Reinhard Behrend, Vereinsvorsitzender von Rettet den Regenwald. „Die massenhafte Verbrennung von Lebensmitteln bedeutet für Millionen Menschen Unterernährung und den Hungertod.

Was passiert mit den betroffenen Tieren?

Dioxinskandal: Kriminelle Machenschaften rückhaltlos aufklären

Wie jetzt bekannt wurde, hat der Zulieferer von Futterfetten offenbar bereits seit März 2010 von der hohen Belastung gewusst. Damit muss jetzt endgültig von Vorsatz ausgegangen werden. Das Unternehmen hätte damit aus reiner Profigier leichtfertig die Gesundheit von Verbrauchern, aber auch Tieren riskiert, erklärt der Präsident des Deutschen Tierschutzbundes, Wolfgang Apel, und fordert eine radikale Aufklärung. Besorgt zeigt sich der Verband, wie es nun für die Tiere auf den betroffenen Höfen weitergeht. In der Folge erster, bestätigter Belastungen wurden nach Berichten bereits 8000 Legehennen getötet.

Der Wahnsinn geht in die 3. Runde

Niedersachsen - Landkreis Verden - Deutschland

In Niedersachsen, im Landkreis Verden, wird am Hühnerhighway gearbeitet, als würde es kein Morgen mehr geben – was auch sehr wahrscheinlich ist, wenn dieser Turbo-Kapitalismus weiter pervertiert. Die Tötungsmaschinerie Wietze – der Megaschlachthof – soll mit Quälfleisch aus dem Landkreis Verden beliefert werden. 27.000 Hähnchen werden dort in der Stunde maschinell getötet – 2,592 Millionen in der Woche. Alles, um billigstes Fastfood und billige Wurstvariationen an die Konsumenten zu bringen – ob sie es wollen, oder nicht. Gefördert wird die Tiertötungsanlage von der Landesregierung mit 6,5 Millionen Euro – Christian Wulff machte sich für die Subventionierung stark.

Tötungsmaschinerie Wietze

Schlachthof in Wietze

Betriebsräte nicht nur bei Volkswagen mißbrauchen ihre Macht - dieses Sachbuch liefert die Daten In Niedersachsen, genauer in der bis dato recht unbekannten Gemeinde Wietze, soll eine von der EU mit 6,5 Millionen Euro subventionierte Schlachtanlage für Geflügel gebaut werden – die größte in Europa.

Türkische Wilderer schießen Schreiadler östlich von Ankara ab

Tierschutz | Hilfe für Adler

Der Schreiadler hatte keine Chance, als er vor wenigen Tagen von einem Wilderer in der Türkei östlich von Ankara ins Visier genommen wurde. Mit Schrotschüssen holte ihn der Mann vom Himmel. Blutig taumelte das Tier zur Erde, schlug in der Nähe einer Straße hart auf den Boden und verendete Stunden später elendig an seinen schweren Verletzungen. „Anhand der Beringung konnte der Schreiadler sofort identifiziert werden“, sagt Margit Meergans, Schreiadlerexpertin der Deutschen Wildtier Stiftung. „Der Adler hat die Ringnummer Lativia ET 2189 Riga, zusätzlich eine Flügelmarke mit der Nummer 42 und war vor zwei Jahren im Natur Reservat Teici in Lettland von unserem Partner Dr. Bergmanis beringt worden.“ Abschuss und Identität des Schreiadlers wurden jetzt von türkischer Seite offiziell bestätigt.

Industrielle Tierhaltung – profitable Tierquälerei und Billigwurst

Tierhaltung | Tierquälerei und Astrid Grotelüschen

Die Landwirtschaftsministerin und Agrarindustrielle Astrid Grotelüschen steht für die weitere Entwicklung der Tierhaltung in Niedersachsen. Mittlerweile ist es bekannt: Masttierhaltung bringt Billigfleisch, das sich jeder leisten kann. Die Nachteile überwiegen jedoch bei weitem. Billigfleisch vernichtet Wälder, gefährdet unser Klima und kurz- bis mittelfristig die Gesundheit der Menschen – besonders von Kindern und chronisch Kranken.

Rechtsauslegungen

Bundesländer drängen angeblich auf Verschlechterung des Naturschutzes

Der Naturschutzbund Deutschland (NABU) und der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) warnen eindringlich vor einer Lockerung des Naturschutzrechts. Am Dienstag riefen sie in Berlin die Bundesregierung auf, aktuelle Forderungen der Bundesländer zur Aufweichung des Bundesnaturschutzgesetzes zurückzuweisen. Angesichts des dramatischen Verlustes an Arten und Lebensräumen wäre das Scheitern eines bundeseinheitlichen Gesetzes ein "historisches Desaster", sagte der Präsident des NABU, Olaf Tschimpke. Nach Ansicht von BUND und NABU war der erste Gesetzentwurf bereits ein Minimalkompromiss, der eine Reihe von Defiziten aufweise. Ein großer Teil der vom Bundesrat gewünschten Korrekturen am Entwurf fordere nun noch weitergehende Verschlechterungen im Naturschutz. Das Bundesnaturschutzgesetz soll voraussichtlich am Mittwoch (3. Juni) im Kabinett behandelt und am 19. Juni im Bundestag verabschiedet werden.

Aufklärung über Atommüll-Lager?

Untersuchungsausschuss soll Licht ins Dunkel der Asse bringen

Ein parlamentarischer Untersuchungsausschuss des niedersächsischen Landtags soll Licht ins Dunkel des Atommülllagers Asse bringen. Die SPD-Fraktion stimmte am Dienstag (28. April) mit breiter Mehrheit für die Einsetzung des Ausschusses, wie Fraktionschef Wolfgang Jüttner mitteilte. "Einer der größten Umweltskandale in Deutschland" müsse aufgeklärt werden, sagte der SPD-Politiker zur Begründung.

Klimawandel, Erdsystem und Nachhaltigkeit

Töpfer wird Gründungsdirektor für neues Spitzenforschungsinstitut

Klaus Töpfer wird Gründungsdirektor des geplanten Spitzeninstituts für Klimaforschung in Potsdam. Das bestätigten Bundesforschungsministerin Annette Schavan und Brandenburgs Wissenschaftsministerin Johanna Wanka (beide CDU) am Montag. Das Institut für Klimawandel, Erdsystem und Nachhaltigkeit - Institute for Advanced Sustainability Studies (IASS) - solle im Herbst seine Arbeit in der Brandenburger Landeshauptstadt aufnehmen.

Genehmigungen für Industrieanlagen

CSU bringt Umweltgesetzbuch zum Scheitern

Mit harschen gegenseitigen Schuldzuweisungen haben Union und SPD am Montag auf das Scheitern des Umweltgesetzbuches (UGB) reagiert. Bundesumweltminister Sigmar Gabriel (SPD) machte CDU und CSU dafür verantwortlich und sprach von einem Verstoß gegen den Koalitionsvertrag. "Hier hat der Wahlkampf die Feder geführt und nicht das, was wir verabredet haben", rügte Gabriel. Trotz breiter Zustimmung der Umweltminister in den Ländern habe die CSU in Bayern verhindern wollen, dass das SPD-geführte Umweltministerium einen Erfolg verbuche. Die CDU-Spitze machte den SPD-Minister für das Scheitern des UGB verantwortlich. Der will nun Einzelgesetze einbringen. Aus den Ländern kamen Forderungen nach einem neuen Einigungsversuch. Streitpunkt waren die emissions- und wasserrechtlichen Genehmigungen für Industrieanlagen.