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Umweltlabels vernachlässigen soziale Kriterien

Nachhaltige Produkte

Nur wenige Labels beziehen neben ihren ökologischen Kriterien auch zum Beispiel den Verarbeitungsprozeß oder den Rohstoffanbau mit ein. Das berichtet der Bundesverbandes für Umweltberatung (bfub). In einer aktualisierten Broschüre "Label für nachhaltige Produkte" bewertet der Verband 40 Umweltlabels. Wenn es um den Einkauf von nachhaltigen Produkten geht, reiche es nicht aus, per Label die Schadstofffreiheit des Produktes zu garantieren, so der Verband. Verbraucher/innen wollten zunehmend auch etwas über die Arbeitsbedingungen oder Anbaubedingungen des Produktes erfahren.

Diese Bestrebungen würden sich auch im öffentlichen Beschaffungswesen niederschlagen. So werde bei der Feuerwehr in Düsseldorf Dienstbekleidung eingekauft, die auch auf ihre Produktionsbedingungen hin überprüft wurde. Die Landeshauptstadt München lege in ihren Ausschreibungen fest, daß die Produkte ohne ausbeuterische Kinderarbeit produziert wurden.

Während bei der ersten Auflage noch über 15 verschiedene Lebensmittellabel zu finden waren, wurden aktuell viele Bezeichnungen durch das "Biosiegel" ersetzt. Im Baubereich wurden neue Qualitätssiegel entwickelt. Neu aufgenommen wurde das Zeichen "natureplus". Jedes Label wird im Hinblick auf die Vergabekriterien, Nachprüfbarkeit, Erfüllung über gesetzliche Bestimmungen hinaus, Transparenz, Kontrollierbarkeit und den Geltungsbereich des Labels untersucht. Die Broschüre erschien jetzt in der dritten Auflage.

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