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Deutschland: 10 Prozent verfügen über fast die Hälfte des Vermögens

Auf dem Weg zum Entwicklungsland?

Unter der rot-grünen Bundesregierung haben sich nach einem Bericht der Zeitschrift "Der Spiegel" die sozialen Unterschiede in Deutschland weiter verschärft. Dies gehe aus dem Entwurf des Armuts- und Reichtumsberichts der Bundesregierung hervor, den Sozialministerin Ulla Schmidt (SPD) 2005 vorstellen wolle. Der Anteil derjenigen, die mit einem Einkommen unterhalb der von der EU definierten Armutsgrenze auskommen müssen, habe sich seit 1998 von 12,1 Prozent auf nun 13,5 Prozent erhöht. Gleichzeitig sei der Besitzanteil der Reichsten am gesamten privaten Nettovermögen von fünf Billionen Euro gewachsen. Den vermögendsten zehn Prozent der Haushalte gehören davon 47 Prozent.

Das sind zwei Prozentpunkte mehr als 1998. Der Anteil der ärmeren 50 Prozent aller Haushalte am Gesamtvermögen hat sich hingegen von 4,4 Prozent auf nun 4 Prozent verringert. Auch die Zahl der überschuldeten Haushalte hat sich dem Bericht zufolge seit 1999 von 2,77 Millionen auf 3,13 Millionen erhöht.

Ein Sprecher des Sozialministeriums sagte dazu, bevor der Bericht nicht im Kabinett behandelt worden sei, werde man sich dazu nicht differenziert äußern. Mit der Agenda 2010 habe die Bundesregierung die Herausforderungen durch den demografischen Wandel und die Globalisierung angenommen. Deutschland habe mit seinen Sozialsystemen die Krise der vergangenen Jahre besser bewältigt als andere Länder.

Die PDS-Bundestagsabgeordnete Petra Pau kritisierte am Sonntag, durch "Hartz IV" würden weitere Millionen in Armut gerissen, insbesondere Frauen und Kinder. Sie wirft der Bundesregierung vor, dass es bei der Verarmung "um Vorsatz" gehe.

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