Verkehr, Landwirtschaft, Dachbedeckung und Straßenbelag
EU-Kommmission veröffentlicht Verzeichnis kleiner Umweltverschmutzer
Das Verzeichnis der diffusen Umweltverschmutzung sei ein wichtiger Schritt hin zur Erstellung des künftigen Europäischen Schadstofffreisetzungs- und –verbringungsregisters (Europäisches PRTR), auf dessen Grundlage "wirksamere Maßnahmen" durchgeführt werden "können".
Das Verzeichnis bestätigt laut EU-Kommission die Annahme, dass die Belastung von Luft und Wasser durch diffuse Quellen einen wichtigen Teil der gesamten Umweltverschmutzung ausmache und "in einigen Fällen" sogar den Schadstoffausstoß großer Industrieanlagen übertreffe. Am stärksten seien die Emissionen aus diffusen Quellen beim Straßenverkehr, beim Hausbrand und in der Landwirtschaft.
"Dieses erste Verzeichnis der Umweltverschmutzung durch kleine und nichtindustrielle Verursacher wird dazu beitragen, die menschliche Gesundheit und die Umwelt zu schützen", meint EU-Umweltkommissar Stavros Dimas. "Durch dieses Verzeichnis können wir uns jetzt ein umfassendes Bild der Quellen und der Gesamtmenge der Schadstoffe machen. Dies wiederum gibt uns die Möglichkeit, gezieltere und damit wirksamere Maßnahmen zur Bekämpfung der Umweltverschmutzung zu erarbeiten."
EU: Straßenverkehr, Hausbrand und Landwirtschaft sind die schlimmsten kleinen Umweltverschmutzer
Das neue Verzeichnis umfasse Emissionen in Luft und Wasser aus diffusen Quellen aus Landwirtschaft, Straßen-, Schienen- und Flugverkehr, Schifffahrt, Hausfeuerungsanlagen, militärischen Tätigkeiten, Gasversorgung, Dachbedeckung, Asphalt-Straßenbeschichtung und Verwendung von Lösungsmitteln. Die meisten Daten stammten aus dem Jahr 2003.
Aus dem Verzeichnis gehe hervor, "dass Straßenverkehr, Hausbrand und Landwirtschaft die Bereiche mit der höchsten Freisetzung aus diffusen Quellen sind. Bei den meisten der 25 im Verzeichnis aufgeführten Schadstoffe erzeugen diese Sektoren mehr 90 Prozent der Emissionen aller diffusen Quellen zusammengenommen."
Bei einigen Schadstoffen sei die Freisetzung aus diffusen Quellen gleich oder sogar höher als der Gesamtausstoß aus Großanlagen. "So betrug in den Jahren 2001-2003 der jährliche Ausstoß an Kupfer durch den Straßenverkehr in der EU-25 insgesamt 260 Tonnen, beinahe das Doppelte der Menge, die einschlägigen Rechtsvorschriften unterliegende Großanlagen in der EU-25 im Jahr 2004 freigesetzt haben." Hauptursache für die Emission von Kupfer in die Atmosphäre sei der Kupferanteil in Pkw-Bremsen.
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Am 19. Sep. 2006 unter:
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