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Ältere Menschen als wichtige Konsumenten entdeckt

"Ein Drittel des privaten Konsums"

Seit längerer Zeit läuft in Deutschland eine intensive Diskussion, in der ältere Menschen als überflüssiger Ballast dargestellt werden. Teilweise geht diese Debatte um das "demographische Problem" so weit, dass über ein vorzeitiges freiwilliges Ableben "nachgedacht" wird. Jetzt werden die Vorzüge ältere Menschen wieder entdeckt: als Konsumenten, um die Wirtschaft anzukurbeln: "Bundesseniorenministerin" Ursula von der Leyen (CDU) ruft jetzt die Wirtschaft dazu auf, sich verstärkt auf "die Bedürfnisse" älterer Menschen einzustellen. In der Bundestagsdebatte über den 5. Altenbericht der Bundesregierung verwies die Ministerin am Freitag darauf, dass die Altersgruppe der über 60-Jährigen schon heute ein Drittel des privaten Konsums in Deutschland bestreite. "Da ist ein ganzes Segment an Produkten und Dienstleistungen, die wir besser ausschöpfen können", sagte die CDU-Politikerin.

Dabei müsse man sich "sputen, dieses zu tun, ehe andere Länder erkennen, was für ein Potenzial in diesem 'silbernen Marktsegment' liegt".

Bereits heute übernehme die Gruppe der über 60-Jährigen mit 315 Milliarden Euro im Jahr ein Drittel aller Konsumausgaben in Deutschland, so von der Leyen. "Das müssen wir als Chance für Produkte und Dienstleistungen begreifen. Wenn es deutschen Unternehmen gelingt, für diese Konsumenten geeignete Produkte zu entwickeln, erwächst daraus auch ein internationaler Wettbewerbsvorsprung. Denn Deutschland wird um das Jahr 2035 weltweit das Land mit der ältesten Bevölkerung sein. Die deutsche Wirtschaft könnte hier zum Trendsetter für Entwicklung werden, die alle Industrieländer betrifft", so von der Leyen.

Privatleben?

Wir dürfen nicht mehr erwarten", so die Ministerin, "dass man sich nach dem Arbeitsleben in das Privatleben zurückzieht, sondern, dass man sich dann aufmacht in eine andere Phase zum Beipsiel in der man sich ehrenamtlich einsetzt."

Die Ministerin sprach sich indirekt auch für längere Arbeitszeiten aus. Sie mahnte, die Fähigkeiten und Erfahrungen der Senioren auch auf dem Arbeitsmarkt besser zu nutzen. Wenn heute in Deutschland nur 45 Prozent der 55- bis 65-Jährigen arbeiteten, "lassen wir Potenziale des Alters brach liegen", kritisierte Leyen. Dagegen seien in Dänemark rund 60 Prozent dieser Altersgruppe und in Schweden sogar etwa 70 Prozent erwerbstätig. Dies müsse für Deutschland ein Ansporn sein.

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