"Agents Provocateurs"
Attac sieht parlamentarischen Klärungsbedarf nach G8
Aufgeklärt werden müssten zahlreiche Beschneidungen von Bürgerrechten vor und während der G8-Proteste. "Wir wollen wissen, wer politisch verantwortlich ist für die schwerwiegenden Verletzungen rechtsstaatlicher Prinzipien", sagte Rätz. Nur so könne "im Lichte der vielen Fehlinformationen" die politische Verantwortung geklärt werden.
Die verfassungsrechtlich bedenklichen Vorgänge reichten von den groß angelegten Razzien in der linken und alternativen Szene vor dem G8-Gipfel über den Einsatz von Tornados und Hubschraubern der Bundeswehr während der Proteste "bis hin zu den massiven Verletzungen der Rechte der in den Gefangenensammelstellen (Gesas) festgehaltenen Menschen".
So habe die Polizei Rechtsanwälten den Zugang zu den Gesas verwehrt. Zudem habe "in den Käfigen" laut Zeugen Tag und Nacht Licht gebrannt. Dazu kämen zahlreiche unverhältnismäßige Übergriffe der Polizei während der Proteste. "Hierzu zählt der Einsatz von Wasserwerfern, Tränengas und Schlagstöcken gegen friedliche Teilnehmer etwa der Massenblockaden des Bündnisses Block G8", so Attac.
Massiver Klärungsbedarf bestehe zudem über einen möglichen Einsatz von so genannten Agents Provocateurs der Polizei. Die besondere Aufbauorganisation der Polizeidirektion Rostock (Kavala) habe am 8. Juni "nach vorausgegangenem Leugnen" zugeben, mehrere Zivilpolizisten während der Gipfelproteste eingesetzt zu haben. Die Beamten hätten Informationen über die Planung und Begehung von Straftaten gesammelt, aber nicht zu diesen angestiftet. "
Dieser Darstellung der Polizei widersprechen allerdings Berichte von Augenzeugen", so Attac. "Ihnen zufolge hatte ein später enttarnter Zivilbeamter während einer Blockade am 6. Juni Aktivisten angesprochen und aufgefordert, Steine zu werfen sowie selbst einen Stein geworfen." Sollten die Ausschreitungen in Rostock von Zivilpolizisten mit provoziert worden sein, so wäre das nach Auffassung der Globalisierungskritiker "ein Skandal ersten Ranges".
Zeige Deinen Kontakten bei Google und Facebook, dass Dir dieser Beitrag gefällt!
Am 15. Jun. 2007 unter:
politikStichworte:
« Rechtsgutachten stellt NRW-Verfassungsschutzgesetz in Frage
Kritik an Verlängerung des Bundeswehr-Einsatzes im Sudan »
Unterstützen Sie uns, damit wir ohne störende Werbung gelesen werden können. Ihre freie kostenlose Internetzeitung!
Setzen Sie Banner und Links auf Ihre Seite. Bookmarken Sie uns, und helfen Sie so mit der Verbreitung der wichtigen Inhalte.
Wir suchen Journalisten bzw. Autoren, die Lust haben, die Internet-Zeitung ngo-online gemeinsam zu einer starken Alternative zu den Mainstream-Medien aufzubauen. Machen Sie mit ..MITMACHEN
Platzieren Sie
Ihre Werbung hier
- Nachhaltige Geldanlage - Grünes Geld Berlin
- Griechenlands Insolvenz
- Burnout Symptome erkennen - Checkliste als Hilfe
- NRW Justiz: Die Landesregierung ist gefordert
- Senioren: Alt ist, wenn man Seniorenresidenz googelt
- Christian Wulff - Wenn Machtmenschen menscheln
- Diskurs der Rechtspopulisten über Israel
- Photovoltaik-Zubau in Deutschland
- Versammlungsfreiheit - ausschlaggebende Grundlage der Verfassung
- „Cottbus Nazifrei!“ - DASS ist ein MUSS
