"BKA kontrolliert sich selbst"
SPD-Innenpolitiker drängen auf Änderungen am BKA-Gesetzentwurf
Die SPD halte eine Sichtung des Materials durch einen Vertreter des Bundesdatenschutzbeauftragten oder einen Richter für angebracht.
Die bisher vorgesehene Regelung zur optischen Wohnraumüberwachung sei "weit wie ein Scheunentor", sagte Edathy. Wohnungen Dritter, die zwar von Kontaktpersonen, nicht aber von Verdächtigen selbst besucht werden, dürften nach SPD- Vorstellungen überhaupt nicht überwacht werden. Ein derartiger Eingriff in Persönlichkeitsrechte Unbeteiligter sei nur vorstellbar, wenn er zur Gefahrenabwehr "zwingend" erforderlich sei. Auch die Regelung zur Rasterfahndung gehe der SPD zu weit.
Korte: Online-Durchsuchung, Großer Lauschangriff, Videoüberwachung und 23 weitere Spitzel-Methoden
Dem Links-Abgeordneten Jan Korte geht die Kritik der SPD-Bundestagsfraktion nicht weit genug. Das fehlende Augenmaß sei eine sehr zurückhaltende Kritik an einem Gesetz, "das die Bundesregierung mit dem Ziel eingebracht hat, aus dem BKA eine Geheimpolizei nach dem Vorbild des US-Amerikanischen FBI zu machen". Ebenso zurückhaltend fielen auch die nun lancierten Änderungsvorschläge aus.
Das BKA-Gesetz solle der Behörde die Online-Durchsuchung, den Großen Lauschangriff, die Videoüberwachung von Wohnungen und "23 weitere Spitzel-Methoden" erlauben, so Korte. "Jede dieser Schnüffelbefugnisse ist ein tiefer Eingriff in die Grundrechte und tastet den intimsten Bereich privater Lebensführung an. Deshalb gehört das BKA-Gesetz auf den Müll." Kosmetische Schönheitsreparaturen, wie sie die SPD vorschlage, änderten nichts an den erheblichen Eingriffen in die Grundrechte.
Zeige Deinen Kontakten bei Google und Facebook, dass Dir dieser Beitrag gefällt!
Am 13. Mai. 2008 unter:
nachrichtenStichworte:
« Gabriel fordert Umverteilung bei Pendlerpauschale
Handyverbot am Steuer hat Bestand »
Unterstützen Sie uns, damit wir ohne störende Werbung gelesen werden können. Ihre freie kostenlose Internetzeitung!
Setzen Sie Banner und Links auf Ihre Seite. Bookmarken Sie uns, und helfen Sie so mit der Verbreitung der wichtigen Inhalte.
Wir suchen Journalisten bzw. Autoren, die Lust haben, die Internet-Zeitung ngo-online gemeinsam zu einer starken Alternative zu den Mainstream-Medien aufzubauen. Machen Sie mit ..MITMACHEN
Platzieren Sie
Ihre Werbung hier
- Senioren: Alt ist, wenn man Seniorenresidenz googelt
- Christian Wulff - Wenn Machtmenschen menscheln
- Diskurs der Rechtspopulisten über Israel
- Photovoltaik-Zubau in Deutschland
- Versammlungsfreiheit - ausschlaggebende Grundlage der Verfassung
- „Cottbus Nazifrei!“ - DASS ist ein MUSS
- Arbeitsrecht: EuGH Urteil enttäuscht
- Finca Mallorca und andere Schnäppchen
- Windenergie wieder auf gutem Weg
- Erklärung Hans-Christian Ströbeles zum ISAF-Mandat
