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Gedenktafel in Berlin-Tempelhof für Hatun Sürücü

Westlicher Lebensstil

In Berlin-Tempelhof erinnert jetzt eine Gedenktafel an den sogenannten Ehrenmord an der Deutsch-Türkin Hatun Sürücü. Ein so hinterhältiges Verbrechen dürfe sich nicht wiederholen, sagte der Bürgermeister des Bezirks Tempelhof-Schöneberg, Ekkehard Band (SPD), am Dienstag (10 Juni). Deshalb dürfe die Tat nicht in Vergessenheit geraten. Auf der Tafel steht in deutscher und türkischer Sprache geschrieben, Sürücü sei ermordet worden, "weil sie sich Zwang und Unterdrückung ihrer Familie nicht unterwarf, sondern ein selbstbestimmtes Leben führte".

Sürücü war am 7. Februar 2005 an einer Bushaltestelle von ihrem jüngeren Bruder durch drei Kopfschüsse getötet worden. Der zum Tatzeitpunkt 18-Jährige hatte nach eigenen Angaben den westlichen Lebensstil seiner Schwester als Kränkung der Familienehre empfunden. Er wurde später wegen Mordes zu einer Jugendstrafe von neun Jahren und drei Monaten Haft verurteilt.

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