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Betreiber von Kernkraft hebeln ihre eigenen Argumente aus

Billiger, billiger!

Kernenergie sei günstig, wiederholen die Sprecher der Energiekonzerne beständig als Hauptargument für Atomstrom. Nun sollen über eine Brennelementesteuer minimal die externen Kosten eingepreist werden. Viel zu wenig Geld, verglichen mit den gesellschaftlichen Folgekosten, aber angeblich bereits zu viel finanzieller Aufwand für die Atomkonzerne. Sie müssen nach eigenen Angaben die Rentabilität der Kernkraftwerke prüfen.

Die Brennelementesteuer

Sigmar Gabriel (SPD) hatte bereits 2009 die Brennelementesteuer für Uran, den Treibstoff der Atomkraftwerke, gefordert. Er wollte mit den Geldern die volkswirtschaftlichen Folgekosten der Endlagerung wenigstens teilweise ausgleichen. Nun wird die Steuer diskutiert und soll politisch umgesetzt werden. Über 2,3 Millarden Euro plant das Finanzministerium jährlich einzunehmen und hat dieses Geld für den laufenden Haushalt bereits verplant.

Günstig für wen?

Trotzdem 2,3 Milliarden Euro jährlich nicht einmal für die laufenden volkswirtschaftlichen Kosten der Uranwirtschaft ausgleichen würden, vor allem nicht, wenn zu der Endlagerung hierzulande auch die Schäden durch Abbau und Aufbereitung mit berechnet würden, stoßen die Kernkraftwerke scheinbar bereits durch diese geringe Summe an ihre Rentabilitätsgrenzen.

Die Stromkonzerne sprechen davon, dass sie einfach nicht zahlen wollen, oder die Kraftwerke abschalten werden. In jedem Fall müssten sie jedoch die Rentabilität ihrer Kraftwerke noch einmal überprüfen. Da könne es durchaus zu Laufzeitverkürzungen statt zu Verlängerungen kommen.

Die Aktion „Post an Merkel“ läuft und läuft

Die meisten Bürger würden diese Richtungsänderung begrüßen. Die Betreiber der Kernkraftwerke hebeln damit also nicht nur ihre eigenen Argumente selber aus, sondern auch ihre Drohungen. Die Mehrheit der Bevölkerung ist für erneuerbare Energien und gegen Kernenergie. Beides gemeinsam funktioniert nicht. Deshalb machen sich tausende Bürger stark gegen die Atomenergie und versuchen sich Gehör zu verschaffen. Unter anderem auch mit der Aktion „Post an Merkel“. Auf Postkarten können Menschen zwischen Laufzeitverlängerungen, Beibehaltung des Atomkonsenses oder sogar einem schnelleren Ausstieg aus der Atomenergie wählen. Die Postkarten werden seit Juni in regelmäßigen Abständen und in steigender Anzahl an Frau Bundeskanzlerin Merkel geschickt. Am 19. August erhält Frau Merkel mit der 41. Sendung bereits 41 Postkarten. Über die Sommerpause bis zum 9. September läuft die Aktion in einem wöchentlichen Rhythmus weiter und wird im Herbst vor der angekündigten Entscheidung bezüglich der deutschen Atomkraftwerke noch mal Gas geben.

Mit jeder Sendung informieren Umweltorganisationen das Kanzleramt über markante Zahlen und Daten aus dem Bereich Erneuerbare Energien oder Kernkraft. Mittlerweile liegen über 1.400 ausgefüllte Postkarten vor. Die Menschen fordern eine konsequente und schnelle Förderung der erneuerbaren Energien und wollen den Atomkonsens wie geplant beibehalten oder sogar einen schnelleren Ausstieg aus der Kernenergie. Nach vorsichtigen Schätzungen der Teilnehmer stehen hinter den Aussagen der Menschen zusätzlich über 20.000 Bekannte, Freunde und Verwandte. Dabei wurden übertriebene Schätzungen nicht berücksichtigt. Die Aktion wurde initiiert von Energie in Bürgerhand, Mütter gegen Atomkraft, projekt21plus und WECF.

Relevante Zahl zur Nummer 41 Mit jeder Sendung bekommt Frau Merkel einen Brief mit relevanten Fakten passend zur Postkartenanzahl. Folgende Information erreichte die Bundeskanzlerin heute:

41 Karten für 41 Prozent Seit 1999 forscht das Fraunhofer ISE Institut an so genannten metamorphen Mehrfachsolarzellen, eine spezielle Art der Solarzellen aus III-V-Halbleiterkombinationen. Am 14.01.2009 gab das Institut bekannt, dass sie für die Umwandlung von Sonnenlicht in elektrischen Strom erstmals einen Wirkungsgrad von 41,1% erzielt haben.

Alle Briefe an Frau Merkel und viele weitere Informationen stehen auf der Webseite www.nein-zu-atomkraft.de als Download zur Verfügung.

Für Fragen steht Ihnen Frau Trudel Meier-Staude (089-35 65 33 44 oder 0177-598 33 97) von projekt21plus gerne zur Verfügung.

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