Droht den deutschen Wäldern das Aus?
Papier über Holz für China
„Charta für Holz“ gleicht Kahlschlagspolitik
Die „Charta für Holz“ sorgt dafür, dass der finanziell lukrative Baumbestand aus den Wäldern geschlagen und wegen der großen globalen Nachfrage vor allem nach China verschifft wird. So verkaufte ein einzelnes deutsches Fortsamt jüngst 50 Lastwagen-Lieferungen an Buchenholz nach China, das dort unter anderem zur Produktion von Essstäbchen verwendet wird. Nach Aussagen von Forstbeamten werden bereits über 40 Prozent des deutschen Rotbuchenholzes ins Ausland verkauft. Für die kahlgeschlagenen Flächen gibt es hinterher hohe Subventionen.
Um Kahlschlagspolitik ranken sich Märchen
Damit diese Kahlschlagspolitik in der Öffentlichkeit auf keinen breiten Widerstand stößt, haben die staatlichen Behörden viel Geld in die Öffentlichkeitsarbeit gesteckt, die ihr Ziel auch nicht verfehlt hat. Die Kahlschlagspolitik, ein Geldsegen für wenige Profiteure, hat durch Slogans wie „Wald vor Wild“, „Waldverjüngung“ oder „CO2-Klimaschutz“ nicht nur breiten Einzug in Politik, Medien und Gesellschaft erhalten, sondern darüber hinaus auch noch eine „grüne“ Note. Was jedoch gegenwärtig in den deutschen Wäldern geschieht, ist der stellenweise schon vollzogene Schritt in eine rein profit- und technikorientierte Waldagrarlandschaft, die mit einem naturnahen oder nachhaltigen Wald nichts mehr zu tun hat.
30 Milliarden Euro Umsatz jährlich allein in Bayern
Alleine in Bayern erzielt der Sektor Forst, Holz und Papier einen jährlichen Umsatz von ca. 30 Milliarden Euro. Ziel der „Charta für Holz“ sei es, den Verbrauch von Holz noch einmal um 20 Prozent zu steigern. Sollte diese Charta vollends umgesetzt werden, wird in nur wenigen Jahren für die kommenden Generationen nicht mehr viel vom deutschen Wald übrig sein.
Pressemitteilung von Rechtsanwalt Dominik Storr
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Am 15. Jan. 2011 unter:
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