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Korruption in Afrika – kein Thema in Ruanda

Ruanda freut sich 18 Jahre nach dem Völkermord auf europäische Investoren

Ruanda nach Völkermord auch die Korruption überwundenDie Geschichte des kleinen gallischen Dorfes mit dem dicken und dem kleinen Krieger ist jedem bekannt. Es ist ein Dorf, das sich von seiner Umgebung gerade in Form seiner Unabhängigkeit und einer eigenen Herangehensweise an Probleme absetzt. Ähnlich sticht das ostafrikanische Land Ruanda seit Jahren positiv hervor aus dem Strauß der Vorurteile, der von außen gerne auf das gesamte Afrika übertragen wird. 18 Jahre nach dem Völkermord von 1994 entwickelt sich dieser Staat zu einem Vorbild. In einer kleinen Serie werden wir uns hier mit dem Thema Afrika und besonders mit dem Vorbild Ruanda beschäftigen. In diesem Artikel geht Thema Korruption. Die in der nächsten Woche erscheinende zweite Folge unserer Reihe wird das Thema „RUANDA – ein Staat und vor allem eine Gesellschaft auf dem Weg in die Zukunft“ haben.

Ungläubige Investoren – persönliche Erfahrungen zum Thema Korruption

Im Mai 2012 ist von mir eine Investorenreise nach Ruanda organisiert worden. Es wurden diverse Regierungsgespräche auf Ministerebene und Meetings mit Vertretern von Handelskammer und staatlicher und kommunaler Verwaltung in der Hauptstadt von Ruanda, in Kigali organisiert. Schon in Vorgesprächen mit der Botschaft des Landes Ruanda in Berlin kam das Thema Korruption auf den Tisch. Dem afrikaerfahrenen Investor wurde von der Botschafterin Christine Nkulikiyinka erläutert, dass Korruption in Ruanda keine Rolle bei der Investition spielen wird. Tatsächlich zur positiven Überraschung aller stellt sich auf der Reise heraus, dass auf keiner Ebene Gesprächsbereitschaft mit Hilfe von Geldern beschleunigt werden muss. Ganz im Gegenteil, Hilfe wird auf allen Ebenen bereitgestellt. Ob es sich nun um eine ständige Fahrbereitschaft oder die direkte Mobiltelefondurchwahl zum Wirtschaftsminister handelt, überall stehen die Türen offen.

Kampf gegen Korruption – vom Präsidenten verordnet

Staatspräsident paul kagame

Der Staatspräsident Paul Kagame hat die Maxime „Null Toleranz“ ausgegeben. Korruption müsse von ganz oben bekämpft werden und jeder Bürger ist dazu aufgerufen entsprechende Machenschaften zur Anzeige zu bringen. Mit Kampagnen und einem Ombudsmann, die bei dem einzelnen Bürger ein Bewusstsein für die Korruptionsbekämpfung schaffen sollen, ist Ruanda auf einem sehr guten Weg. Eine Zivilgesellschaft, die sich über ihre Rechte im Klaren ist, soll aufgeklärt und sensibilisiert werden. Damit auch bildungsferne Schichten erreicht werden, wird diese Thematik über Gedichte und Lieder in die Dörfer getragen.

Der Erfolg wird auch von Transparency International gewürdigt

Die Antikorruptionsorganisation „Transparency International“ hat in ihrem aktuellen Bericht von 2012 die Antikorruptionsbemühungen von 174 Ländern miteinander vergleichen und Ruanda hat den nicht nur für Afrika mehr als bemerkenswerten Platz 50 erreicht (2011: 66, 2010: 89, Italien 2012: 72, Südafrika 2012: 69). Nachdem es im Jahr zuvor noch Platz 66 war, wird auch international der Fortschritt wahrgenommen und die Bemühungen von Staat und Gesellschaft durch „Transparency International“ anerkannt.

Ruanda ist der beste Reformer in Afrika

Die Geschichte des kleinen gallischen Dorfes mit dem dicken und dem kleinen Krieger ist jedem bekannt. Es ist ein Dorf, das sich von seiner Umgebung gerade in Form seiner Unabhängigkeit und einer eigenen Herangehensweise an Probleme absetzt. Ähnlich sticht das ostafrikanische Land Ruanda seit Jahren positiv hervor aus dem Strauß der Vorurteile, der von außen gerne auf das gesamte Afrika übertragen wird. 18 Jahre nach dem Völkermord von 1994 entwickelt sich dieser Staat zu einem Vorbild. In einer kleinen Serie werden wir uns hier mit dem Thema Afrika und besonders mit dem Vorbild Ruanda beschäftigen. In diesem Artikel geht Thema Korruption. Die in der nächsten Woche erscheinende zweite Folge unserer Reihe wird das Thema „RUANDA – ein Staat und vor allem eine Gesellschaft auf dem Weg in die Zukunft“ haben.

Weltbank Ruanda

Die Weltbank hat mit ihrer Vizepräsidentin Obiageli Ezekwesili unlängst den erfolgreichen Weg des ostafrikanischen Landes gewürdigt und im Jahre 2010 festgestellt, dass die Rahmenbedingungen für Investoren in Ruanda immer besser werden. Im Bericht der Weltbank „Doing Business 2012“ konnte sich Ruanda dann auch um 12 Plätze verbessern und belegt nun Platz 45 (Vorjahr: 58) von insgesamt 183 Volkswirtschaften. Ruanda ist damit das drittbeste Land in Afrika für den Aufbau eines Business, nach Mauritius und Südafrika.

Gründe für die erfolgreiche Bekämpfung der Korruption

Die Politik scheint begriffen zu haben, dass sie mit gutem Beispiel vorangehen muss. Ruanda benötigt Investoren und muss ihnen den Weg in das Land ebnen. Mit Bildungsprogrammen und positiven Vorbildern wird versucht, eine Zivilgesellschaft zu bilden, die sich ihrer Rechte bewusst ist.

Die Botschafterin von Ruanda Christine Nkulikiyinka vertritt darüber hinaus die Auffassung, dass der hohe Anteil an Frauen in der Politik (56% der Parlamentarier in Ruanda sind Frauen) ein Anzeichen für weniger Korruption ist. Mit dem Thema der Mitbestimmung durch Frauen in Ruanda werden wir uns in einem der nächsten Artikel über das Land der 1000 Hügel beschäftigen.

Wer heute bei dem Begriff Ruanda vielleicht noch zuerst an den grausamen Völkermord von 1994 denkt, sollte sich darüber im Klaren sein, dass sich ähnlich dem Beispiel Deutschlands nach 1945, eine Gesellschaft verändern kann. Und Ruanda ist auf einem sehr guten Weg.

Für mehr Informationen und Kommentare wenden Sie sich gerne direkt an den Autoren Lars Person.

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