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Frauen auf dem Arbeitsmarkt

Immer mehr und immer erfolgreicher

Deutschland diskutiert: Braucht die Bundesrepublik eine Frauenquote oder nicht? Bei all den hitzigen Debatten sollte allerdings nicht vergessen werden, dass sich die Chancen von Frauen auf dem Arbeitsmarkt in den vergangenen Jahren bereits deutlich verbessert haben. Der Anteil von Frauen in Führungspositionen hat sich zwischen 1996 und 2010 von 22 auf immerhin 28 Prozent erhöht – ganz ohne Quote.

Schon in den Schulen haben heute Frauen die Nase vorn: Im Jahr 2011 waren 55 Prozent aller Abiturienten weiblich. Somit drängen immer mehr Frauen an die Universitäten. Inzwischen stellen sie etwas mehr als die Hälfte der Hochschulabsolventen. Durch die gestiegenen Qualifikationen der Frauen ist der Anteil der Frauen an allen Erwerbstätigen zwischen 1991 und 2011 von knapp 42 auf über 46 Prozent gestiegen.

Warum nicht noch mehr Frauen Führungsverantwortung tragen, hat indes nicht zuletzt mit der Studienfach- und Berufswahl zu tun: Vor allem in der Industrie weisen Manager häufig einen ingenieurwissenschaftlichen Abschluss auf. In diesen Studienfächern sind Frauen jedoch nach wie vor deutlich unterrepräsentiert. Selbst wenn sie sich für ein MINT-Fach entscheiden, wählen sie eher Pharmazie oder Biologie, während Männer eher Maschinenbau oder Elektrotechnik studieren. Doch letztere Studienfächer bieten gegenwärtig deutlich bessere Einkommens- und Karriereperspektiven.

Auch Erwerbsunterbrechungen und die Verkürzung der Arbeitszeit erweisen sich als Faktoren, die zu unterschiedlichen Karriereverläufen bei Männe rn und Frauen beitragen. Denn noch immer ist es in der Regel eher die Frau, die sich um Kinder und den Haushalt kümmert. Entsprechend sind Quotenregelungen bei der Besetzung von Führungspositionen kein effizienter Ansatzpunkt, um den Anteil der Frauen in Führungspositionen zu erhöhen.

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