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Schweigen im Walde

Siebzig Prozent aller Waldbäume zeigen offenbar Schäden


19. März 2008

[ngo] Die Umweltschutzorganisation Robin Wood beklagt einen sich verschlechternden Zustand der deutschen Wälder. Siebzig Prozent aller Waldbäume zeigten Schäden. Das seien zwei Prozentpunkte mehr als im letzten Jahr. Besonders stark geschädigt seien Buchen und Eichen. Die Umweltschützer kritisieren, dass Bundesminister Horst Seehofer (CSU) trotz dieser dramatischen Zahlen nicht mehr jährlich, sondern nur noch einmal pro Legislaturperiode über den Zustand des Waldes ausführlich berichten will. "Je schlechter es dem Wald geht, umso mehr hüllt sich Minister Seehofer in Schweigen", kritisiert Rudolf Fenner von Robin Wood und meint: "Nicht ohne Grund. Denn sonst würde noch stärker auffallen, wie wenig sein Ministerium zum Schutz der Wälder unternimmt."

Seehofers Ministerium sei nämlich auch zuständig für die Stickstoffeinträge durch Ammoniak-Emissionen aus der landwirtschaftlichen Tierproduktion. Die aber seien eine der Hauptursachen für das Siechtum der Wälder, so Fenner. Stickoxide und Ozon aus dem Straßenverkehr sowie Klimaveränderungen gelten als weitere Faktoren, die dem Wald das Leben schwer machen.

Wie dramatisch die Situation des Waldes ist, lässt sich laut Fenner an den beiden typischsten Laubbäumen in Deutschland - Buche und Eiche - ablesen. Zu Beginn der Waldschadenserhebungen im Jahr 1984 hätten die erfassten Schäden in den Laubkronen bei 46 (Eiche) beziehungsweise 50 Prozent (Buche) gelegen. Inzwischen lägen diese Schäden bei 85 (Buche) beziehungsweise 86 Prozent (Eiche). Fenner rechnet mit einer weiteren Zunahme der Waldschäden in den kommenden Jahren.

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