ökologisches
Die Qualität des Wassers sichern
Sauberes Wasser bedeutet Leben retten
Stockholm - Zum Start der Weltwasserwoche 2010 warnt der WWF vor einer dramatischen Verschlechterung der Wasserqualität weltweit. Durch den zunehmenden Nutzungsdruck durch Bevölkerungswachstum, Verstädterung, Landwirtschaft und Industrie werden Gewässer weltweit immer mehr verunreinigt. In den Entwicklungsländern werden 70% der städtischen und industriellen Abwässer ungeklärt in die Gewässer eingeleitet. Jedes Jahr sterben 1,4 Millionen Kindern an den Folgen verschmutzten Wassers und schlechter Hygienebedingungen - das sind rund 4000 Kinder pro Tag! Ökosysteme werden weit jenseits ihrer Belastungsgrenzen verschmutzt und zerstört.
Freiwilliges soziales oder ökologisches Jahr
Bundesrat billigt Förderung von bis zu 24 Monaten Freiwilligendienst
Der Gesetzgeber will mehr junge Menschen für einen freiwilligen sozialen oder ökologischen Dienst interessieren. Einem entsprechenden Gesetzesbeschluss des Bundestages zur "Förderung von Jugendfreiwilligendiensten" stimmte der Bundesrat am 25. April in Berlin zu. Damit soll die Förderung eines "freiwilligen ökologischen Jahres" beziehungsweise "freiwilligen sozialen Jahres" fortentwickelt werden. Danach kann künftig im Inland ein solcher Dienst in Abschnitten von drei Monaten absolviert werden. In bestimmten Fällen soll zudem eine Dienstdauer bis zu 24 Monaten ermöglicht werden, wenn dies durch ein besonderes pädagogisches Konzept begründet wird.
Ökologischer Hausbau
Kreditanstalt fördert ökologisches Bauen
Die "Kreditanstalt für Wiederaufbau" fördert den ökologischen Hausbau. Nach Angaben der Verbraucherzentrale Niedersachsen bietet die die Staatsbank drei neue Förderprogramme mit zinsgünstigen Krediten an. Dabei gelte: Je ökologischer gebaut werde, desto günstiger werde der Kredit vergeben. Unter die Förderung fiele unter anderem der Bereich Wärmedämmung und Solaranlagen. So werde die Anschaffung einer kleineren Solar-Anlage zur Stromerzeugung mit bis zu 50.000 Euro gefördert.
Arbeitsmarkt
Ökologisches Wirtschaftsprogramm schafft 500.000 zusätzliche Jobs
Im Jahr 2010 könnten in Deutschland über zwei Millionen Menschen in Umwelt- und Naturschutzbranchen arbeiten. Diese Zahl hält der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) für erreichbar, wenn die Bundesregierung ihre Wirtschafts- und Energiepolitik ökologisch konsequenter ausrichte. Aufgabe der rot-grünen Bundesregierung sei es, optimale Rahmenbedingungen für mehr Arbeitsplätze im Umwelt- und Naturschutz zu schaffen. Möglich seien dreistellige Zuwachsraten in den Bereichen Erneuerbare Energien, nachhaltige Mobilität und Bio-Landwirtschaft. Zweistellige prozentuale Zuwächse seien im Öko-Tourismus und im Naturschutz erreichbar.
Umweltbundesamt
Flächenverbrauch ist ökologisches, finanzielles und soziales Risiko
105 Hektar Fläche werden täglich in Deutschland neu für Siedlungen und Verkehr genutzt - vor allem im Grünen. Begünstigt wird dies auch durch staatliche Subventionen, wie die Eigenheimzulage, oder falsche Weichenstellungen im Steuersystem wie die derzeitige Grunderwerbsteuer. Das Umweltbundesamt (UBA) hält es für notwendig, die staatlichen Förderungen, die die Flächeninanspruchnahme für Siedlungen und Verkehr begünstigen, grundlegend zu reformieren. Denn: Der seit Jahren konstant hohe Flächenverbrauch frisst nicht nur wertvolle natürliche Lebensräume auf. Er wird auch immer mehr zu einem finanziellen und sozialen Risiko für Bund, Städte und Gemeinden.
Ökologisches Gleichgewicht
Staudämme gefährden größte Flüsse der Welt
Der unkontrollierte Bau von Mega-Staudämmen gefährdet das ökologische Gleichgewicht der wasserreichsten Flüsse der Erde. Eine am Dienstag veröffentlichte Studie des WWF identifiziert die 21 am stärksten durch in Bau befindliche oder geplante Dämme bedrohten Ströme. An der Spitze stehe der Jangtse in China mit 46 Bauvorhaben. Es folgen der La Plata in Argentinien mit 27 sowie Tigris und Euphrat im Mittleren Osten mit 26 Dämmen. In Europa seien die Donau mit acht und der Ebro mit sechs neuen Staudämmen besonders betroffen. Zu den gefährdeten Giganten zählten auch der Amazonas, der Mekong und der Brahmaputra.
Umweltentlastung
Zentrum für ökologisches Bauen in Münster eröffnet
Das in Deutschland einmalige Demonstrationszentrum für Energie sparendes und ökologisches Bauen der Handwerkskammer Münster (Paul Schnitker-Haus) ist eröffnet. Das von der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU) mit rund 1,5 Millionen Euro geförderte Zentrum soll Umweltschutz und Handwerk stärker verzahnen und so der Bauwirtschaft neue ökologische Impulse geben. "Obwohl Bauen heute vielfach von internationalen Unternehmen geprägt ist, wird doch nach wie vor die große Masse der Baumaßnahmen von kleinen und mittelständischen Handwerksbetrieben ausgeführt", sagte DBU-Generalsekretär Dr. Fritz Brickwedde heute bei der Eröffnung. "Als Praktiker vor Ort kommt somit dem kleinen Handwerksbetrieb eine entscheidende Schlüsselposition zu."
Energiesparen
Mehr Geld für ökologisches Wohnen
Die Bundesregierung stellt zusätzliche 160 Millionen Euro Fördergelder pro Jahr für Energiespar- und Klimaschutzmaßnahmen bei Wohngebäuden bereit. Damit stehen für die Förderung entsprechender Sanierungen bis zum Jahr 2005 jährlich 360 Millionen Euro Haushaltsmittel zur Verfügung. Mit zinsgünstigen KfW-Krediten sollen energetische Sanierungsmaßnahmen an Altbauten der Baujahre bis 1978, der Austausch von Altheizungen und der Einbau von Solaranlagen in Kombination mit modernen Gas- und Ölbrennwertkesseln durch zinsgünstige Darlehen gefördert werden.
Nach der Schule was anderes machen
Ein Freiwilliges Ökologisches Jahr als SUMO
In den nächsten Monaten ist für viele Schülerinnen und Schüler die Schulzeit beendet. Eine Alternative zum sofortigen Studium oder Beginn einer Lehre ist ein Freiwilliges Ökologisches Jahr (FÖJ). Hier können junge Menschen ihr erstes Geld verdienen, in das "Neuland" Berufsleben reinschnuppern und Erfahrung in der Arbeit im Umweltschutz sammeln. Die Jugendorganisation des Bundes für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUNDjugend), bietet in Berlin ab September zwei interessante FÖJ-Plätze an: Die Jugendlichen sind als Schul- Umwelt-MOderatorInnen (SUMOs) in einem Agenda 21-Projekt tätig.
Freiwilligendienste gefragt
Künftig Soziales oder Ökologisches Jahr statt Zivildienst möglich
Kriegsdienstverweigerer sollen künftig ihren Zivildienst auch im Rahmen des Freiwilligen Sozialen oder Ökologischen Jahres absolvieren können. Der Bundestag gab am Freitag grünes Licht für ein Gesetz, mit dem das freiwillige Engagement junger Menschen im sozialen, ökologischen und kulturellen Bereich aufgewertet werden soll. Bundesfamilienministerin Christine Bergmann (SPD) sagte, die Gesellschaft lebe vom freiwilligen Engagement der Bürger. "Allen Unkenrufen zum Trotz sind junge Menschen in hohem Maße bereit, sich freiwillig zu betätigen. Dieses Engagement wollen wir künftig durch verbesserte Rahmenbedingungen fördern."
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