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emissionen

120 Kilometer pro Stunde

Tempolimit soll Kohlendioxid-Emissionen von Pkw um 9 Prozent senken können

Nach Angaben der Umweltschutzorganisation Greenpeace werden auf 12.000 Kilometern Autobahn in Deutschland rund ein Drittel aller Pkw-Kilometer gefahren. 53 Prozent der Strecken hätten keine Geschwindigkeitsbeschränkung. Ein allgemeines Tempolimit ist nach Auffassung der Umweltschützer die schnellste und günstigste Maßnahme zur Reduzierung von Treibhausgasen im Verkehrsbereich. Mit seiner Einführung könnten die Kohlendioxid-Emissionen von PKW auf deutschen Autobahnen sofort um neun Prozent reduziert werden, so Greenpeace. "Keine andere direkte Maßnahme hat ein annähernd großes Potential."

Industrieemissionen

Neues nationales Schadstoffregister beschlossen

Das Bundeskabinett hat am Mittwoch einen Gesetzentwurf beschlossen, der die Einrichtung eines nationalen Schadstoffregisters vorsieht. Wie hoch die durch große Industriebetriebe verursachte Schadstoffbelastung in der Region ist, soll ab 2008 per Mausklick von den Bürgerinnen und Bürger ab 2008 im Internet abfragbar sein. Das "nationale Schadstofffreisetzungs- und -verbringungsregister" ist beim Umweltbundesamt angesiedelt. Bestimmte Betriebe wie etwa Stromerzeuger, metallverarbeitende Betriebe oder Chemiebetriebe werden verpflichtet, jährlich Angaben über ihre Emissionen an das Register zu übermitteln. Das Vorhaben beruht auf internationalen Vereinbarungen: Am 21. Mai 2003 wurde auf einer außerordentlichen Sitzung zum Aarhus-Übereinkommen das Protokoll über Schadstofffreisetzungs- und -verbringungsregister verabschiedet. International ist das Protokoll bekannt unter der englischen Bezeichnung "Protocol on Pollutant Release and Transfer Registers (PRTR)". Das bisherige EU-Register wird abgeschafft. Die Bundesregierung hält sich eigenen Angaben zufolge "eng an die EU-Verordnung, so dass für betroffene Betreiber keine zusätzlichen Berichtspflichten für das nationale Register entstehen".

"Fehlende Überwachung"

Quecksilber-Emissionen durch Müllverbrennung

Nach Angaben des Umweltverbandes Das bessere Müllkonzept geben Müllverbrennungsanlagen häufig zu viel Quecksilber in die Umgebung ab. Der Untersuchung eines Ingenieurbüros zufolge ist es bei über der Hälfte der Anlagen, in denen der Ausstoß des giftigen Schwermetalls regelmäßig gemessen wird, in den letzten Jahren zu Überschreitungen der zulässigen Grenzwerte gekommen. In etwa 40 Prozent der Hausmüll-Verbrennungsanlagen würden die Abgase sogar gar nicht regelmäßig auf das giftige Schwermetall überprüft, kritisiert der schleswig-holsteinische Landesverband des Umweltverbandes, der die Untersuchung mit in Auftrag gegeben hatte. Der Quecksilber-Ausstoß müsse lückenlos überwacht werden, denn nur so seien Maßnahmen gegen das Gift möglich.

Kohlendioxid-Emissionen sollen reduziert werden

US-Gerichtsverfahren gegen Verursacher von Treibhausgasen

US-Anwälte haben gemeinsam mit den Generalbundesanwälten von acht Bundes-Staaten eine Klage gegen fünf große Energiekonzerne eingereicht. Sie fordern Einschränkungen der Emissionen des Treibhausgases Kohlendioxid. Derzeit diskutieren Experten, ob diese Taktik zu einer langsameren Klimaerwärmung beitragen wird. Das berichtet das Wissenschaftsmagazin Nature. Die Anwälte haben die Klage bei einem New Yorker Gericht eingereicht. Die fünf beklagten Unternehmen sind für zehn Prozent der gesamten Kohlendioxid-Emissionen der USA verantwortlich.

Klimaziel in Gefahr

2003 mehr CO2-Emissionen in Deutschland

Die energiebedingten CO2-Emissionen in Deutschland sind im Jahre 2003 gegenüber dem Vorjahr um 0,4 Prozent auf knapp 837 Millionen Tonnen gestiegen, so der aktuelle Wochenbericht des DIW Berlin 10/2004. Insbesondere die kalte Witterung im ersten Quartal führte zu dieser Emissionssteigerung, während die schwache Konjunktur emissionsdämpfend wirkte. Temperaturbereinigt errechnet sich ein Rückgang um 5,4 Millionen Tonnen CO2 (-0,6 Prozent).

Emissionen steigen

Kyoto-Unterzeichner sind weit vom Klimaschutzziel entfernt

Sechs Jahre nach der Verabschiedung des Kyoto-Protokolls im Dezember 1997 sind die meisten Länder der internationalen Staatengemeinschaft noch weit von den damals verabredeten Klimaschutzzielen entfernt. Das ergibt der aktuelle Wochenbericht des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung Berlin (DIW )39/2003. Die Emissionen von Kohlendioxid (CO2), des mit großem Abstand wichtigsten Treibhausgases, seien weltweit nach vorläufigen Schätzungen im Jahr 2002 um beinahe vier Prozent gegenüber dem Vorjahr gestiegen. In den Entwicklungsländern hätten sie mit über neun Prozent besonders kräftig zugenommen. Insgesamt wären die CO2-Emissionen im Jahr 2002 um annähernd ein Fünftel höher gewesen als 1990.

Kohleverbrauch nimmt vermutlich wegen hoher Rohölpreise zu

Weltweite CO2-Emissionen im Jahr 2002 angestiegen

Die weltweiten energiebedingten CO2-Emissionen sind im Jahr 2002 um 3 Prozent gegenüber dem Vorjahr angestiegen. Dies geht aus einem am Montag veröffentlichten Arbeitspapier von Ludwig-Bölkow-Systemtechnik (LBST) und Germanwatch hervor, das die aktuelle Entwicklung der globalen energiebedingten Kohlendioxidemissionen analysiert. Dem Papier zufolge blieben die Emissionen der Industrieländer konstant, während die Entwicklungsländer eine Zunahme um 7 Prozent verzeichneten. Doch hinter den gegenläufigen Bilanzen von Industrie- und Entwicklungsländern verberge sich eine andere Wahrheit.

Kalte Winter und Verkehr

Erneut mehr Treibhausgas-Emissionen in der EU

In der Europäischen Union sind im zweiten Jahr in Folge die Treibhausgas-Emissionen gestiegen. Damit rückt die EU weiter von der Verpflichtung ab, die gesamten Treibhausgasemissionen im Zeitraum 2008 - 2012 um acht Prozent gegenüber 1990 zu verringern, wie aus der jüngsten Bestandsaufnahme der Europäischen Umweltagentur EEA hervorgeht. Die Emissionen der Treibhausgase, die für den weltweiten Klimawandel verantwortlich gemacht werden, lagen im Jahr 2001 Schätzungen zufolge um einen Prozent höher als im Jahr zuvor. Laut ersten Erhebungen soll dafür der kältere Winter in den meisten EU-Staaten, der den Brennstoffverbrauch erhöhte, verantwortlich sein. Hinzu kämen höhere Emissionen im Transportwesen und der größere Verbrauch fossiler Brennstoffe in der Strom- und Wärmeproduktion.

Abgaskontrolle

Monitor: LKW-Hersteller manipulieren bei Schadstoffemissionen

LKW stoßen auf deutschen Straßen deutlich mehr Stickoxide aus, als nach geltendem Recht erlaubt. Das berichtet das ARD-Magazin Monitor in seiner kommenden Sendung (ARD, Donnerstag, 13.02.03, 20.15 Uhr). Dadurch steigt die Stickoxidbelastung der Bundesrepublik um etwa 140.000 Tonnen. Damit liegen die Emissionen des LKW-Verkehrs um knapp ein Drittel höher als bisher angenommen. Dies hat das Umweltbundesamt in einer bislang unveröffentlichten Versuchsreihe nachgewiesen. Weiter sagt das Amt, dass Hersteller die Motorelektronik bewusst so programmieren, damit im Alltagsbetrieb Kraftstoff gespart wird, was allerdings höhere Stickoxidbelastungen als erlaubt zur Folge hat.

Reduktion der Dioxin-Abgase in der Stahlindustrie

Neues System verringert giftige Emissionen

Der Leobener Montanuniversität ist in Zusammenarbeit mit der voestalpine-Industrieanlagenbau Erfolg in der Schadstoffverringerung gelungen: Die Reduktion von Dioxin-Abgasen. Mit Hilfe eines neuartigen Systems, bei dem Aktiv-Koks in den Abgasstrom eingeblasen wird, können nun die giftigen Gase erheblich reduziert werden. Abgassysteme können nun so konstruiert werden, dass einerseits die Einhaltung der gesetzlich vorgegebenen Umweltgrenzwerte bei der Stahlerzeugung garantiert ist und andererseits auch die Wirtschaftlichkeit der Unternehmen beibehalten werden kann.

Kyoto-Protokoll

Globale Treibhausgas-Emissionen steigen weiter

Auch zehn Jahre nach dem Umweltgipfel von Rio de Janeiro nehmen nach Angaben der Nichtregierungsorganisation Worldwatch Institute die weltweiten Kohlendioxidemissionen weiter zu. Die globalen Emissionen seien in den 90er Jahren um über neun Prozent gestiegen, sagte die Vizepräsidentin des Instituts, Hilary French. Als Beispiel für die negativen Folgen verwies French darauf, dass mittlerweile weltweit fast 30 Prozent aller Korallenriffe geschädigt seien. Zum Zeitpunkt des Rio-Gipfels seien es erst zehn Prozent gewesen.