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Manipulationsvorwürfe durch GRÜNE LIGA
Strom um jeden Preis - Energiestrategie umdenken
Der Umweltverband GRÜNE LIGA fordert vom Brandenburgischen Wirtschaftsminister eine Überarbeitung der Studie zur Energiestrategie und eine öffentliche Debatte zu deren Inhalten. Dies machte der Verband heute in einem Schreiben an den Minister Ralf Christoffers deutlich. "Das uns vorliegende Gutachten ist an mehreren Stellen zugunsten des Energieträgers Braunkohle manipuliert worden. Wir fordern die Landesregierung auf, das Gutachten zu einer sachlichen Diskussionsgrundlage zu überarbeiten und dann allen gesellschaftlichen Kräften eine angemessene Möglichkeit zur Stellungnahme einzuräumen, BEVOR das Kabinett entscheidet." sagt René Schuster, Vertreter der Umweltverbände im Braunkohlenausschuss des Landes Brandenburg. "Fest steht jedoch bereits jetzt, dass das Land bei Neubau eines konventionellen Kohlekraftwerkes am Standort Jänschwalde seine für 2030 festgeschriebenen Klimaziele in einem unverantwortbaren Maße verfehlen würde."
GRÜNE LIGA entlarvt Verschleierungstaktik
Weitere CO2-Endlager in Brandenburg geplant
Trotz Verschleierungsversuchen durch Wirtschaftsminister Ralf Christoffers sind in Brandenburg weitere CO2-Endlager geplant. Das macht ein Vertreter des Umweltverbandes GRÜNE LIGA heute auf einer Tagung der TU Berlin deutlich. “Die Landesregierung treibt das Braunkohlenplanverfahren Jänschwalde-Nord voran, wodurch CO2-Endlager weit über Beeskow und Neutrebbin hinaus notwendig würden", sagt René Schuster, der den Umweltverband im Braunkohlenausschuss des Landes vertritt. "Dabei wird die Rechnung ohne den Wirt gemacht. Die von der Verpressung des CO2 betroffenen Regionen sind weder bekannt, noch werden sie an der Diskussion um das Projekt beteiligt. Das verletzt Mindeststandarts an Transparenz und Ehrlichkeit."
Vattenfall beschleunigt Klimakollaps
Schweden soll Vattenfall-Pläne für Braunkohle-Tagebau in Brandenburg verhindern
Deutsche und schwedische Umweltschutzorganisationen haben am Freitag dem schwedischen Wirtschaftsministerium eine Resolution übergeben. Darin wenden sie sich gegen das Vorhaben des schwedischen Staatskonzerns Vattenfall, ein Naturschutzgebiet "von europäischer Bedeutung" in Brandenburg für einen Braunkohletagebau zu opfern. Auch in Schweden ist das Geschäftsgebaren des Stromkonzerns umstritten. So erklärte bereits im April 2005 die heutige Vize-Premierministerin Maud Olofssen: "Es ist nicht akzeptabel, dass der staatseigene Konzern Vattenfall überall durch Europa zieht und auf Braunkohle setzt."
"Nun wird der Bock zum Gärtner"
Vattenfall-Chef Josefsson wird Klimaschutzbeauftragter der Bundesregierung
Politik wird heute vielfach auch mit Ankündigungen, Symbolen und mit dem Einsetzen von Kommissionen und Sonderbeauftragten gemacht. Bemerkenswert ist eine aktuelle Personalie. So will sich die Bundesregierung in der Umweltpolitik künftig von zwei Klimaschutzbeauftragten unterstützt lassen. Sie sollen die Bundesregierung insbesondere während Deutschlands EU- und G8-Vorsitz im kommenden Jahr beraten, heißt es. Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und Umweltminister Sigmar Gabriel (SPD) stellten die Sonderbeauftragten am Freitag in Berlin der Öffentlichkeit vor: Bei den Beauftragten handelt es sich um den Direktor des Potsdamer Instituts für Klimafolgenforschung, Hans Joachim Schellnhuber, und um den Chef des Energie- und Atomkonzerns Vattenfall, Lars Josefsson. "Nun wird der Bock zum Gärtner", kommentierte der ostdeutsche Umweltverband Grüne Liga.
Vattenfall-Tagebau
Umweltorganisationen hoffen auf EU gegen Kohlebagger
Die Umweltorganisationen ROBIN WOOD, BUND, NABU und die GRÜNE LIGA haben sich mit einem offenen Brief an die EU-Kommission gewandt und den Erhalt der Lacomaer Teiche nahe Cottbus gefor-dert. Das Unternehmen Vattenfall Europe Mining AG beabsichtige, das Gebiet durch den Tagebau Cottbus-Nord in Anspruch zu nehmen. Die Braunkohlebagger seien bereits bis auf wenige hundert Meter an das Schutzgebiet herangerückt, während die Kommission erst noch eine Stellungnahme zu dem Vorhaben abgeben solle. Die Umweltschützer appellieren an die EU, die wirtschaftlichen Interessen eines Energiekonzerns nicht höher zu bewerten als den Naturschutz. "Der Konzern Vattenfall will sich auf Kosten eines wertvollen Schutzgebietes die enormen Gewinne aus der Braunkohlever-stromung sichern", kritisiert Bettina Dannheim von Robin Wood.
Naturschutzflächen
Vorschuss-Lorbeeren für die versprochene Sicherung des nationalen Naturerbes
Der Deutsche Naturschutzring (DNR) sowie zahlreiche Umweltverbände und Umweltstiftungen begrüßen die am Dienstag von Bundeskanzlerin Angala Merkel auf dem Deutschen Naturschutztag vorgestellte Initiative der Bundesregierung zur Sicherung des nationalen Naturerbes. "Die Zusage der Bundesregierung, bis zu 125.000 Hektar national bedeutsamer Naturschutzflächen im Eigentum des Bundes langfristig für den Naturschutz zur Verfügung zu stellen, ist ein Meilenstein im deutschen Naturschutz", meint der Präsident des Deutschen Naturschutzrings, Hubert Weinzierl. Nun müsse die Ankündigung "mit anspruchsvollen Zielen" in die Praxis umgesetzt werden. Viele Bundesländer wenden sich offenbar gegen die Naturschutzpläne.
Naturschutzgebiet
Streit um Braunkohletagebau in Brandenburg
Nach Angaben der Umweltschutzorganisation Robin Wood begann die brandenburgische Polizei am Dienstag eine seit zwölf Tagen bestehende Baumbesetzung im potenziellen Braunkohlegebiet Lacoma nahe Cottbus zu räumen. Die Baumbesetzer wollen die Umwandlung der Lacomaer Teichlandschaft in ein Braunkohlebaggerloch durch den schwedischen Energiekonzern Vattenfall verhindern. Ende letzter Woche habnen Mitarbeiter von Vattenfall offenbar begonnen, Rodungen im Teichgebiet vorzunehmen und Trassen für Entwässerungsrohre durch das Naturschutzgebiet zu bauen, obwohl nach Angaben von Robin Wood ein Planfeststellungsverfahren über die Zukunft der Lacomaer Teiche noch nicht abgeschlossen ist.
Fahrradsternfahrt
100.000 radelten durch Regen und Sturm für bessere Verkehrspolitik
Rund 100.000 Menschen haben am Sonntag in Berlin für eine fahrradfreundlichere Verkehrspolitik demonstriert. Trotz zeitweise starken Regens und heftiger Windböen radelten sie auf 17 Demo-Routen bis zum Brandenburger Tor, wo sie sich auf dem Umweltfestival über Klimaschutz und ökologischen Landbau informieren konnten.
UMWELTFESTIVAL 2005
Über 100.000 Menschen am Brandenburger Tor erwartet
Zum UMWELTFESTIVAL am 5. Juni erwartet die GRÜNE LIGA von 11 bis 20 Uhr über 100.000 Gäste und rund 200 Aussteller. Unter dem Motto "Prima Klima!" wirbt die GRÜNE LIGA vor dem Brandenburger Tor und auf der Straße des 17. Juni für Klimaschutz, Luftreinhaltung und den Ausbau der erneuerbaren Energien. Geboten werden neben Europas größtem Ökomarkt, eine Open-Air-Messe für Klimaschutz und erneuerbare Energien und ein vielfältiges Kulturprogramm.
"Clean coal" ist keine saubere Energie
Auch CO2-neutrale Kohlenutzung würde Dutzende Lausitzer Dörfer fressen
Vertreter des Naturschutzverbandes Grüne Liga äußern sich heute skeptisch zu der gestern vom Energiekonzern Vattenfall in Cottbus vorgestellten "clean coal"-Strategie. Mit einer neuen Technik soll dabei in Zukunft das bei der Verbrennung entstehende Klimagas CO2 aufgefangen werden. Die Grüne Liga wendet ein, dass die derzeit aktuellen Probleme der Braunkohlenutzung durch erste Schritte zu neuen Technologien nicht umweltverträglicher würden. So solle derzeit das Lacomaer Teichgebiet in Cottbus aus reinem Profitinteresse für den zweitgrößten Kohlendioxid-Emittenten der Bundesrepublik, das Kraftwerk Jänschwalde, vernichtet werden.
Braunkohle
Mehr Dörfer sollen dem Lausitzer Tagebau zum Opfer fallen
Der Lausitzer Braunkohlenbergbau will weitere Dörfer umsiedeln, berichtet der Naturschutzverband Grüne Liga Brandenburg über Äußerungen aus der Spitze der Bergbau-Gewerkschaft IGBCE. Geplant seien neue Tagebaue im Süden von Cottbus. Dies führe zur Umsiedlung des Cottbusser Stadtteils Kahren mit 1300 Einwohnern, warnt die Umweltorganisation. Die Grüne Liga empfiehlt, als Zeichen des Protests zu einem Ökostrom-Anbieter zu wechseln.
Internet
Berlin-Portal für Lebensqualität mit Zukunft ist online
Die GRÜNE LIGA Berlin stellt ab sofort das Internetportal Lifeguide-berlin ins Internet. Initiiert von der Projektstelle Lokale Agenda und unterstützt von der Projektagentur Zukunftsfähiges Berlin beim IZT (Institut für Zukunftsstudien und Technologienbewertung) zeigt es den Besuchern Handlungsoptionen für ein Nachhaltiges Leben. „Dabei geht es um Lebensqualität, die den Ressorcenhaushalt unserer Welt verantwortungsbewusst im Blick behält. Es geht um gut statt viel, um nutzen statt besitzen, um Verantwortung in der Einen Welt.”, so Stefan Richter, Geschäftsführer der GRÜNEN LIGA Berlin.
Braunkohle verdrängt Dörfer
Energiekonzern Vattenfall bedroht Vorort von Cottbus
Lakoma ist ein kleiner Vorort von Cottbus (Brandenburg), den es bald nicht mehr geben soll. Unter dem Dorf liegt Braunkohle, den der schwedische Energiekonzern Vattenfall Europe Mining AG abbauen will. Insgesamt 500 Hektar umfasst der Braunkohletagebau. Davon ist Lakoma ein kleines Randgebiet. Am Freitag wurde ein weiteres Haus abgerissen: das "Haus Nummer 15", dass Menschen Übernachtungsmöglichkeiten bot. Damit wird probiert, das Dorf auszubluten. "Vattenfall schafft gerne Tatsachen", so der Benno Röthing, der Führungen in das Landschaftsschutzgebiet macht. Erst im Juni 2005 muss das Dorf komplett freigegeben werden. Dann wird Lakoma zu den geräumten Dörfern der insgesamt 78 gehören. Eine kleine Gemeinschaft aus Cottbuser-Künstlern, die zum Teil auch zu dem Verein Lakoma gehören, erhalten das Dorfleben. Sie wollen bleiben und sich weiter für die einzigartige Naturlandschaft Lakomas einsetzen. Die Umgebung der zahlreichen Teiche beherbergen seltene Tierarten. Eine davon ist der seltene Eremitenkäfer, der auf der roten Liste der bedrohten Arten steht und höchsten Schutz bedarf.
Umweltwissen
Berliner Umweltbibliothek online erreichbar
Die Umweltbibliothek der GRÜNEN LIGA Berlin hat ihren Buchkatalog ins Internet gestellt. 2000 Bücher und 100 Videos zu allen Umwelt-Themen, aber auch zu alternativen Lebensweisen oder Entwicklungspolitik können jetzt online gefunden werden. Gesucht werden kann nach Autor, Titel, Verlag oder nach Schlagworten. In der kleinen Bibliothek in der Prenzlauer Allee 230 - gleich neben der Bezirksbibliothek am Wasserturm - können die Bücher dann vier Wochen kostenlos ausgeliehen werden.
Nachhaltigkeit als Herausforderung
Woche der Zukunftsfähigkeit bis zum 26. September in Berlin
Die GRÜNE LIGA lädt im Rahmen der von ihr initiierten "WOCHE der Zukunftsfähigkeit" zum Blick in die nachhaltige Zukunft Berlins. Über Bürgersolaranlagen, nachhaltige Wohnprojekte, Solarboote bis hin zu Lösungsansätzen für einen umweltfreundlichen Berufsverkehr reicht die breite Spanne der Angebote. Bereits zum dritten Mal veranstaltet die GRÜNE LIGA Berlin gemeinsam mit der UfA-Fabrik/id22 die WOCHE der Zukunftsfähigkeit, in der sich nachhaltige Projekte aus Berlin und Brandenburg der Öffentlichkeit präsentieren. An 8 Tagen zeigen über 150 Projekte ihre Lösungsansätze für eine ökologische und soziale Zukunft.
Umweltfestival ein voller Erfolg
250.000 Radler beteiligten sich an der Sternfahrt
Eine viertel Million Fahrradfahrer haben am Sonntag die Hauptstadt eingenommen. Unter dem Motto "Berlin fährt Rad - Respekt für Radler" traten nach Angaben der Veranstalter rund 250.000 Biker für ihre Rechte in die Pedale und veranstalteten damit die weltweit größte Fahrraddemonstration. Auch Abschnitte der Stadtautobahn waren stundenweise für die Drahtesel reserviert. Gefordert werden vor allem sichere Radfahrspuren auf den Straßen.
Internationaler Tag der Artenvielfalt
Grüne Liga kritisiert Berliner Politik
Die Grüne Liga Berlin weist anlässlich des Internationalen Tages der biologischen Vielfalt am 22. Mai auf die Politik gegen das Berliner Stadtgrün hin. In Pankow wurden Hausbesitzer vom Tiefbauamt aufgefordert, ihre illegale Fassadenbegrünung "sofort zu beenden", da es sich um "unerlaubte Nutzung des Straßenlandes handle", denn ebenda wurzeln die Übeltäter und das ohne Genehmigung. Mit den Pflanzen gehen auch zahlreiche Nistmöglichkeiten für großteils geschützte Vogelarten verloren. Das bedeutet einen doppelten Verlust für die Anwohner und einen schweren Schlag gegen die belebte Stadtnatur.
Strafanzeige gegen Energiekonzern
Proteste bei Einweihung der neuen Vattenfall-Zentrale in Cottbus
Unter dem Motto "Vattenfall kommt - Lacoma bleibt! Neue Energien nutzen" haben UmweltschützerInnen am Freitag Nachmittag während der Einweihung der neuen Vattenfall-Zentrale in Cottbus für den Erhalt der Lacomaer Teichlandschaft und eine Wende in der Energiepolitik demonstriert. Erst vor wenigen Tagen hatte der Naturschutzverband Grüne Liga Strafanzeige gegen Vattenfall gestellt, da der Konzern Lacomaer Teichlandschaft schädigt und durch den Braunkohletagebau Cottbus-Nord bedroht. "Etwa sechs Kilometer von der neuen Konzernzentrale entfernt arbeitet Vattenfall auf die Zerstörung des landschaftlich wertvollsten Cottbuser Stadtteils hin. Das ist für uns nicht hinnehmbar!", begründet Daniel Häfner, Sprecher der "Freunde von Lacoma" die Aktion.
Preisausschreiben
Effektivste städtische Solaranlage Deutschlands gesucht
In welcher Großstadt Deutschlands arbeitete im letzten Jahr die ertragsreichste Photo-Voltaik-Anlage, die PV-Sonnenkönigin? Besitzer von Photovoltaikanlagen in Großstädten ab 500.000 Einwohnern können sich bis zum 14. Mai 2004 bewerben. Aus den Einsendungen wird von der DGS und der GRÜNEN LIGA Berlin, unter Berücksichtigung der jeweiligen Strahlungsverhältnisse am Ort, die effizienteste Anlage ausgewählt. Als Preise winken ein Strahlungsmessgerät, ein solarer Milchaufschäumer und Solarschmuck.
15. und 16. März
Umweltfilmfestival ÖKOMEDIA in Potsdam
Auch in diesem Jahr macht das Internationale UmweltFilmFestival ÖKOMEDIA in Potsdam Station. Bereits zum 14. Mal touren die die preisgekrönten Filme durch 13 Nachspielorte in Brandenburg. Am 15. und 16. März zeigen der NABU Brandenburg und ARGUS Potsdam e.V. im Potsdamer Filmmuseum sowohl Schüler- als auch Abendprogramme. Ausgewählt wurden diese aktuellen Umwelt- und Naturfilme beim Hauptfestival in Freiburg (Breisgau) im Herbst vergangenen Jahres. Einige der 250 Beiträge aus 14 Ländern werden nun auch in Potsdam zu sehen sein.
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