sandra-pfotenhauer
"Stiller Pakt mit der Holzmafia"
Umweltschützer beklagen illegale Tropenholz-Importe
Nach Angaben der Umweltstiftung WWF soll die EU im Jahr 2003 illegales Holz im Wert von 2,6 Milliarden Euro aus Asien importiert haben. Dies ergebe sich aus den Außenhandelsdaten der EU. Deutschland kaufe nach der WWF-Studie "Heiße Ware Tropenholz" beispielsweise jährlich allein aus Indonesien illegales Holz im Wert von 150 Millionen Euro. Der volkswirtschaftliche Schaden dieser Form der "geduldeten organisierten Kriminalität" sei enorm, hieß es seitens des WWF. Der illegale Handel drücke den Holzpreis weltweit um bis zu 16 Prozent und schädige so nicht nur den Wald, sondern auch nachhaltig wirtschaftende Waldbesitzer und Holzunternehmen. Auch Greenpeace wandte sich erneut gegen den Import von Tropenholz.
Wald
Holzkonzern zahlt Schmiergelder in Afrika
Der deutsch-schweizerische Holzkonzern Danzer soll Schmiergelder an Beamte in Zentralafrika und in Kamerun gezahlt haben. Das berichtet die Umweltorganisation Greenpeace. Darüber hinaus kaufe die Danzer Tochterfirma Interholco wissentlich Holz von der kamerunischen Firma MMG, die Holz unerlaubt einschlage. Greenpeace beruft sich dabei auf einen firmeninternen Bericht über eine Dienstreise zu den Partnerfirmen in Afrika, der von einem der beiden Interholco Geschäftsführer, René Giger, geschrieben sei und Greenpeace vorliege.
Urwaldschutz
1500 Kubikmeter indonesisches Sperrholz aus zweifelhaften Quellen in Bremen
Die Umweltorganisation Greenpeace hat heute während einer Protestaktion gegen den Import und Handel mit Holz aus Urwaldzerstörung im Bremer Hafen Strafanzeige wegen Diebstahl, Hehlerei und Geldwäsche gestellt. Die 30 Umweltschützer fanden 1500 Kubikmeter indonesisches Sperrholz aus dubiosen Quellen. Unter den Sperrholzlieferanten befinden sich Firmen wie Barito Pacific und Korindo, die bekanntermaßen in illegale Abholzungen in Indonesien verwickelt sind. In Indonesien werden die Urwälder bis zu 90 Prozent ohne Genehmigung abgeholzt - ein Teil des Holzes gelangt auch nach Deutschland.
"Sklaverei und Mord in Amazonien"
Neue Studie zur Zerstörung des Amazonas-Regenwaldes durch Holzkonzerne
Ein am Montag veröffentlichter Greenpeace-Report mit dem Titel: "Sklaverei, Mord und illegaler Holzeinschlag im großen Stil" enthüllt das alarmierende Ausmaß der sozialen und ökologischen Konflikte im brasilianischen Amazonas-Urwald. Der Report beschreibt die Besetzung von bisher unberührten Urwaldgebieten im brasilianischen Bundesstaat Pará durch ein Netzwerk aus internationalen Holzkonzernen, Politikern und lokalen Mafia-Bossen. 25.000 Menschen müssen in Pará als Sklaven arbeiten, viele werden auf der Flucht ermordet.
Afrikas Urwälder im Sägewerk
Greenpeace-Aktion für ein EU-Gesetz zur Kontrolle von illegalen Holzimporten
Etwa 30 Greenpeace-Aktivisten protestierten am Montag am Sägewerk der Firma Max Wagner KG in Bad Essen (Niedersachsen) am Mittellandkanal gegen den Import von und Handel mit Holz, für das die Urwälder Afrikas zerstört werden. Sie sind dort auf das Binnenschiff "Ilmenau" geklettert, dessen Ladung mit afrikanischem Rundholz für das Sägewerk Wagner bestimmt ist. Die Umweltschützer halten ein Transparent mit der Aufschrift "Hier ruhen die letzten Urwälder Afrikas" und malen weiße Kreuze auf die Baumriesen. Am Entladekran haben die Kletterer ein Transparent "Urwaldfriedhof Wagner" entrollt.
WestLB soll internationale Standards einhalten
Proteste gegen Öl-Pipeline in Ecuador
Gegen den Milliardenkredit der WestLB für den Bau der OCP-Pipeline in Ecuador protestierten am Donnerstag Greenpeace-Aktivisten vor dem Sitz von Peer Steinbrück (SPD), dem Ministerpräsidenten Nordrhein-Westfalens, in Düsseldorf. Die Umweltschützer nahmen die Jahresbilanz-Pressekonferenz der WestLB am Freitag, deren größter Anteilseigner die Landesregierung ist, als Anlass für die Aktion. Gleichzeitig reichte Greenpeace in Berlin beim Bundesminister für Wirtschaft und Arbeit, Wolfgang Clement (SPD), Beschwerde gegen die WestLB ein. Die Organisation wirft der WestLB vor, die OECD-Leitsätze für multinationale Unternehmen missachtet zu haben. In den Leitsätzen der 30 wichtigsten Industrieländer geht es um Mindeststandards für Wirtschaftsprojekte. Die umstrittene Pipeline soll im Herbst 2003 in Betrieb genommen werden.
Rodung der Urwälder
Greenpeace-Proteste gegen Handel mit Holz aus Liberia
Gegen den Handel mit Holz aus den letzten Urwäldern Liberias protestieren seit den frühen Morgenstunden rund 25 Greenpeace-Aktivisten bei der Firma "Fritz Offermann Sägewerk und Holzimport" in Preußisch-Oldendorf in Nordrhein-Westfalen. Die Umweltschützer reagierten damit auf eine Entscheidung des Sicherheitsrates der Vereinten Nationen (UN). Dieser hatte am gestrigen Dienstag beschlossen, ein Handelsverbot für Holz aus dem westafrikanischen Liberia zu verhängen. Mit den Gewinnen aus dem Holzverkauf würden bislang die blutigen Bürgerkriege in Liberia und den umliegenden Ländern finanziert, kritisiert die Umweltorganisation.
Afrikas Urwälder für Waffen abgeholzt
Greenpeace fordert Ende des Holzhandels mit dem Bürgerkriegsland Liberia
Gegen den Import von Holz, für das afrikanischer Urwald zerstört wurde, protestieren am Montag etwa 30 Greenpeace-Aktivisten auf dem Gelände des Midgard-Hafens im niedersächsischen Nordenham. Mit schwarzen Kreuzen und weisser Farbe haben sie den größten deutschen Umschlagplatz für afrikanische Rundhölzer als Urwaldfriedhof gekennzeichnet. Aus der Luft ist zu lesen: "Africa crime - Urwaldfriedhof Midgard-Hafen". Ein Aktivist in einem drei Meter großen Baumkostüm fordert: "Rettet die Urwälder". Anlass der Aktion ist die heutige Beratung des UN-Sicherheitsrates in New York über den Bürgerkrieg im westafrikanischen Liberia. Midgard importiert regelmäßig Holz von Firmen in Liberia, die nach Angaben der Vereinten Nationen (UN) in illegalen Waffenhandel verwickelt sind.
WestLB und Ecuador
Weltbankexperte prüft Pipeline-Projekt
Werden beim Bau der umstrittenen OCP-Ölpipeline in Ecuador Weltbankstandards eingehalten oder nicht? Um diese Frage kreist die andauernde Kontroverse über einen Kredit der WestLB für das OCP-Projekt. Die WestLB und die Landesregierung von NRW haben zwar stets erklärt, dass die Einhaltung der Weltbankstandards unabdingbare Voraussetzung für die Finanzierung des Projektes sei; sie waren jedoch bisher nicht bereit, dies durch einen kompetenten Experten verifizieren zu lassen. Deshalb haben Nichtregierungsorganisationen aus Deutschland, Italien und den USA nun auf eigene Kosten einen unabhängigen Gutachter beauftragt, die leidige Frage abschließend zu klären. Das Gutachten wird Ende des Monats erwartet.
Proteste im Hafen Nordenhams
Greenpeace fordert Stopp der Urwaldabholzung
Eine Woche vor dem Treffen der G8-Staaten in Kanada appelliert Greenpeace damit an die G8-Staatschefs, die Urwälder endlich als wertvolle Zentren der Artenvielfalt zu schützen. Die Aktivisten bemalten die im Hafen lagernden Urwald- Holzstämme und Sägehölzer mit dem Spruch "G8: Rettet die Urwälder" und entrollten von den Entladekränen an der Pier ein Transparent "G8: Save ancient forests now!". Der Hafen in Nordenham ist der größte deutsche Umschlagsplatz für Rundholz aus afrikanischen Urwäldern.
Urwaldgipfel in Den Haag
400 Wissenschaftler für den Schutz der Urwälder
Mehr als 400 deutsche Wissenschaftler haben gemeinsam mit Greenpeace die Regierungen der UN-Staaten aufgerufen, auf dem derzeit in Den Haag tagenden UN-Urwaldgipfel wirksame Maßnahmen zum Schutz der letzten Urwälder zu ergreifen. "Die Zerstörung der letzten Urwälder zieht ein massives Artensterben mit sich", so Sandra Pfotenhauer, Waldexpertin bei Greenpeace. "Menschen, die von Urwäldern leben, wird die Lebensgrundlage entzogen. Und das Verschwinden der Urwälder beeinflusst das Weltklima. Die Fakten liegen unumstritten auf dem Tisch. Die Teilnehmer des Urwaldgipfels in Den Haag sind jetzt in der Verantwortung, die Vernichtung der Urwälder zu stoppen."
Urwaldabholzung
Greenpeace-Aktion gegen Handel mit afrikanischem Urwaldholz
Seit Dienstag protestieren 70 Greenpeace-Aktivisten gegen den Handel mit Urwaldholz aus Zentral- und Westafrika auf dem Lagergelände der Holzhandelsfirma "Fritz Offermann" in Preussisch-Oldendorf (Nordrhein-Westfalen). Die Umweltschützer markieren Stämme mit dem Spruch "Dies war Urwald". Zehn Kletterer haben den Entladekran besetzt und ein 19 Meter langes Transparent mit der Forderung "Kein Holz aus Urwaldzerstörung!" entrollt.
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