sars
Getestet
Erste SARS-Impfungen in China
In China werden die ersten klinischen Versuche von SARS-Impfungen vorbereitet. Das berichtet das Wissenschaftsmagazin New Scientist. Nach Angaben der staatlichen chinesischen Nachrichtenagentur Xinhua sollen die Tests noch vor Ende Dezember beginnen. Kritiker sind der Ansicht, dass das Vorgehen der Chinesen übereilt sei, da die Wirksamkeit des Impfstoffes noch nicht genau untersucht wurde. Sie werfen den Chinesen vor, dass ein solcher Impfstoff SARS sogar noch gefährlicher machen könnte als bisher.
Coronavirus
SARS-ähnliches Virus infiziert Menschen
Das SARS-ähnliche Virus, das auf einem Markt in Guandong nachgewiesen wurde, ist von Tieren auf den Menschen übergesprungen. Zu diesem Ergebnis ist eine Studie von Wissenschaftlern der University of Hong Kong gekommen. Damit ist laut dem Wissenschaftsmagazin Science ein wichtiger Schritt bei der Ermittlung der ursprünglichen Herkunft des SARS-Virus gelungen. Im Mai hatte das Team um Yi Guan bereits erste Forschungsergebnisse von Tests mit einem SARS-ähnlichen Coronavirus bei Markttieren wie Larvenrollern veröffentlicht. Erste Genom-Vergleiche zeigten, dass die beiden Erreger nahezu identisch waren.
Umstrittene Ergebnisse
MS-Medikament gegen Sars
Deutsche Wissenschaftler haben in einem gängigen Medikament gegen Multiple Sklerose (MS) einen Wirkstoff gegen die Atemwegsinfektion SARS gefunden. Das berichtet BBC-Online. In Labortests hätten die Wissenschaftler feststellen können, dass das Virus sich nach der Verabreichung des Medikaments nicht weiter ausbreite. Britische Forschungseinrichtungen haben dagegen die ihrer Meinung nach "übertriebenen Ergebnisse" kritisiert. In diesem Augenblick wären Jubelrufe noch verfrüht, heißt es seitens der UK Health Protection Agency.
Gefahr nicht gebannt
Experten warnen vor neuem Sars-Ausbruch
Experten sind der Ansicht, dass SARS gegen Ende des Jahres erneut ausbrechen könnte. Erst vor knapp zwei Wochen erklärte die WHO, dass die Infektionskrankheit, die rund 800 Todesopfer und 8.000 Infizierte forderte, keine Gefahr mehr darstelle. Experten zeichnen aber ein anderes Bild: Ihrer Meinung nach könnte die Erkrankung schon in wenigen Monaten erneut wieder ausbrechen, berichtet BBC-online. Laut einer Umfrage des britischen Journal of Epidemiology and Community Health unter neun Experten seien sich alle Wissenschaftler sich einig gewesen, dass Gesundheitsbehörden zu schnell eine generelle Entwarnung gegeben hätten, da die Risikofaktoren von SARS immer noch nicht geklärt seien.
Zwei Tage ohne neue Erkrankung
Sars im Rückzug
Der SARS-Ausbruch hat laut Weltgesundheitsorganisation WHO den Höhepunkt überschritten. Dies gelte für alle betroffenen Länder einschließlich der von der Lungenkrankheit am schlimmsten heimgesuchten Nation China zu. Die Stellungnahme erfolgte nachdem in China zwei Tage in Folge über keinen neuen SARS-Fall berichtet wurde. In China sind laut Angaben der Behörden allerdings zwei weitere Patienten an der Lungenkrankheit gestorben, in Hongkong einer.
Schutz durch Hygiene
Neue Sars-Wellen jederzeit möglich
Der chinesische SARS-Experte und Direktor des Guangzhou Institutes für Atmemwegsserkrankungen Zhong Nanshan warnt vor einem möglichen neuen Ausbruch der gefährlichen Lungenkrankheit. Laut Zhong nähert sich die derzeitige SARS-Epidemie in China dem Ende zu. Er beruft sich dabei auf Analysen, wie sich die Epidemie in der südchinesischen Provinz Guangdong und Hongkong entwickelte und abflaute. "Aber wenn viele Mengen quer durch das Land reisen, wird SARS möglicherweise in Zukunft fluktuieren", zitiert die China Daily Zhong.
Zu hoch gegriffen
Sars-Experte kritisiert WHO
Nachdem die Weltgesundheitsorganisation WHO den starken Rückgang neuer SARS-Fälle in China in Frage gestellt hat, äußert nun ein führender SARS-Experte Chinas Kritik an der WHO. So soll die Organisation die geschätzte SARS-Sterberate mit 15 Prozent zu hoch angegeben haben. „15 Prozent könnten eine Überschätzung sein", erklärt Zhong Nashan, Direktor des Guangzhou Instituts für Atmungserkrankungen. Zhong beschäftigt sich bereits seit vergangenem Jahr mit SARS.
Antikörper nachgewiesen
Robert-Koch-Institut entwickelt SARS-Test
Das Robert Koch-Institut hat einen hat einen diagnostischen Test zum Nachweis von Antikörpern gegen das SARS-Virus entwickelt. Mit dem kommerziell Immunfluoreszenztest können laut Angaben des Instituts erstmals Antikörper gegen den SARS-Erreger bei infizierten Personen nachgewiesen werden. Dabei werden Blutproben auf das Vorhandensein und die Konzentration spezifischer Immunglobuline untersucht, heißt es in einer Aussendung.
Bedrohte Haustiere
SARS soll Handel mit Zibetkatze eindämmen
Die Erreger der Lungenkrankheit SARS kommen eventuell von der Zibetkatze. Dieser in jüngsten Forschungen hergestellte Zusammenhang zwingt die chinesischen Behörden zu strikteren Maßnahmen, den Handel beziehungsweise den Konsum mit wild lebenden Tieren einzudämmen. Lokale Verwaltungen und NGOs wollen die gängige Praxis, die vom Aussterben bedrohten Tiere zu verkaufen und zu verzehren, stoppen. Bislang haben die zuständigen Behörden das Verbot ignoriert.
Kaum Experten
Chinesisches Gesundheitssystem mit SARS überfordert
Das Gesundheitsvorsorge-System im ländlichen China ist mit einem großen SARS-Ausbruch gänzlich überfordert, dies bestätigt der chinesische Premier Wen Jiabao. Laut Wen hapert es vor allem an den Einrichtungen. Die technischen Möglichkeiten seien unzureichend und Epidemie-Überwachungssysteme schlecht. Wen bestätigt offiziell auch die Befürchtung vieler Spezialisten, wonach eine rasche SARS-Ausbreitung in das arme ländliche chinesische Hinterland noch viel schlimmer als der SARS-Ausbruch in Peking sein werde.
20 Prozent sterben
Todesrate bei SARS höher als angenommen
Die erste detaillierte Studie über die Ausbreitung des SARS-Virus hat ergeben, dass die Todesrate unter den Kranken viel höher ist als bislang angenommen. In Hongkong stirbt fast jeder Fünfte ins Krankenhaus eingelieferte SARS-Patient an der Lungenkrankheit. Die neue Studie, die auf einem Sample von 1.425 Fällen basiert, legt eine Todesrate von 20 Prozent fest. Die WHO ging bislang von einer Todesrate von fünf Prozent aus.
Ansteckung
Kein Impfstoff gegen SARS
Trotz der endgültigen Identifizierung des SARS-Erregers ist nach Experten-Ansicht kurzfristig kein Impfstoff gegen die Lungenerkrankung zu erwarten. Eine derartiger Impfschutz werde auch "in ein oder zwei Jahren wahrscheinlich noch nicht verfügbar sein", sagte die Virologin Brunhilde Schweiger vom Berliner Robert-Koch-Institut (RKI). Es bleibe daher die wichtigste Aufgabe, durch die Isolierung von Patienten und Vorsichtsmaßnahmen die Ausbreitung der Krankheit einzudämmen. Dies sei mit den inzwischen entwickelten Schnellnachweisverfahren noch effektiver möglich.
Lungenerkrankung
SARS-Erreger nach WHO-Angaben endgültig identifiziert
Der Erreger der lebensbedrohlichen Lungenerkrankung SARS ist nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation (WHO) endgültig identifiziert. Es handele sich dabei um eine beim Menschen bislang unbekannte Art aus der Gruppe der Coronaviren, teilte die WHO am Mittwoch in Genf mit. Letzte noch bestehende Unsicherheiten über die Art des Erregers seien zweifelsfrei ausgeräumt. Die weltweit auf diesem Gebiet kooperierenden Laboratorien könnten nun ihre Untersuchungen beispielsweise über die genetische Struktur des SARS-Virus weiter vorantreiben, hieß es.
SARS
Schnelltest weist Seuche innerhalb kürzester Zeit nach
Fortschritt im Kampf gegen die gefährliche Lungenkrankheit SARS: Die Seuche kann jetzt weltweit erstmals mit einem kommerziellen Schnelltest innerhalb kürzester Zeit nachgewiesen werden. Am Dienstag seien die ersten etwa 1.000 Test-Sets nach Asien und Kanada verschickt worden, sagt der Molekularbiologe vom Hamburger Bernhard-Nocht-Institut für Tropenmedizin, Thomas Grewing. Das Biotech-Unternehmen stellt die diagnostischen Tests nach eigenen Angaben zunächst kostenlos den Kompetenzzentren in Singapur, Hongkong und Toronto zur Verfügung.
SARS
Peking wird desinfiziert
Pekings Gesundheitsbehörde hat zur Prävention der SARS-Ausbreitung umfassende Kontrollmaßnahmen angeordnet. Teil der Maßnahmen sei eine massive Desinfektion der Stadt, gibt die Behörde bekannt. 17.114 Fahrzeuge und große Teile des Flughafens seien bereits sterilisiert worden, nun solle auch an öffentlichen Plätzen wie Schulen, Märkten, Zugstationen und Unterhaltungszentren soll die Desinfektion verstärkt werden. Hinzu kämen Züge und Taxis.
SARS
Leipziger Virologe warnt vor Panikmache wegen Lungenerkrankung aus Asien
Der Leipziger Virologe Bernhard Ruf warnt wegen der Lungenkrankheit SARS vor Panikmache in Deutschland. Zurzeit gebe es noch keine Ansteckungen in Deutschland, betonte Ruf am Dienstag im Deutschlandfunk. Von Reisen nach Südostasien rät der Experte aber ab. Wer unbedingt dorthin fahren müsse, sollte nach Möglichkeit große Menschenansammlungen meiden und einen Mundschutz mitnehmen.
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