wattenmeer
Nach Blauhelm-Einsatz ins Wattenmeer
Urlaubsort Sylt
Kurz zuvor hat Daegeon Hyun als Soldat der Vereinten Nationen mitgeholfen, im erdbebengeschüttelten Haiti zerstörte Häuser wieder aufzubauen. Nun zieht der Südkoreaner als Freiwilliger bei der Schutzstation Wattenmeer in Hörnum auf Sylt Zäune und bringt Schilder an, um Brutgebiete seltener Vogelarten zu schützen.
Zwei Monate lang ist „Hyundai“, wie er von seinen Freunden genannt wird, im Weltnaturerbe Wattenmeer, um im Naturschutz zu arbeiten und seine Sprachkenntnisse zu verbessern.
Einstimmig gegen den Energieriesen
RWE soll Pläne zur Ölsuche im Wattenmeer aufgeben
Egal wo die RWE AG in Deutschland hingeht - die Bevölkerung will die atomar-fossilen Großprojekte des Energieriesen nicht mehr. Volksabstimmungen gegen Kohlekraftwerke, Demonstrationen und Klagen gegen Atomkraftwerke und nun auch noch Widerstand von Kommunalpolitikern gegen die Ölsuche im Wattenmeer. So hat der nordfriesische Kreistag auf seiner Sitzung am 7. März einstimmig eine neue Öl- und Gassuche von RWE Dea abgelehnt. "Die Pläne des Energiekonzerns sind für eine Tourismus- und Naturregion wie Nordfriesland einfach widersinnig", kommentierte Rainer Borcherding von der Schutzstation Wattenmeer die Entscheidung. "Wir fordern RWE Dea auf, dem Beispiel anderer Energiekonzerne zu folgen und auf jegliche Rohstoffförderung in Großschutzgebieten zu verzichten"
Vogelzug & Klimawandel
Rückgang arktischer Zugvögel im Wattenmeer
Mit einem Seminar an Deutschlands bekanntestem Leuchtturm möchte die Husumer "Schutzstation Wattenmeer" auf den Rückgang arktischer Zugvögeln aufmerksam machen. Heute kommen nach Angaben von Rainer Schulz von der Schutzstation noch jährlich 10-12 Millionen Vögel ins Wattenmeer, um auf dem Weg zwischen warmen Überwinterungsgebieten und arktischen Brutrevieren neue Reserven anzulegen. Doch manche dieser hoch spezialisierte Arten, wie Ringelgans oder Knutt, hätten in den letzten Jahren bereits ein Viertel ihrer Bestände eingebüßt. Verschiedene Forschungsergebnisse deuteten darauf hin, "dass dies nur die ersten Folgen des globalen Klimawandels sind", so Schulz.
Giftfracht im Wattenmeer
WWF-Studie zeigt Auswirkungen der hohen Schadstoffbelastung auf das Meer
Trotz verschiedener Abkommen zum Schutz der Meere gelangen immer noch viel zu viele Schadstoffe ins Wattenmeer. Es handelt sich um Zusätze in Kunststoffen, Waschmitteln und Kosmetika sowie einige Pestizide und Biozide. Neben der hohen Konzentration der Schadstoffe sind langlebige, schwer abbaubare und hormonell wirksame Chemikalien besonders gefährlich. Sie können bei den Bewohnern des Wattenmeeres langfristig gravierende Schäden wie Immunschwäche, Fruchtbarkeitsstörungen oder Krebs verursachen. Zu diesem Ergebnis kommt eine neue Studie, die der WWF heute vorgestellt hat.
Antrag bei UNESCO
Wattenmeer soll Weltnaturerbe werden
Bereits heute genießt das schleswig-holsteinische Wattenmeer an der Nordseeküste den höchsten deutschen Schutzstatus und zählt zu den wenigen Nationalparks der Republik. Doch könnte diese einzigartige Landschaftsform womöglich noch höhere Weihen erfahren: Bei der nächsten Konferenz der Umweltminister von Deutschland, Dänemark und den Niederlanden soll ein Antrag an die UNESCO (Sonderorganisation der Vereinten Nationen zur Förderung von Wissenschaft, Erziehung, Kultur) verabschiedet werden, das Wattenmeer als "Weltnaturerbe" einzustufen.
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