weiterbildung
"Gescheiterte Wissenschaftler" zurückholen
Laut Bundesregierung fehlen in Deutschland 70.000 Wissenschaftler
Nach Angaben des Bundesbildungsministeriums fehlen in Europa derzeit 700.000 Wissenschaftler, 10 Prozent davon in Deutschland. Die Lücke will das Ministerium durch Programme für den wissenschaftlichen Nachwuchs schließen, wie Staatssekretär Michael Thielen am Dienstag (28. Oktober) in Berlin sagte. Die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) warnte am Dienstag ebenfalls vor einem Mangel an Wissenschaftlern: In den Jahren 2009 bis 2020 müssten jährlich 2700 Hochschullehrer jährlich eingestellt werden, um die aus Altersgründen ausscheidenden Professoren zu ersetzen.
Kurse belegen
DIHK erwartet von Arbeitnehmern Weiterbildung im Urlaub
Der Deutsche Industrie- und Handelskammertag (DIHK) hat die Arbeitnehmer in Deutschland aufgefordert, in der Urlaubszeit Weiterbildungskurse zu belegen. DIHK-Hauptgeschäftsführer Martin Wansleben sagte der Zeitung "Die Welt": "Wir haben zusammen mit Schweden die meisten Urlaubs- und Feiertage - da ist genug Luft für beides: Erholung und Weiterbildung. Die Arbeitnehmer in Deutschland müssen mehr Ferien- und Freizeit in ihre Weiterbildung investieren - gerade auch vor dem Hintergrund des drohenden Fachkräftemangels." Wansleben beklagte zugleich, dass "derzeit beispielsweise im Bereich der Industrie- und Handelskammern nur rund ein Viertel aller Absolventen einer Ausbildung später auch an einer Weiterbildungsprüfung teilnimmt."
Druck auf ältere Arbeitslose erhöhen
Bayern für "Weiterbildung" von älteren Arbeitnehmern mit Erfahrung und Wissen
Das bayerische Kabinett hat Leitlinien zur Verbesserung der Beschäftigungschancen älterer Arbeitnehmer beschlossen. Wie die Staatskanzlei am Dienstag mitteilte, ist unter anderem eine Verstärkung von Weiterbildungsmaßnahmen vorgesehen. Außerdem will Bayern den Druck auf ältere Arbeitslose erhöhen, sich um eine neue Stelle zu bemühen. Zudem solle die Besserstellung von Älteren beim Kündigungsschutz abgeschafft und so ihre Einstellung erleichtert werden, sagte ein Sprecher des Arbeitsministeriums.
Mehr Arbeit für Ältere
DIHK-Chef Braun kritisiert Frühverrentung und bietet Weiterbildung an
Der Deutsche Industrie- und Handelskammertag (DIHK) spricht sich gegen die von der Koalition geplante zweijährige Verlängerung der so genannten 58er-Regelung zur Frühverrentung aus. Die Frühverrentungsstrategien der Vergangenheit sind nach Auffassung von DIHK-Präsident Ludwig Georg Braun angesichts der angespannten Rentenkassen und der demografischen Entwicklung "nicht mehr zeitgemäß". Stattdessen gehe es, so Braun gegenüber der Chemnitzer "Freien Presse", um deutlich mehr Beschäftigung für Ältere, ohne zu verraten, wo die Arbeitsplätze für Ältere zu finden sind.
Weiterbildung
GEW begrüßt lebenslanges Lernen
Die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) hat die Ansätze in dem Abschlussbericht der Expertenkommission zur "Finanzierung Lebenslangen Lernens" gelobt. "Das Gutachten ist eine gute Vorlage. Jetzt muss die Politik die vorwärtsweisenden Vorschläge schnell aufgreifen und ein Handlungskonzept entwickeln", erklärte Ursula Herdt, für berufliche Bildung und Weiterbildung verantwortliches GEW-Vorstandsmitglied. Die GEW unterstützt vor allem die Forderung der Kommission nach einem ,Erwachsenen-BAFöG'. Nicht nur Manager hätten das Recht auf lebenslanges Lernen, so Herdt. Menschen mit niedrigen Bildungsabschlüssen, Arbeitslose, Alleinerziehende und Migranten müssten stärker für die Weiterbildung gewonnen werden.
Ausbildungspakt
Sozialverband fordert bessere Ausbildungschancen für behinderte Jugendliche
Behinderte Jugendliche sollen bessere Chancen auf einen Ausbildungs- und Arbeitsplatz haben. Der Sozialverband Deutschland (SoVD) forderte Bundesregierung und Wirtschaft auf, junge Behinderte beim Ausbildungspakt zu berücksichtigen. Bisher würden nur wenige behinderte Jugendliche überhaupt einen betrieblichen Ausbildungsplatz erhalten.
Bildung
Europäische Patentorganisation gründet eine Patentakademie
Im Hinblick auf die Weiterentwicklung und Harmonisierung von Patentrecht und -praxis in ihren Mitgliedstaaten hat die Europäische Patentorganisation das Statut zur Gründung einer Europäischen Patentakademie erlassen. Die vom Europäischen Patentamt(EPA) verwaltete neue Einrichtung wird ihren Sitz in München haben. Ihre Hauptaufgabe besteht darin, zum Nutzen des europäischen Patentsystems in enger Zusammenarbeit mit nationalen, europäischen und internationalen Institutionen und Organisationen ein europaweites Aus- und Fortbildungsprogramm zu entwickeln. Die Akademie soll im Laufe des Jahres 2005 ihre Tätigkeit aufnehmen.
Meinungsumfrage
Bürger wollen gemeinsame Grundbildung für alle Schüler
Eva-Maria Stange, die Vorsitzende der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW), stellte am Dienstag in Berlin die 13. Repräsentativumfrage des Instituts für Schulentwicklungsforschung (IFS) der Uni Dortmund vor. Dabei sagte sie: "Die Frage nach den Schulstrukturen ist in Deutschland kein Tabuthema mehr. Es gibt deutlich mehr Bundesbürger, die Veränderungen fordern, als Menschen, die am dreigliedrigen Schulsystem festhalten wollen". 44 Prozent der Bundesbürger wollten, dass alle Kinder auch nach der Grundschule weiter gemeinsam unterrichtet werden. 22 Prozent stimmen dieser Aussage teilweise zu.
"Angriffskriege geplant"
Bundeswehr-Grundausbildung soll auf Auslandseinsätze ausgerichtet werden
Die Ausbildung der Bundeswehrsoldaten soll künftig stärker auf mögliche Auslandseinsätze ausgerichtet werden. Nach Angaben von Generalinspekteur Wolfgang Schneiderhan steht dabei der kurzfristige Einsatz in "friedenserhaltenden" oder "friedenserzwingenden" Missionen im Mittelpunkt. Die Wahrscheinlichkeit eines Verteidigungsfalles sei hingegen "extrem gering" geworden, sagte Schneiderhan am Dienstag auf einer Wehrtagung in Berlin. Die Kampagne gegen Wehrpflicht, Zwangsdienste und Militär kritisierte die Planungen als Schritt in Richtung von Angriffskriegen.
"Tag der Arbeit"
Bildung für alle in einem friedlichen und sozialen Europa gefordert
Für ein friedliches und soziales Europa, in dem alle Menschen freien Zugang zur Bildung haben, hat sich die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) stark gemacht. "Gute Bildung nützt nicht nur dem Einzelnen, sondern ist ein wichtiges Gut für das Zusammenwachsen der Staaten in Europa", sagte GEW-Vorsitzende Eva-Maria Stange am 1. Mai zum "Tag der Arbeit" während der Kundgebung in München.
Bildung
Neues Schülerlabor in Brandenburg macht Physik begreifbar
Am Montag, den 3. Mai, eröffnete Martin Gorholt, Staatssekretär im Ministerium für Bildung, Jugend und Sport in Brandenburg, ein neues Experimentierlabor für Schülerinnen und Schüler. "Physik begreifen" ist ein Projekt des Forschungszentrums DESY in Zeuthen. Standort des Schülerlabors ist derzeit die Technische Fachhochschule in Wildau. Der Name ist zugleich Programm: "physik.begreifen" bietet Schulklassen die Möglichkeit einen Tag lang selber zu experimentieren und in lockerer Arbeitsatmosphäre zu erleben, wie spannend Physik sein kann.
Gesetzesentwurf zur Sozial-und Arbeitslosenhilfe
Hessen will Unterstützung an Weiterbildung koppeln
Hessen startet einen neuen Anlauf für ein Gesetz zur Reform von Sozial-und Arbeitslosenhilfe. Der Bundesrat verabschiedete am Freitag in Berlin den Gesetzentwurf, der eine Sozialreform in Anlehnung an den US-Bundesstaat Wisconsin vorsieht. Danach ist der Bezug von Arbeitslosen- und Sozialhilfe für Arbeitsfähige an eine Beschäftigung beziehungsweise Aus- oder Weiterbildung gekoppelt. In "Job-Centern" sollen Betreuung, Qualifizierung, Vermittlung und Leistungsgewährung für Hilfeempfänger zusammengeführt werden. Wer sich weigert, einen angebotenen Job anzunehmen, muss dem Entwurf zufolge mit drastischen Kürzungen der Hilfsleistungen rechnen.
Licht in den Weiterbildungsmarkt
Stiftung Warentest macht Bildungstests
Die Stiftung Warentest nimmt künftig auch die Qualität beruflicher Weiterbildungsangebote regelmäßig unter die Lupe. Eine auf Anregung der Bundesregierung gegründete neue Abteilung der Stiftung werde jährlich Angebote in bis zu 20 verschiedenen Bereichen testen und bewerten, sagte Bundesbildungsministerin Edelgard Bulmahn (SPD) am Dienstag in Berlin. Bulmahn räumte ein, dass die Zahl der Tests angesichts eines völlig unübersichtlichen Weiterbildungsmarktes von rund 35 000 Anbietern mit über 400 000 Produkten relativ gering sei. Dennoch hoffe sie, dass dadurch auch andere Anbieter zu mehr Qualität angespornt würden.
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