März zum "United Cruelty of Benetton Aktionsmonat" erklärt

Tierschutz

Die Tierrechtsorganisation "peta" erklärte den März zum "United Cruelty of Benetton Aktionsmonat" und ruft zum Boykott von "Benetton" auf, solange die Wolle, die von "Benetton" zur Weiterverarbeitung gekauft wird, in Australien durch Mulesing gewonnen wird. Mulesing ist ein Prozess, bei dem Lämmern bei vollem Bewusstsein und ohne Betäubung tellergroße Hautfetzen vom Hintern abgeschnitten werden um gegen Fliegenbefall vorzugehen.

Die in Australien am häufigste gezüchtete Schafrasse sind Merinos, die speziell darauf gezüchtet wurden, faltige Haut zu bekommen, was mehr Wolle pro Tier verspricht. In den Falten sammelt sich Feuchtigkeit und Urin. Angezogen von der Feuchtigkeit legen Fliegen ihre Eier in die Hautfalten der Schafe. Durch das Mulesing wird großflächig vernarbtes Gewebe geschaffen, das keine Angriffsfläche mehr für Maden bieten soll. Ironischerweise werden gerade diese großflächigen offenen, blutenden Wunden von Fliegen befallen.

Es gibt weitaus humanere Methoden, gegen Fliegenbefall anzugehen, als das Mulesing. Dazu zählen unter anderem die Zucht von Schafen mit weniger Hautfalten und somit weniger Anfälligkeit für Fliegenbefall, chemische Alternativen und dietätische Maßnahmen.

Peta und Peta2 appellieren an "Benetton", den Einkauf von australischer Wolle sofort einzustellen und den Boykott so lange aufrecht zu erhalten bis das Mulesing und die Lebendexporte eingestellt sind. Denn solange Firmen wie "Benetton" australische Wolle, die durch Mulesing gewonnen wird, kaufen, bestehe kein Anreiz für australische Farmer die grausame Praktik einzustellen.