Mehrheit der Bundesbürger laut ARD-Umfrage unzufrieden mit Demokratie

Demoskopie

Die Mehrheit der Bundesbürger ist dem ARD-"Deutschlandtrend" zufolge mit der Demokratie in Deutschland unzufrieden. Erstmals geben mehr als die Hälfte (51 Prozent) der Menschen an, mit der Art und Weise, wie die Demokratie in Deutschland funktioniert, nicht zufrieden zu sein. Das seien 12 Prozentpunkte mehr als im September 2005, teilte die ARD nach der aktuellen Befragung durch das Institut Infratest dimap mit.

Auch das Empfinden, dass es in der Gesellschaft eher ungerecht zugeht, ist der ARD-Umfrage zufolge seit dem Sommer kontinuierlich gestiegen. Zwei Drittel der Bundesbürger (66 Prozent) klagen bei der Befragung den Angaben zufolge über fehlende Gerechtigkeit. Das seien vier Prozentpunkte mehr als noch im September 2006.

Wenn am kommenden Sonntag gewählt würde, lägen Union und SPD laut Infratest dimap mit 31 Prozent gleichauf. Für die Union sei das ein Plus von einem Prozentpunkt im Vergleich zum Vormonat, für die SPD ein Minus von zwei Prozentpunkten. Die Grünen legten um zwei Punkte auf 12 Prozent zu. Die Werte von FDP (13 Prozent) und Linkspartei (9 Prozent) blieben im ARD-Deutschlandtrend unverändert.