Bundeswehrsoldaten starben offenbar durch Fehlzündung in Panzerhaubitze

Truppenübungsplatz Oberlausitz

Ein Unfall auf dem Truppenübungsplatz Oberlausitz vom Samstag mit zwei Toten soll durch eine Fehlzündung verursacht worden sein. So sei es bei Instandsetzungsarbeiten aus ungeklärter Ursache zu einer Zündung der Treibladung im Kanonenrohr einer Panzerhaubitze gekommen, teilten Staatsanwaltschaft und Polizei am Montag in Görlitz mit. Das Geschoss sei dann in das Innere des Panzers eingedrungen. Dabei kamen den Angaben zufolge die zwei Bundeswehrsoldaten im Alter von 33 und 24 Jahren ums Leben, vier weitere wurden verletzt.

Die Staatsanwaltschaft nahm Ermittlungen wegen fahrlässiger Tötung auf. Die Bundeswehr setzte eine interne Untersuchungskommission ein.

Den Angaben zufolge war es vor der Übung zu einem Fehler beim Laden der Kanone gekommen. Eine halbe Stunde später sei das geplante Schießen abgebrochen und ein Team zur Instandsetzung herbeigerufen worden, das die Panne beheben und dabei Geschoss und Treibladung aus dem Kanonenrohr entfernen sollte. Dabei sei es zu der Fehlzündung gekommen. Die beiden getöteten Soldaten waren in Stadtallendorf in Hessen und im nordrhein-westfälischen Augustdorf stationiert.

Ein 20 Jahre alter Soldat, der bei dem Unfall schwere Verletzungen erlitten hatte, befand sich am Montag noch im künstlichen Koma. Sein Zustand war laut Polizei stabil. Der Grundwehrdienstleistende hatte bei dem Unfall schwere Verwundungen am Brustkorb erlitten und war operiert worden. Die drei leicht verletzten Soldaten kehrten nach ambulanter Behandlung in ihre Einheiten zurück.