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Wer ist in der Pflicht?

Das Opel-Aus | Was bringt mir eigentlich Demokratie?

Die Bundesregierung hat reagiert: Immerhin! Sie hat beispielsweise die Entscheidung von General Motors bedauert, ab 2016 keine Autos mehr im Bochumer Opelwerk zu bauen. Man kann der Regierung also keine komplette Ignoranz vorwerfen. Aber vielleicht beweist sie dennoch nicht die notwendige Sensibilität mit einem Thema, das in Deutschland für viel Gesprächsstoff sorgt und vielen Menschen kurz vor Weihnachten faustdicke Probleme beschert? Vielleicht ja!

Des einen Leid, des anderen Freud

Opel aus und Barack Obama wir in Detroit gefeiert

Barack Obama wird in Detroit gefeiert Stuttgart / Redford, Michigan (USA) – US-Präsident Barack Obama besucht bereits zum zweiten Mal in diesem Jahr eine nordamerika-nische Nutzfahrzeugtochter der Daimler AG. Nach seinem Besuch im Freightliner-Lkw-Produktionswerk in Mount Holly (North Carolina) im März 2012, trifft der US-Präsident heute auf die Belegschaft des Aggregatewerks in Redford (Michigan). Dort hat die Daimler-Tochter Detroit Diesel Corporation ihren Sitz und produziert Antriebs-aggregate unter der Dachmarke „Detroit“ für Lkw der Marken Freightliner und Western Star. Bei seinem Besuch vor Ort würdigt Obama die Pläne von Daimler, die Produktion am Standort Redford zu erweitern. Dafür investiert das Unternehmen 120 Millionen US-Dollar und schafft 115 neue Arbeitsplätze.

"Positive Wirkungen der Insolvenz"

Vorerst keine Hilfen für Opel

Bei einem Treffen mit Bundeswirtschaftsminister Karl-Theodor zu Guttenberg (CSU) unterstützten die Wirtschaftsminister der Bundesländer die abwartende Haltung im Hinblick auf staatliche Hilfen für den angeschlagenen Autokonzern Opel. Eine Sonderbehandlung für Opel dürfe es nicht geben, auch müssten Wettbewerbsverzerrungen durch eventuelle Hilfen vermieden werden, hieß es zur Begründung. "Während Guttenberg und Co. weiter das Hohelied des Wettbewerbs singen, stehen bei Opel und der Zuliefererindustrie europaweit 400.000 Arbeitsplätze auf dem Spiel", kritisierte Ulla Lötzer (Linke). Sie mahnte rasche Hilfen für den in die Krise geratenen Autohersteller an. Die Länder haben der Bundesregierung Rückendeckung für ihre Strategie zur Bewältigung der Opel-Krise gegeben.

"Innovationspolitische Entscheidung"

Koch verteidigt Millionenbürgschaft für Opel

Der geschäftsführende hessische Ministerpräsident Roland Koch (CDU) hat die millionenschwere Landesbürgschaft für den angeschlagenen Opel-Konzern als innovationspolitische Entscheidung verteidigt. In der deutschen Opel-Zentrale in Rüsselsheim arbeiteten Ingenieure, die das Auto der Zukunft planten und sich mit modernsten Produktionsmethoden beschäftigten, sagte Koch am Donnerstag (20. November) dem RBB-Radiosender "Inforadio" in Berlin.

Wieder 10 000 Familien

General Motors verabschiedet sich von einem Drittel seiner Opel-Belegschaft

Ein Teil der Gesellschaft verliert seine "normal" bezahlte Arbeit und damit sein normales soziales Gefüge. Der andere Teil, die verbleibenden Arbeitsplatzinhaber, dürfen vorläufig dankbar sein und länger arbeiten. Aktueller Tatort ist Rüsselsheim: Der Automobilhersteller Opel wird in den nächsten zwei Jahren in Deutschland fast 10 000 der 32 000 Arbeitsplätze "abbauen". 9500 sind es genau genommen. In ganz Europa will General Motors derzeit 12 000 Stellen streichen. Um das Wort Kündigung zu vermeiden, werden Abfindungen gezahlt und "Beschäftigungs und Qualifizierungsgesellschaften" gegründet. So wurde gemeinsam mit dem Betriebsrat eine "Lösung" gefunden, um einen Arbeitskampf zu vermeiden, berichtet die "Frankfurter Allgemeine Zeitung".

Opel bleibt in den roten Zahlen

Entlassungen und Lohnkürzungen beim Rüsselsheimer Autohersteller geplant

Der krisengeschüttelte Rüsselsheimer Autobauer Opel legt heute in Frankfurt am Main seine Zahlen fürs Geschäftsjahr 2001 vor. Branchenexperten erwarten erneut drastische Verluste. Das Minus beim operativen Geschäft könnte danach noch größer ausfallen als im Vorjahr. 1999 hatte der Konzern einen Verlust von 982 Millionen Mark (502 Millionen Euro) eingefahren. Opel-Chef Hendry warf daraufhin im Frühjahr 2001 das Handtuch. Sein Nachfolger Forster steuert seither einen harten Sanierungs- und Umstrukturierungskurs, um bis 2003 mindestens zwei Milliarden Euro einzusparen und den Konzern wieder in die Gewinnzone zu bringen.

Opel-Sanierungsplan

1.600 Stellen weg bei Opel, keine in Eisenach und Kaiserslautern

Der Autobauer Opel will zur Verwirklichung seines Sanierungsprogramms "Olympia" in den kommenden beiden Jahre rund 1.600 Mitarbeiter entlassen. Davon entfallen 1.200 Streichungen auf die Produktion und 400 auf den Verwaltungsbereich. Einschließlich der "natürlichen Fluktuation" von jährlich etwa 500 Mitarbeitern werden bei Opel bis 2003 rund 2.500 Menschen weniger arbeiten. Wie die Adam Opel AG am Dienstag in Rüsselsheim mitteilte, hat der Vorstandsvorsitzende Carl-Peter Forster am Montag die Arbeitnehmervertretung über die Ziele der Sanierung informiert und damit die Umsetzung eingeleitet.

Automobilindustrie

Betriebsräte warnen vor Unterlaufen der Tarifverträge bei VW

Unmittelbar vor der nächsten Verhandlungsrunde zum VW-Projekt "5.000 mal 5.000" haben Betriebsräte deutscher Autokonzerne die IG Metall aufgefordert, ein Unterlaufen des geltenden Flächentarifs nicht zuzulassen. Der Betriebsratsvorsitzende bei Porsche, Uwe Hück, sagte der "Berliner Zeitung", der Flächentarifvertrag definiere Mindeststandards. "Da gibt es nichts herunter zu setzen". Er betonte: "Wenn man Tarifverträge unterläuft, ist es mit dem Frieden im Betrieb vorbei".

Automobilindustrie

Opel-Belegschaft atmet auf: Keine Werksschließungen

Die Pläne für Werksschließungen und betriebsbedingte Kündigungen bei Opel sind offenbar für alle europäischen Standorte vom Tisch. Das Management verzichtet bei der Sanierung des angeschlagenen Autobauers auf "einseitige Entscheidungen", der Betriebsrat sichert im Gegenzug seine Unterstützung bei der "Sanierung" des Konzerns zu. "Notwendige Personalanpassungen" sollen "sozialverträglich gestaltet werden. Auf diese Eckpunkte haben sich am Montag in Rüsselsheim Betriebsrat und Konzernspitze nach gut vier Stunden am Verhandlungstisch geeinigt. Jetzt stehen die eigentlichen Verhandlungen über das harte Sanierungsprogramm "Olympia" an.

Automobilindustrie

Betriebsräte und Vorstand von Opel verhandeln über Werkschließungen

Betriebsrat und Vorstand der angeschlagenen Adam Opel AG sind offenbar am Montagmittag in Rüsselsheim zu Gesprächen über mögliche Werkschließungen zusammen gekommen. Unternehmensführung und Betriebsrat wollten den Beginn der Gespräche allerdings nicht bestätigen. Opel-Sprecher Rüdiger Assion sagte, erste Ergebnisse könnten "möglicherweise bereits am Abend" vorliegen. Die Arbeitnehmerseite hatte eine klare Absage des Vorstands an die Aufgabe von Werken und betriebsbedingte Kündigungen zur Vorbedingungen für die Gespräche über das Sanierungsprogramm "Olympia" gemacht.

Automobilindustrie

Opel produziert möglicherweise nach 2004 auch in den USA

Die Rüsselsheimer Adam Opel AG steht möglicherweise vor dem Eintritt in den US-Automobilmarkt. Wie das Düsseldorfer "Handelsblatt" am Montag berichtete, prüfe die Konzernmutter General Motors derzeit, inwieweit sich das europäische Mittelklasse-Modell "Astra" von Opel auch für den US-Markt eignet. Entsprechende Überlegungen habe ein Sprecher der GM-Zentrale in Zürich gegenüber der Zeitung bestätigt.