Internationaler Tag des Waldes
WWF für Artenschutz in Indonesien, Robin Wood für Saami-Rechte
Die Unterzeichner des Offenen Briefes fordern die schwedische Regierung auf, für eine sofortige außergerichtliche Regelung zu sorgen, die den Saami die Nutzung der Wälder für die Rentierweide auch künftig ermöglicht. Außerdem müsse Schweden endlich auch die ILO-Konvention 169 (International Labour Organisation) zum Schutz indigener Völker ratifizieren, so wie dies Norwegen und Dänemark bereits getan haben. Der Völkerrechtsvertrag verpflichtet die Unterzeichnerstaaten, die Rechte der UreinwohnerInnen auf eigenes Territorium, eigene Lebensweise und Sprache zu respektieren.
Aus dem gleichen Anlass wurde der Tesso Nilo, ein Waldgebiet im Zentrum der indonesischen Insel Sumatra, vom WWF zum "Wald des Jahres" gekürt. Die Naturschützer wollen mit der Auszeichnung auf die weltweit einmalige Pflanzenvielfalt aufmerksam machen. Gleichzeitig weisen sie auf die enorme Gefährdung dieses Naturparadieses durch illegale Holzfäller hin. Rund 80 Prozent der in Indonesien gefällten Bäume fallen laut WWF illegalen Fälltrupps zum Opfer. Die Naturschutzorganisation will den Kahlschlag stoppen. Ziel ist es, Tesso Nilo unter Schutz zu stellen und das Gebiet mit Nationalparken auf der Insel zu vernetzen.
Tesso Nilo ist der artenreichste Wald der Welt, zu diesem Ergebnis kommt der WWF in einer jetzt vorgelegten Feldstudie. 218 verschiedene Pflanzenarten auf einer Fläche von nur 200 Quadratmetern konnten die Wissenschaftler zählen. "Das ist Weltrekord", schwärmt Ghislaine Blezinger, Leiterin des Bereichs Wald beim WWF. Doch das Paradies ist bedroht. Der WWF fürchtet, dass in weniger als vier Jahren die "Arche Noah Sumatras" für immer zerstört sein könnte, wenn die Abholzung im gegenwärtigen Tempo weiter geht.
Von dem einst 370.000 Hektar großen Waldgebiet seien nicht einmal mehr 200.000 Hektar übrig geblieben. Daher sei es höchste Zeit, die Notbremse zu ziehen und Tesso Nilo zum Schutzgebiet zu erklären. Der indonesische Wald ist die Heimat für Elefanten, Tiger, Gibbons und Tapire. Aber nicht die Tierwelt macht das Gebiet zu einem einmaligen Kleinod, sondern die atemberaubende Vielfalt an Pflanzen. Neben Pfeffer, Stechpalmen und Drachenbäumen wächst in dem Waldgebiet die Riesen-Rafflesia. Mit ihren mit bis zu einem Meter Durchmesser großen Blüten ist die schmarotzenden Pflanzen, die größte Blume der Welt.
Inzwischen hat sich die indonesische Regierung dazu bekannt, den illegalen Rodungen ein Ende zu setzen. Für den WWF ist das die Nagelprobe. Indonesien könne am Beispiel Tesso Nilo zeigen, wie ernst es dem Land mit einem solchen Bekenntnis ist.
Zeige Deinen Kontakten bei Google und Facebook, dass Dir dieser Beitrag gefällt!
Am 20. Mär. 2002 unter:
artenschutzStichworte:
« Greenpeace spricht einzeln mit 150 Bundestagsabgeordneten
Die aktuellen Mehrwegquoten »
Unterstützen Sie uns, damit wir ohne störende Werbung gelesen werden können. Ihre freie kostenlose Internetzeitung!
Setzen Sie Banner und Links auf Ihre Seite. Bookmarken Sie uns, und helfen Sie so mit der Verbreitung der wichtigen Inhalte.
Wir suchen Journalisten bzw. Autoren, die Lust haben, die Internet-Zeitung ngo-online gemeinsam zu einer starken Alternative zu den Mainstream-Medien aufzubauen. Machen Sie mit ..MITMACHEN
Platzieren Sie
Ihre Werbung hier
- Kleinwaffen sind kein Spielzeug
- Nachhaltige Geldanlage - Grünes Geld Berlin
- Griechenlands Insolvenz
- Burnout Symptome erkennen - Checkliste als Hilfe
- NRW Justiz: Die Landesregierung ist gefordert
- Senioren: Alt ist, wenn man Seniorenresidenz googelt
- Christian Wulff - Wenn Machtmenschen menscheln
- Diskurs der Rechtspopulisten über Israel
- Photovoltaik-Zubau in Deutschland
- Versammlungsfreiheit - ausschlaggebende Grundlage der Verfassung
