Umweltsponsoring der Biertrinker

WWF-Krombacher Regenwald-Projekt läuft weiter

Das Krombacher Regenwald-Projekt, wird bis zum planmäßigen Ende am 31.7.2002 weiter durchgeführt. Es handelt sich nach Firmenaussagen um die erfolgreichste Verbraucher-Kampagne in der Geschichte der Brauerei. Von dem Landgericht in Siegen wurde heute über zwei Anträge auf Einstweilige Verfügung gegen das Krombacher Regenwald Projekt entschieden. Abgemahnt wurden dabei vom Vorsitzenden Richter ein älterer TV-Spot mit Günther, zwei sogenannte TV-Infomercials sowie ein Kastenbeileger. Beanstandet wurden Formulierungen, die unter den Aspekten psychologischer Kaufzwang sowie der Transparenz des Projektes zu betrachten sind.

Für Günther Jauch ist das Krombacher Regenwald-Projekt ein sinnvoller, nachhaltiger Beitrag zum Thema Umweltschutz: "Dem Krombacher Regenwald-Projekt ist unterstellt worden, dass es einen psychologischen Kaufzwang bei den Konsumenten auslöst. Das halte ich schon deshalb für übertrieben, weil wir ausdrücklich daraufhin weisen, dass der Regenwald in der Dzanga-Sangha Region auch durch direkte Spenden an den World Wide Fund for Nature (WWF) geschützt werden kann."

Auch der WWF bezieht eindeutig Stellung: "Ich kann nicht verstehen, wie man etwas dagegen haben kann, wenn durch eine Werbekampagne zusätzliche Gelder in den Naturschutz fließen. Sonst wäre die Summe wie bei anderen Brauereien wahrscheinlich für irgendwelche Schlüsselanhänger oder ähnlichen Werbeschnickschnack verpulvert worden", vermutet Dirk Barth. Der Projektleiter beim WWF wäre froh, wenn andere Firmen dem Beispiel folgen würden. "Mit heiler Natur werben viele, doch die wenigsten sind auch bereit, dafür Geld locker zu machen. Krombacher für ihr Engagement jetzt abzustrafen, ist für den WWF nicht nachvollziehbar."

Rechtskräftig wird die EV bei Zustellung an die beklagte Partei. Erst dann kann eine eingehende Prüfung stattfinden. Weitere juristische Schritte seitens der Krombacher Brauerei sind wahrscheinlich. Der Regenwald wird in jedem Fall gewinnen, betont der WWF. Bereits jetzt, vier Wochen vor Ablauf des Projektes, konnten 8,5 Millionen Quadratmeter geschützt werden. Das ursprünglich angestrebte Ziel von 10 Millionen Quadratmetern werde also bei weitem überschritten.

Zeige Deinen Kontakten bei Google und Facebook, dass Dir dieser Beitrag gefällt!