"Pro 0,7-Kampagne" gestartet
Kirchen und Nichtregierungsorganisationen wollen mehr Mittel für Entwicklungspol
"Ohne eine angemessene Finanzausstattung wird das große Projekt einer gerechteren Weltordnung nicht Wirklichkeit werden", sagte Reinhard Hermle, der Vorsitzende des Verbandes Entwicklungspolitik (VENRO). VENRO ist ein freiwilliger Zusammenschluss von rund 100 deutschen Nichtregierungsorganisationen, die als Träger der privaten oder kirchlichen Entwicklungszusammenarbeit, der Nothilfe sowie der entwicklungspolitischen Bildungs-, Öffentlichkeits- und Lobbyarbeit tätig sind.
Der Misereor-Geschäftsführer Martin Bröckelmann-Simon forderte, dass Deutschland das 0,7 Prozent-Ziel spätestens bis 2010 erreichen müsse. "Noch harren die so genannten Millenniumsziele, die auch der deutsche Bundeskanzler unterschrieben hat, ihrer Verwirklichung. Die friedenssichernde Überwindung der Armut ist nun mal nicht zum Nulltarif zu haben. Mit Investitionen der Privatwirtschaft und mit Spenden allein sind die dringenden Ziele der Armutsbekämpfung in jedem Fall nicht zu erreichen", erklärte Bröckelmann-Simon.
Joachim Lindau, Geschäftsführer von Brot für die Welt, wies darauf hin, dass alle Parteien - bis auf die FDP - in ihren Wahlprogrammen das 0,7 Prozent-Ziel zwar unterstützten, sich aber hinsichtlich einer zeitlichen Planung nicht festlegen wollten. So komme der Verdacht auf, dass die deutsche Politik das Ziel nicht wirklich ernst nehme. "Alle Parteien versichern, dass Entwicklungsförderung weiterhin nötig sei. Für die Zukunft der Entwicklungspolitik ist die Forderung, am 0,7 Prozent-Ziel festzuhalten, eine unverzichtbare Orientierungsmarke mit hoher Symbolkraft", sagte Joachim Lindau.
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Am 07. Jun. 2002 unter:
politikStichworte:
« Volksentscheidgesetz im Bundestag blockiert
BUND lobt Entscheidung des Bundestages »

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