Protesterfolg

Monsanto setzt sich für ersten Genweizen kein Zeitlimit mehr

Der international tätige Saatgut-Gigant Monsanto hat seine Aussage, den ersten gentechnisch veränderten Weizen im Jahr 2005 auf den Markt zu bringen, zurückgezogen. Monsanto bestätigt laut New York Times nicht, dass der Markteintritt verschoben wird. Es heißt lediglich, dass das Saatgut auf den Markt kommt, wenn alle Ziele erreicht sind. Zu den Anforderungen zählt auch ein System, das den Genweizen von traditionell angepflanztem Weizen trennt.

Die Haltung Monsantos reflektiert die Schwierigkeiten des Unternehmens wider, Akzeptanz für ihr gentechnisch verändertes Produkt zu erhalten. Der Markt für amerikanischen Weizen wäre groß, aber sowohl europäische als auch japanische Weizenmühlbetriebe haben sich gegen einen Import der Ware entschieden. Auch einige US-Farmer fürchten, dass sich der Genweizen mit herkömmlichen Weizen vermischt. Bereits am Montag hat der Leiter eines großen italienischen Weizenmühlbetriebes erklärt, dass das Unternehmen sofort den Kauf von US- oder kanadischem Weizen stoppen werde, wenn er genetisch manipuliert sei.

Noch in diesem Jahr wollte Monsanto um die Zulassung des so genannten "Roundup Ready wheat" ansuchen. Der Weizen enthält ein Gen, dass ihn gegen das Monanto-eigene Roundup-Herbizid widerstandsfähig macht. Monsanto-Unternehmenssprecher Mark Buckingham erklärte nunmehr, dass man das Produkt so lange nicht auf dem Markt bringen wird, solange die Akzeptanz der Industrie nicht die US-Grenzen überschreitet. Andere genetisch veränderte Saaten wie Gen-Sojabohnen und Gen-Baumwolle sind bereits auf dem Markt. Aber aufgrund der Konsumenten-Abwehrhaltung haben es neue genveränderte Produkte zusehends schwerer, Fuß zu fassen.

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