Neue Boje erleichtert Meeresschutz
WWF geht auf Jagd nach illegalen Öleinleitern
Die Ölprobenboje wird vom Überwachungsflugzeug aus in die Gewässerverschmutzung abgeworfen und nimmt eine Probe des Öls auf. Mit Hilfe eines eingebauten Radarreflektors wird die Boje von herbeigerufen Behördenfahrzeugen geortet, geborgen und die Probe zum Versand ins Labor sichergestellt. Stimmt diese Probe mit einer Vergleichsprobe überein, die an Bord des Schiffes genommen wurde, ist der Täter überführt.
"In über 90% der Fälle waren Rückstände von Schiffsbetriebsstoff die Ursache für die tödliche Verölung der Vögel, die an der Nordseeküste angeschwemmt wurden, aber auch Fischlaich, Jungfische und Kleinstlebewesen zählen zu den Opfern des Öls", sagte Dr. Sabine Otto vom WWF "Mit Hilfe der Ölprobenboje können die Verantwortlichen jetzt besser zur Rechenschaft gezogen werden und die Zahl der illegalen Einleitungen wird sich verringern." Deshalb fordert der WWF die Küstenbundesländer auf, sämtliche Überwachungsflugzeuge mit Bojen auszurüsten.
Die Ölprobenboje wurde von einem engagierten Beamten der Bremer Wasserschutzpolizei in seiner Freizeit entwickelt. "Im Rahmen meiner Arbeit bin ich täglich mit Verstößen gegen die MARPOL-Verordnungen konfrontiert, und sehe wie schwer es ist, Ölsünder zu identifizieren", so Entwickler Werner Weinhold. "Mit der Boje möchte ich einen Beitrag leisten, die Ölverschmutzungen der Meere aufzudecken."
Nord- und Ostsee gehören zu den Sondergebieten des MARPOL-Abkommen (Marine Pollution, Meeresverschmutzung). Die Einleitung von Öl und ölhaltigen Abfällen durch Schiffe ist dadurch grundsätzlich verboten. Ölverschmutzungen müssen nach Ansicht des WWF gestoppt und Schiffsunfälle vermieden werden. Deshalb fordert der WWF die Einführung einer kostenlosen Ölentsorgung in allen europäischen Häfen, den Einsatz von Dieselölen als Schiffstreibstoff, was die Brennstoffrückstände auf 0,2 Prozent reduzieren würde sowie die Bestrafung des Reeders, wenn auf seinem Schiff Ölvergehen nachgewiesen wurde.
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Am 29. Okt. 2002 unter:
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