Brennpunkt

16 Festnahmen bei Demonstration in Hamburg

Bei den Zusammenstößen zwischen der Polizei und Demonstranten für ein alternatives Wohnprojekt in Hamburg am Samstagabend gab es mehrere Verletzte. Nach Angaben einer Pressesprecherin der Polizei wurden 16 Demonstranten festgenommen. Zu den Auseinandersetzungen sei es nach einer zuvor friedlichen Demonstration vornehmlich nach der Abschlusskundgebung gekommen. Dabei habe die Polizei, die mit 2000 Beamten vor Ort war, Wasserwerfer und Schlagstöcke eingesetzt.

Zu dem Demonstrationszug hatten bundesweit mehrere linke Organisationen sowie Mitglieder und Sympathisanten des alternativen Wohnprojektes "Bambule" im Hamburger Karolinenviertel aufgerufen. Das aus einer Bauwagensiedlung bestehende Projekt war Anfang November von der Polizei geräumt worden. Das Oberverwaltungsgericht der Hansestadt hatte zuvor eine Beschwerde gegen einen ablehnenden Beschluss des Hamburger Verwaltungsgerichtes zurückgewiesen. Damit waren die Bewohner mit einer Klage gescheitert, mit der sie die Räumung des Bauwagenplatzes verhindern wollten.

Etwa 100 Bewohner der Siedlung hatten sich bereit erklärt, den Bauwagenplatz gegen ein Haus einer städtischen Wohnungsbaugesellschaft ebenfalls im Karolinenviertel zu tauschen, das als Gemeinschaftsunterkunft genutzt werden sollte. Die Wohnungsbaugesellschaft hatte dies abgelehnt. Den "Bambule"-Bewohnern sollten nun andere Sozialwohnungen angeboten werden.

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