Kosten verschleiert

Verbraucherzentrale warnt vor teuren R-Gesprächen

Die Verbraucherzentrale Baden-Württemberg mahnt zum vorsichtigen Umgang mit so genannten R-Gesprächen. Die Gespräche, bei denen auf Kosten des Angerufenen telefoniert wird, könnten zu hohen Kosten führen, so der Verein am Mittwoch in Stuttgart. Die Angabe von Sekundenpreisen verschleiere die wahren Kosten, da ein Vergleich mit dem sonst üblichen Minutenpreis umständlich sei. Werde an einem Festnetzanschluss ein Anruf aus dem Mobilfunknetz angenommen, schlage die Minute bei einer Ansage von 2,9 Cent pro Sekunde mit 1,74 Euro zu Buche. Telefonate innerhalb des Festnetzes würden immerhin 1,14 Euro pro Minute kosten.

Der Verbraucherzentrale lägen inzwischen zahlreiche Beschwerden über hohe Telefonkosten vor, die durch R-Gespräche verursacht wurden. Vor allem Jugendliche würden die teuren Gespräche oft unüberlegt annehmen. Die Verbraucherschützer raten zu Aufmerksamkeit. Grundsätzlich sollte der Aufforderung, ein Gespräch anzunehmen, nicht gefolgt werden, solange man den Gesprächspartner und die Höhe der Kosten nicht genau kenne.

Die von Telefondienstleistern vermittelten R-Gespräche sind in Deutschland erst seit dem vergangenen Jahr möglich. In Amerika haben sie eine lange Tradition.

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