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Nachhaltiges Waschen schützt Umwelt, Gesundheit - und spart Geld

Waschnüsse als Alternative

Der erste bundesweite Aktionstag für Nachhaltiges Waschen findet am 10. Mai statt. Er soll den Verbraucherinnen und Verbrauchern bewusst machen, dass sie beim Waschen die Umwelt schützen und zugleich ihre Haushaltskasse entlasten können.Verbraucherinnen und Verbraucher können beim Waschen die Umwelt schonen und zugleich sparen. Waschen bedeutet Umweltbelastung durch Verbrauch von Chemikalien, Energie und Wasser. Es gibt jedoch viele Möglichkeiten, die Umwelt und Gesundheit durch das eigene Waschverhalten weniger stark zu belasten.

Wer clever wäscht, kann die jährlichen Kosten des Durchschnittshaushaltes von 109 Euro auf 54 Euro halbieren. Bundesumweltminister Jürgen Trittin hat die Schirmherrschaft für den Aktionstag Nachhaltiges Waschen übernommen, an dem sich das Bundesumweltministerium und das Umweltbundesamt (UBA) beteiligen.

Die Deutschen verbrauchen etwa 630.000 Tonnen Waschmittel jährlich. Umgerechnet sind das fast 8 Kilogramm Waschmittel pro Einwohner. Hinzu kommen noch Weichspüler, Bleichmittel, Wasserenthärter, Fleckentferner und andere Wäschepflegemittel, mit etwa 220.000 Tonnen im Jahr. Wasch- und Reinigungsmittel enthalten Stoffe, die Lebewesen beeinträchtigen können. Neben den bekannten Wirkungen auf die Umwelt, wird auch der Mensch den keimtötenden, reizenden oder sensibilisierenden Wirkungen einzelner Inhaltsstoffe ausgesetzt.

Waschnüsse stellen da eine nennenswerte Alternative dar. Ihre Schale enthält den Stoff Saponin, der ähnlich wie Seife funktioniert. Kommen die Waschnüsse in der Waschmaschine mit Wasser in Kontakt, wird das Saponin herausgelöst und entfaltet dieselbe Wirkung wie herkömmliches Waschmittel.

Das Umweltbundesamt empfiehlt den Verbraucherinnen und Verbrauchern zwecks Kostensenkung und Umweltschutz die notwendige Waschtemperatur zu beachten. Kochwäsche sollte eine Ausnahme sein. Die Waschmaschine sollte möglichst nur bei voller Beladung waschen. Das spart Waschmittel, Wasser und Energie. Die Vorwäsche ist bei den heutigen Waschmitteln fast immer entbehrlich.

Die empfohlene Waschmitteldosierung sollte auf keien Fall überschritten werden. Wird auf der Packung zwischen "leicht", "normal" und "stark verschmutzter" Wäsche unterschieden, genügt für Wäsche im Haushalt fast immer die Dosierung für "leicht" oder "normal verschmutzt". Eine Entscheiden für kompakte Color- und Vollwaschmittel oder für Waschmittel im Baukastensysteme ersparet der Umwelt überflüssige Chemikalien.

Das Waschverhalten hat auch Folgen für die Haushaltskasse. In der Studie "Produktlinienanalyse Waschen und Waschmittel", die das Öko-Institut, Freiburg, 1996 im Auftrag des UBA erarbeitet und im Jahr 2000 aktualisiert hat, wurde das Waschverhalten drei typischer Modell-Haushalte miteinander verglichen: Rund 257 Euro gibt der besonders häufig waschende Modell-Haushalt im Jahr für Wäschewaschen, Trocknen und Bügeln aus. Das ist fast fünfmal so viel wie der clevere Haushalt mit 54 Euro. Der Durchschnittshaushalt gibt jährlich 109 Euro für Wäschewaschen, Trocknen und Bügeln aus.

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