Sudan

Neue Luftbrücke für Flüchtlinge in Darfur verstärkt Hilfsoperation

Angesichts der wachsenden Krise in Darfur errichtet das Internationale Komitee vom Roten Kreuz (IKRK) von Genf aus eine weitere Luftbrücke. In sechs Flügen werden 720 Tonnen Hilfsgüter und Geländefahrzeuge nach Darfur transportiert. Ziel der neuen Luftbrücke ist es, die Tausenden von Notleidenden zu erreichen, die immer noch keine humanitäre Hilfe erhalten haben.

Eine Antonov 124 - eines der größten Frachtflugzeuge der Welt - wird auf sechs Flügen 55 Lastwagen, 27 Geländefahrzeuge, zehn Zelthangars, medizinische Ausrüstung, Medikamente, Wasser- und Kraftstofftanks, Ersatzteile, Reifen und sonstiges Material mit einem Gesamtgewicht von 720 Tonnen transportieren. Vor Ort werden Dutzende von Konvois die meisten Hilfsgüter und Ausrüstungen durch schwieriges Gelände, das wegen der derzeitigen Regenfälle noch schwerer befahrbar wurde, in die drei abgelegenen Hauptorte der drei Provinzen Darfurs transportieren.

Die neue Luftbrücke aus Genf soll die zwei wöchentlichen Flüge aus dem Rotkreuz-Zentrallager in Nairobi ergänzen. Das Deutsche Rote Kreuz hat bereits vier Hilfsflüge aus Deutschland in die Region gebracht und betreibt mit dem IKRK und dem Sudanesischen Roten Halbmond zwei Gesundheitsstationen in El Fasher, der Hauptstadt von Nord-Darfur. In El Fasher halten sich zur Zeit ca. 70.000 Flüchtlinge auf. Decken, Plastikplanen und Nahrungsmittel wurden ebenfalls vom DRK nach Darfur gebracht.

Die humanitäre Arbeit für die sudanesischen Flüchtlinge im Sudan und im benachbarten Tschad ist der zur Zeit größte Einsatz der Rotkreuz- und Rothalbmondbewegung weltweit. Über 100 ausländische Mitarbeiter befinden sich in Darfur. Sie werden von 300 lokalen Angestellten und tausenden Freiwilligen vom Sudanesischen Roten Halbmond unterstützt.

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