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Proteste gegen Rechtsextremisten in Potsdam und Leinefelde

Demos und Kerzen

Veranstaltungen von Rechtsextremisten in Potsdam und im thüringischen Leinefelde haben am Wochenende Gegendemonstrationen ausgelöst. Rund 250 Neonazis marschierten unter Polizeischutz durch Potsdam-Babelsberg. 2000 Menschen protestierten gegen die Rechtsextremisten. Am Rande lieferten sich rund 1000 gewaltbereite Gegendemonstranten eine Straßenschlacht mit der Polizei. Thüringer Bürger setzten sich gegen den NPD-Bundesparteitag in Leinefelde zur Wehr.

Bereits am Samstagvormittag hatten in der Potsdamer Innenstadt rund 300 Menschen gegen die Neonazis protestiert. Später nahmen auf dem Platz der Einheit rund 400 Personen an einer Kundgebung gegen Rechtsextremismus teil, darunter Ministerpräsident Matthias Platzeck, Potsdams Oberbürgermeister Jann Jakobs (beide SPD) und der PDS-Vorsitzende Lothar Bisky. Zu den Gegendemonstrationen hatten das "Linke Bündnis Potsdam" sowie Parteien, Gewerkschaften, Kirchen, Studenten, Vereine und Bürgerinitiativen aufgerufen. Die Polizei war mit rund 1200 Beamten im Einsatz.

In Leinefelde wurden die Delegierten des NPD-Bundesparteitages auf dem Weg in die Obereichsfeldhalle von lautstarken Pfiffen begleitet. Laut Polizei hatten sich etwa 50 Demonstranten vor dem abgesperrten Platz versammelt und gegen den Parteitag protestiert. Einsprüche der Stadt Leinefelde gegen den Parteitag hatte das Oberverwaltungsgericht in Weimar abgewiesen. Im Vorfeld hatten die katholischen und evangelischen Kirchgemeinden des Landkreises ihre Mitglieder gebeten, als Zeichen der Betroffenheit ihre Fenster schwarz zu verhängen und Kerzen aufzustellen.

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